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Gedanken rund ums Bewusstsein

Liebe Leser,

Bewusstsein, was genau ist das? Wie das Wort schon sagt, hat es etwas mit Wissen zu tun. Aber es ist mehr als ein Wissen, es ist eher ein verinnerlichtes Wissen, ein gelebtes Wissen.

In diesem Ressort erklären wir die Schöpfung, so wie sie uns von unseren jenseitigen Lehrern erklärt wurde. Das jedoch ist nur Wissen. Zu Bewusstsein wird es erst, wenn wir es auch angenommen haben, in unser Denken integriert haben und es leben. Nehmen wir ein Beispiel: Wir hörten, dass "Geister" Seelen sind, die noch nicht den Weg ins Licht gefunden haben und sich noch in Erdnähe aufhalten. Geister sind harmlos, meist sogar hilflos. Das ist reines Wissen. Fast alle unsere Stammleser haben sich dieses Wissen bereits angeeignet, doch nicht jeder lebt es auch. Viele haben trotzdem noch Angst vor Geistern, und das zeigt, dass sie es noch nicht als selbstverständlich angenommen haben, dass sie es noch nicht in ihr Denken integriert haben, dass sie sich dessen noch nicht wirklich bewusst sind und dass sich ihr Bewusstsein noch nicht erweitert hat.

Sich einer Sache bewusst zu sein heißt, sie durch und durch zu verstehen, sie anderen erklären zu können, so, als wollten wir einem Kleinkind den Sonnenaufgang erklären: "Die Erde ist rund und dreht sich, deshalb wandert die Sonne scheinbar von Ost nach West, und wenn sie nicht scheint, so nur deshalb, weil wir uns gerade auf der sonnenabgewandten Seite der Erde befinden". So einfach ist das. Aber genauso einfach ist es doch auch mit den verlorenen Seelen. Aus einem von vielen Gründen fehlte ihnen der Zug ins Licht, drehten sie im Tunnel um, wollten nicht tot sein oder merkten gar nicht, dass sie gestorben sind. Ja, das kommt vor, und gar nicht so selten. Warum aber haben wir dann immer noch Angst vor diesen Seelen? Ich denke, es ist wie mit der Mathematik: Wir alle lernten sie in der Schule, aber für viele von uns sind Zahlen immer fremd geblieben, sie konnten sich nie mit ihnen anfreunden, haben sie nie wirklich verstanden, haben sie sich nie wirklich zu eigen gemacht. Dieses Sich-zu-eigen-Machen ist es also, was wir unter Bewusstmachen verstehen, unter dem Prozess der Bewusstwerdung.

Nun kann man sich fragen, wozu ein erweitertes Bewusstsein dient und was der Einzelne davon hat, wenn er zunehmend bewusster wird. Dazu könnte ich tausend Beispiele bringen, aber belassen wir es bei nur wenigen. Nehmen wir als Beispiel die alten Naturvölker. Viele betrachteten Blitz und Donner als Götter, weil sie sich zwar der enormen Gewalten und Kräfte, nicht jedoch der Ursachen für diese Kräfte bewusst waren. Blitz und Donner waren deshalb für sie etwas Unheimliches, das man personifiziert und zu einem Gott oder auch Rachegott erhoben hat. Hat uns unser Wissen und erweitertes Bewusstsein diesbezüglich etwas gebracht oder wären wir genauso weit, wenn wir Blitz und Donner auch heute noch als wütende Götter betrachteten?

Oder schauen wir in die nähere Vergangenheit. Es ist gar nicht so lange her, dass sich Länder wegen Kleinigkeiten bekriegten. Meist aber ging es um Reichtum und Machtausweitung für die jeweiligen Herrscher. Ein größeres Reich bedeutete größere Einnahmen und größere Einnahmen bedeuteten mehr Macht. Macht wurde auch durch Koalitionen erweitert, z.B. durch strategisch günstige Vermählungen, aber zu oft erfolgte die Machtausweitung mittels Blutvergießens der Untertanen, Söldner oder Legionäre, die für ihren Landesvater bluten und sterben mussten. Im Zeitalter des Kolonialismus ging es dann mehr um Bodenschätze, deretwegen die Kolonialstaaten kleine Länder weltweit unterwarfen, und wieder später ging es um Ideologien, um Kapitalismus vs. Kommunismus, den Kalten Krieg und die "Achse des Bösen".

