Posted from 80.134.13.244 by M.Mahase on August 09, 2003 at 10:58:46:
Hi,
eine Frage beschäftigt mich:
Wieso müßt Ihr für eine Kontaktaufnahme zu einer Seele den Name, Geburtsdatum und Todesursache wissen, wenn Ihr gleichzeitig sagt, das Medium würde diese Daten nicht erhalten, sie seien nur zu Eurer Information...??
Und wie kann das Medium dann überhaupt mit dieser speziellen Seele Kontakt aufnehmen? Eventuell, weil die Seele weiß, dass jemand mit ihr sprechen möchte?? Aber wieso braucht Ihr dann fünf bis zehn Fragen? Die Seele müßte dann doch genauso wissen, was man/frau mit ihr besprechen möchte, oder?
Danke & Gruß
M.Mahase
Posted from 213.23.210.4 by Ghee on August 09, 2003 at 12:31:26:
In Reply to: Kontaktaufnahme posted by M.Mahase on August 09, 2003 at 10:58:46:
>Wieso müßt Ihr für eine Kontaktaufnahme zu einer Seele den Name, Geburtsdatum und Todesursache wissen, wenn Ihr gleichzeitig sagt, das Medium würde diese Daten nicht erhalten, sie seien nur zu Eurer Information...??
Readings werden mindestens zu zweit abgehalten. Der Leiter des Readings (hier "Pimp" genannt) und das in Trance gefallene Medium. Die Daten sind für dem Pimp, der dadurch feststellt, ob das Medium tief genug in Trance ist, um eine deutliche Verbindung zu bekommen und somit gute Infos zu erhalten. Dem Medium werden diese Infos mit Absicht vorenthalten. Medien zweifeln oft sehr an sich und ihrer Gabe, weswegen sie auf gutes Feedback angewiesen sind. Wenn der Pimp also schon vorab einige Daten bestätigen kann, ist das besser.
>Und wie kann das Medium dann überhaupt mit dieser speziellen Seele Kontakt aufnehmen?
Oft warten die betreffenden Seelen schon. Falls nicht führt der Guide des Mediums sie zur Seele, oder holt ggf. den Guide der betreffenden Seele heran. Es kommt immer auf den speziellen Fall an.
>Eventuell, weil die Seele weiß, dass jemand mit ihr sprechen möchte?? Aber wieso braucht Ihr dann fünf bis zehn Fragen? Die Seele müßte dann doch genauso wissen, was man/frau mit ihr besprechen möchte, oder?
Die Übermittlung ist ansich schon nicht mal eben aus dem Ärmel zu schütteln wie ein simpler Anruf ;)) Und selbst wenn das so einfach wäre, wie oft kommt man vom Thema ab? Die Kommunikation findet über Gedanken statt, in diesem Moment konzentriert sich die Seele auf das Reading und ist beim Medium. Sie kann zwar gleichzeitig ebenfalls hier bei dir sein, was aber dort drüben nicht gleichzeitig ist, sofern man das so ausdrücken kann. Die Seele kann sich ja nicht teilen ;)
So sollte zumindest der Pimp wissen, was dem Sitter (dem Reading-Auftraggeber) am Herzen liegt, was dieser speziell wissen möchte. Hinzu kommt, dass die Seele eventuell schon viel weiter ist und somit ihr Interesse nun ganz anders gelagert, daher lieber über ein anderes Thema sprechen würde. Sie weiss dann zwar, was dir persönlich als Beweis nützlich wäre, sieht es aber eventuell anders.
Ich weiss jetzt nicht, ob ich das so verständlich rüberbringen konnte, bei dieser Hitze ist das etwas schwierig für mich *ächz*
Besten Gruß
Ghee
Posted from 208.157.46.90 by Caro on August 09, 2003 at 12:45:38:
In Reply to: Kontaktaufnahme posted by M.Mahase on August 09, 2003 at 10:58:46:
--Wieso müßt Ihr für eine Kontaktaufnahme zu einer Seele den Name, Geburtsdatum und Todesursache wissen, wenn Ihr gleichzeitig sagt, das Medium würde diese Daten nicht erhalten, sie seien nur zu Eurer Information...??--
Wir muessen diese Daten nicht wissen, um einen Kontakt herzustellen. Aber es ist ein Entgegenkommen des Sitters, wenn wir diese Informationen erhalten. Es erleichtert uns die Arbeit - Fragen an die Seele koennen gezielter gestellt werden, Situationen koennen leichter eingeschaetzt werden (Suizid, lange Krankheit, ploetzlicher Tod, etc.).
--Und wie kann das Medium dann überhaupt mit dieser speziellen Seele Kontakt aufnehmen? Eventuell, weil die Seele weiß, dass jemand mit ihr sprechen möchte??--
Kein Kontakt geschieht "zufaellig". Die Seele weiss allerdings nicht immer, dass wir zu ihr Kontakt aufnehmen wollen. Handelt es sich um eine Seele im GG, so hat sie keine Ahnung (es ist ihr nicht bewusst), wohl aber ihre Guides....Und so schliesst sich der Kreis. Der Sitter moechte den Kontakt, die Seele und/oder ihre Guides ebenfalls - die Zusammenfuehrung findet statt.
Dafuer braucht es weder Namen, Todestag, noch andere Angaben. Aber sie verhelfen uns waehrend der Sitzung zu einem besseren Ueberblick.
--Aber wieso braucht Ihr dann fünf bis zehn Fragen? Die Seele müßte dann doch genauso wissen, was man/frau mit ihr besprechen möchte, oder?--
Ja, die Seele weiss in der Regel, was der Sitter wissen moechte. Wenn wir aber keine Fragen an die Seele richten, wird sie das erzaehlen, was sie fuer wichtig haelt. Das ist fast nie das, was der Sitter gerne beantwortet haben moechte...:-) Denn auch "drueben" sind die Prioritaeten verschieden. Das, was fuer den einen enorm wichtig ist, ist fuer den anderen voellig uninteressant.
Der Kontakt via Reading ist eine Moeglichkeit von unendlich vielen.. Das Reading hat seinen Rahmen. Es werden Fragen gestellt, es wird geantwortet. Das ist das "Spiel".
Es gibt auch Sitzungen, die andere "Spielregeln" haben. Dort wird keine Seele gerufen, sondern diejenige, die am staerksten "durchkommt", darf sprechen. Sie sagt das, was sie sagen moechte und geht wieder. Auch ein "Spiel", ein anderes eben.
So geht es weiter - ob Kontakt im Traum, via Pendel, via Reading, via OBE, etc....jedes Ritual hat seine Regeln, seine Spielregeln. So, wie du Baseball auch ohne Ball spielen koenntest, sondern mit einem Flummi...Das Spiel waere etwas anders, ja