Was hat das mit Bewusstsein zu tun? Gegenfrage: Wer von euch ist für Krieg? Gehen wir nach deutschen Statistiken, so dürfte eine fast 100%ige Mehrheit der Leser dies verneinen. Aber warum ist heute fast jeder gegen Kriege, während diese vor einigen hundert Jahren noch durchaus "salonfähig" waren? Viele hatten davon profitiert, nicht nur die Machthaber, auch die Söldner, Landsknechte und Marketenderinnen. Doch inzwischen sind wir uns einig, dass Kriege nur Leid verursachen und nichts Positives bewirken. Wir wissen das nicht nur aufgrund geschichtlicher Erfahrungen, wir sind davon aus tiefster Seele überzeugt, wir sind uns dessen bewusst. Auch hier hat eine Bewusstseinserweiterung stattgefunden.


Mangel an Wissen und Bewusstsein in unserer gegenwärtigen Situation

Nehmen wir dazu ein aktuelles Beispiel. Die Schlagzeilen heute (12. Februar 2010) machte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle mit seinen Äußerungen zu Hartz IV: "Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein. An einem solchen Denken kann Deutschland scheitern. Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet, alles andere ist Sozialismus. Wenn man in Deutschland schon dafür angegriffen wird, wenn man sagt, dass derjenige, der arbeitet, mehr haben muss als derjenige, der nicht arbeitet, dann ist das geistiger Sozialismus. Für viele Linke ist Leistung ja beinahe eine Form von Körperverletzung. Dagegen wehre ich mich." Westerwelle hatte nach dem Richterspruch unter anderem beklagt, es scheine in Deutschland "nur noch Bezieher von Steuergeld" zu geben, aber "niemanden, der das alles erarbeitet". Westerwelles Äußerungen lösten eine Welle der Empörung aus, nicht nur bei seinen politischen Gegnern, sondern auch bei den Koalitionspartnern und in der eigenen Partei. Laut einer nicht repräsentativen Umfrage der Tagesschau meinte nur ein Drittel der Befragten, dass Westerwelle mit seinen Aussagen Recht habe, während zwei Drittel diese ablehnten.

Wer welche Meinung vertritt, hängt in erster Linie davon ab, wer er ist. So ist der deutsche Sozialhilfeempfänger überwiegend der Meinung, dass die staatliche Unterstützung zu niedrig sei und dass Kinder von Sozialhilfeempfängern und Langzeitarbeitslosen anderen Kindern gegenüber benachteiligt seien. Die Linken in Deutschland vertreten die Ansicht, dass jeder Deutsche - wenn schon kein gesetzliches Bürgergeld, so doch wenigstens einen Mindestlohn erhalten müsse, während viele Niedrigverdiener feststellen, dass Hartz IV-Empfänger fürs Nichtstun oft mehr erhalten als sie durch Arbeit verdienen. Der Steuerzahler wiederum, der sich als "Leistungsträger" betrachtet und der mit seinen Steuern und Abgaben ein Heer von angeblichen "Faulen" unterhalten muss, neben einem gigantischen Behördenapparat, ist frustriert, und viele Großverdiener haben bereits einen Teil ihres Vermögens ins Ausland gebracht, um es vor dem Fiskus zu retten.

Im Augenblick scheint es niemanden zu geben, der in diesem Punkt zufrieden und glücklich ist. Im Gegenteil, seit Jahren wandern jährlich um die 160.000 überwiegend hoch qualifizierte deutsche Arbeitskräfte ins Ausland ab, während etwa ebenso viele niedrig qualifizierte Einwanderer nach Deutschland kommen. So herrscht in Deutschland bereits in vielen Branchen ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, während die Zahl der Unvermittelbaren größer wird. Natürlich hat es sich bereits herumgesprochen, dass eine 4-köpfige Familie auf Hartz IV vom Staat ca. 2000 Euro pro Monat erhält, und dieser Betrag muss sich für viele Einwanderer geradezu paradiesisch anhören. Wozu da noch Deutsch lernen, wozu sich in der Schule anstrengen, warum überhaupt in einem 1-Euro-Job arbeiten, wenn man auch so vom Amt eine Waschmaschine erhält?

An diesem Streitpunkt wird das Ausmaß dieser schon fast "Tragödie" sichtbar. Die Linken, Sozialhilfeempfänger und Kleinverdiener rufen nach Menschenwürde und verlangen soziale Gerechtigkeit. Auch die "Leistungsträger" sprechen von sozialer Gerechtigkeit, indem sie verlangen, dass der, der hart arbeitet und viel leistet auch mehr behalten können muss, und die Politiker aller Parteien drücken sich um klare Aussagen und Entscheidungen, um nicht ihre Wiederwahl und damit ihre Privilegien zu gefährden. Wo bleibt hier das Bewusstsein? Hier geht es nicht mehr um Vernunft, Gerechtigkeit, Wirtschaftlichkeit oder Führung, hier geht es doch nur noch um Egoismus, ums Verteidigen von Pfründen bzw. um eine Enteignung derselben. Hier herrscht bereits Krieg im Frühstadium, jeder gegen jeden, während sich die Verantwortlichen bemühen, nicht zwischen die Fronten zu geraten, außer der Außenminister, der mit seinen Äußerungen inzwischen die Wut der gesamten Nation auf sich gezogen hat.

Wo also bleibt hier das Bewusstsein? Nein, es scheint keine Bewusstseinserweiterung zu geben. Wie wir wissen, wächst Bewusstsein am schnellsten nach schweren Schicksalsschlägen. Bewusstsein bedarf keines Hochschulabschlusses. Wer auf den Trümmern seiner Existenz sitzt, wer den Ehepartner oder seine Kinder verloren hat, wer durch Vertreibung alles verloren hat, der fragt sich nach dem Sinn des Lebens, warum Menschen nicht in Frieden und miteinander anstatt gegeneinander leben können oder wozu er ein Leben lang gerackert hat. "Leit, lasst's doch d'Leit lebm", sagt der Bayer, ja, Leute, lasst einander doch leben! Wo bleibt denn die Vernunft, die Gemeinschaft, die Gerechtigkeit, wenn jeder gegen jeden angeht? Das hat nichts mehr mit Bewusstsein zu tun, im Gegenteil, das zeigt geradezu einen Mangel an Bewusstsein! Jeder versucht zu verteidigen, was er hat, und es geht allen noch viel zu gut, denn sonst gäbe es auch nichts zu verteidigen! Gleichzeitig muss man sich fragen, ob denn erst alle alles verlieren müssen, um wieder miteinander zu arbeiten, anstatt gegeneinander?

Als vor Jahren die Deiche entlang der Elbe brachen, stand Nachbar neben Nachbar und stapelte Sandsäcke. Da gab es eine klare Bedrohung von Außen: Der Fluss gegen die Bewohner. Heute fühlen sich auch wieder alle Bewohner bedroht, aber es gibt keinen klaren Feind. Jeder bedroht jeden, und damit wird auch der Mangel an Bewusstsein deutlich. Leben und leben lassen, darum geht es doch. Das Problem liegt beim Lassen, denn keiner scheint dem anderen lassen zu wollen, was dieser hat. Dabei sollten alle wissen, dass man auf Dauer nur miteinander und nicht gegeneinander leben kann, dass man im Kriegszustand nie glücklich und zufrieden sein kann und dass man sich auf diese Weise auch nicht verwirklichen kann. Was aber braucht man, um sich selbst zu verwirklichen? Im deutschen Grundgesetz steht, der Mensch habe ein Recht auf Arbeit. Viele lachen und sagen, sie können sehr gut ohne Arbeit leben, andere wiederum beklagen sich, dass man ihnen keine gut bezahlte Arbeit verschafft. Aber es geht nicht um gut oder schlecht bezahlte Arbeit, es geht um die Selbstverwirklichung des Einzelnen, darum, dass dieser mit sich und der Welt zufrieden ist, dass er sich mit sich selbst im Einklang befindet, dass er glücklich ist. Dazu braucht man nicht unbedingt Geld, schon gar nicht "viel Geld".

Betrachtet man Deutsche auf der Straße, so wirken viele verbittert und frustriert. "Nehmen Sie den Köter an die Leine!" Warum kann man denn den kleinen Fiffi nicht rumschnüffeln lassen, und ist es nicht der eigene Frust, der aus diesen Menschen schreit? Ja, die eigene Unzufriedenheit verhält sich umgekehrt proportional zum eigenen Bewusstsein. Der bewusste, über den Dingen stehende Mensch dagegen lebt mit sich im Frieden und lässt auch die anderen leben. Er verspürt keinen Neid und fackelt auch keine Luxuslimousinen ab, er ist mit sich zufrieden und erlaubt anderen deren Statussymbole. Er braucht sie nicht. Er verwirklicht sich, indem er etwas für sich Sinnvolles produziert. Dabei ist es unwichtig, ob diese Tätigkeit gut, schlecht oder gar nicht bezahlt ist. Sie ist sinnvoll, deswegen führt er sie aus.

Stellen wir uns vor, wir lebten in einer Gesellschaft, in der jeder danach strebt, etwas Sinnvolles zu tun, unabhängig vom monetären Nutzen. Ich helfe meiner Nachbarin, mein Nachbar hilft mir, wir fegen gemeinsam die Straße, wir feiern Feste im Park, die Hunde hüpfen umher und die Kinder sind fröhlich und spielen. Für viele mag dies kitschig und irreal klingen, aber ist es das wirklich? Hier in unserer amerikanischen Kleinstadt ist es noch so. Hier haben die Menschen noch ein Lächeln im Gesicht, wenn sie sich begegnen, wenn Kinder spielen oder Hunde herumtoben. Hier gibt es kein Hartz IV und keine staatliche Versorgung und hier käme auch niemand auf die Idee, sich von anderen aushalten zu lassen. Hier herrschen andere Gesetzmäßigkeiten, durch welche zwangsläufig ein anderes Klima entsteht. Schauen wir uns einige dieser Gesetzmäßigkeiten näher an:

- Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wenn ich essen will, so muss ich auch etwas dafür tun, ebenso für alle Güter, die ich besitzen möchte. Ich kann nicht erwarten, dass mich andere ernähren.

- Wenn ich mehr haben will, so muss ich auch mehr leisten. Ich verdiene mir also das Mehr und fordere es nicht von anderen. Wenn ich sehe, dass jemand schwach oder behindert ist, so helfe ich ihm. Dazu brauche ich keinen Staat.

- Wenn jemand unverschuldet in Not gerät, so helfe ich ihm. Auch dazu brauche ich keinen Staat. Darum hat sich früher die Großfamilie gekümmert, und sind wir Menschen denn nicht eigentlich "eine große Familie"?

- Wenn jemand mehr hat als ich, so vergönne ich es ihm. Für mich ist es nicht wichtig, andernfalls würde ich mich mehr anstrengen. Ich halte Zufriedenheit für wichtiger als Reichtum, auch macht Geld allein nicht glücklich.

- Wir sind nicht alle gleich und auch nicht gleich talentiert. Es geht nicht darum, dass alle das Abitur und dieselben Möglichkeiten haben müssen. Wenn mir ein Bein fehlt, so ist das nicht die Schuld der Gesellschaft. Ich verlange deshalb auch nichts von der Gesellschaft, aber eine gute Gesellschaft wird sich um mich kümmern.

Man könnte diese Aufzählung noch weiter führen, doch der Tenor sollte bereits erkennbar sein. Und was hat das mit Bewusstsein zu tun? Ich denke, sehr viel sogar. Bewusst zu sein heißt, über den Dingen zu stehen, den Blick von den Nebensächlichkeiten auf das Wichtige zu richten. Aber was ist nun wichtig? Ist es nicht wichtiger, mit sich selbst und allen anderen in Frieden leben zu können, als mit sich selbst und allen anderen im Krieg? Bewusstsein hat - wie gesagt - mit Wissen zu tun, und zum Wissen gehört, dass ich mich auch bilde. Unwissen jedoch, in Verbindung mit einem Mangel an Bewusstsein, ist es ja gerade, was jede Gemeinschaft früher oder später ruiniert. So hat z.B. ein Großteil der deutschen Bevölkerung nur sehr wenig Ahnung von Volks- und Marktwirtschaft. Ist das denn wichtig? Schauen wir uns die gegenwärtige Situation an:

Gerade wird wieder im Öffentlichen Dienst gestreikt. Die Bediensteten klagen, dass sie von ihrem Verdienst nicht angemessen leben können, obwohl bekannt ist, dass die Kommunen aufgrund der Wirtschaftskrise unter Geldmangel leiden. Die Bediensteten verweisen auf die Boni der Banker und wollen mehr. Dabei stört es sie nicht, dass immer mehr Beschäftigte in der freien Wirtschaft ihre Arbeitsplätze verlieren oder gezwungen sind, für weniger Geld zu arbeiten. Die Linken argumentieren, dass mit einem Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde mehr Geld für den Konsum zur Verfügung stünde und dadurch die Konjunktur angekurbelt würde. Was aber würde wirklich geschehen?

Erhalten die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst mehr Geld, so müssen die Kommunen die Gebühren erhöhen. Wasser, Müllabfuhr, Kindertagesplatz und Krankenhausaufenthalt kosten dann mehr. Dadurch gerät der Beschäftigte in der freien Wirtschaft unter Druck und verlangt ebenfalls mehr Lohn und der Staat muss die Sätze der Hartz IV-Empfänger erhöhen. Gleichzeitig verlangen die Beamten und Rentner mehr Geld, und letztendlich hat jeder weniger, weil er in eine höhere Steuerprogression rutscht. Es geht also keinem besser. Jeder hat nur mehr Geld in der Tasche, während das Geld aufgrund der zwangsläufigen Teuerung weniger wert ist.

Nun leben wir aber nicht mehr im Mittelalter, sondern in einer globalen Gesellschaft. Steigen die Preise in Deutschland, so verteuern sich die deutschen Exporte. Steigen die Preise für deutsche Maschinen mehr als die der japanischen, so kauft der Kunde japanische und der deutsche Fabrikant muss Arbeitskräfte entlassen. Weniger Arbeitsplätze in Deutschland führen aber wieder zu mehr Langzeitarbeitslosen und damit zu höheren Staatsausgaben, die, sofern sie nicht durch weitere Steuererhöhungen ausgeglichen werden können, zu einer höheren Staatsverschuldung führen. Eine steigende Staatsverschuldung führt aber zur Gefährdung der gemeinsamen Währung, und das ist es, worum es gerade in Bezug auf Griechenland, Portugal, Spanien oder Irland geht. Der Euro gerät unter Druck, er sinkt im Wert, worauf alle Importe teurer werden, und dazu gehören Ölprodukte, Erdgas, Nahrungsmittel und auch ausländische Autos. Das Fazit ist, dass mit jeder einheimischen Lohnsteigerung die Wirtschaft in Deutschland mehr abgewürgt wird und es allen Deutschen schlechter geht, während die Wirtschaft in Billiglohnländern wie China boomt.

Wie könnte uns ein höheres Bewusstsein in diesem Fall helfen? Wir müssen uns bewusst werden, dass wir nicht einfach nur immer mehr verlangen können, denn jedes Mehr führt zu Weniger! Wir müssen uns bewusst werden, dass die westliche Gesellschaft übersättigt ist, dass sie überpoduziert, dass schon zu viele Menschen damit beschäftigt sind, etwas zu vermarkten, was im Prinzip keiner wirklich braucht. Wir müssen uns bewusst werden, dass der Staat nicht für alles zuständig sein kann, weil nicht immer weniger Steuerzahler immer mehr Staatsdiener bezahlen können. Man braucht nicht für alles einen Schein und ein Papier, mehr Freiheit würde die Selbstinitiative und -hilfe unterstützen, die durch zu viele Vorschriften und Regulierungen unterdrückt und abgewürgt wird. Doch dagegen wehren sich all jene, die von der maßlosen Bürokratie leben.

Doch wohin dann mit den vielen Beamten, den Bediensteten im Öffentlichen Dienst, den Politikern, Abgeordneten und Verwaltungsangestellten, den Verbänden, den Hunderten Krankenkassen, Gewerkschaften, Lobbyisten, Pharmavertretern, mit all jenen, die eigentlich nichts für die Gesellschaft produzieren und diese nur Geld kosten? Brauchen wir wirklich eine Kommunalebene, eine Landesebene, eine Bundesebene und jetzt auch noch eine europäische Verwaltung? Brauchen wir einen Ratspräsidenten, der alle sechs Monate wechselt, damit auch jeder mal drankommt? Brauchen wir Fototermine alle paar Wochen bei immer wieder neuen G8 oder G20 Treffen, bei denen sich immer dieselben Leute treffen und nichts produzieren? Brauchen wir noch mehr Verordnungen über Glühbirnen und Duschköpfe, Bananen und sonstnochwas? Macht uns das glücklicher?


Was zeigen uns die aktuellen Beispiele?

Zur Bewusstseinserweiterung gehört, dass wir uns bewusst werden müssen, dass es auf diese Weise nicht weitergehen kann, dass dies alles zwangsläufig zu einer Reduktion unserer Lebensqualität führen muss, um einen noch schlimmeren Kollaps unseres aufgeblähten Wirtschaftssystems zu verhindern. Doch müssen wir uns auch bewusst sein, dass es vorher zum Krieg kommen wird, nicht zwischen Staaten, sondern zwischen den bereits Besitzlosen und den noch Besitzenden, die ihren Besitzstand verteidigen werden, auch wenn er ihnen nie Glück und Zufriedenheit verschafft hat.

Ich spreche hier nicht von Sozialismus oder Kommunismus. Diese Systeme sind bisher alle gescheitert, im Gegensatz zum Kapitalismus, der den Menschen wenigstens noch einen Grund zur Anstrengung gegeben hat. Eine Gesellschaft, in der keiner mehr etwas tun MUSS, sei es, weil er Bürgergeld bekommt oder weil sich Anstrengung nicht mehr lohnt, ist zum Scheitern verurteilt. Dasselbe gilt auch für kapitalistische Gesellschaften, in denen immer mehr produziert werden MUSS, was niemand wirklich braucht.

Was wir brauchen, ist eine Gesellschaft, in der der Einzelne von sich aus etwas zum Wohl der Gemeinschaft beitragen WILL, weil es sinnvoll ist, weil es der Gemeinschaft nützt und weil es auch ihn befriedigt. Wir brauchen eine Gesellschaft, in der man wieder zufrieden leben kann, in der sich Menschen auf der Straße wieder zulächeln und in der Kinder und Hunde wieder zwanglos und frei aufwachsen können, kurzum, wir brauchen dringend mehr Bewusstsein.

Eine bewusste Gesellschaft braucht weniger Gesetze und Verordnungen, weil der bewusste Mensch von sich aus nichts tun wird, was der Gemeinschaft schadet. Bewusste Gesellschaften brauchen keine aufgeblähten Verwaltungen, keine Gewerkschaften und Betriebsräte, sie brauchen nicht Millionen von Staatsdienern und Armeen, weil ihre Bürger verantwortungsbewusst miteinander umgehen. Eine bewusste Gesellschaft braucht nicht noch mehr Steuerfahnder und immer neue Steueroasen, weil sie mit nur geringen Steuern auskommt. Aber eine bewusste Gesellschaft braucht Mitglieder, die sich der Zusammenhänge innerhalb ihrer Gesellschaftsstruktur bewusst sind und die deshalb ihrer Gesellschaft weder absichtlich noch unwissentlich schaden. Das ist die Gesellschaft, wie ich sie mir nach dem Bewusstseinssprung vorstelle, über die Caro in unserem Band 3 schreibt und wie sie schon Neale D. Walsch in seinem 3. Band beschrieben hat. Das ist es, was uns nach dem Bewusstseinssprung erwartet.


Anmerkung: Die aktuellen Beispiele wurden speziell für unsere deutschen Leser ausgewählt. Andere Länder haben andere Probleme und deren Bewohner sind auf andere Weise bewusstseinsverengt. Alle Beispiele dienen der Erklärung und stellen keine Wertung dar.


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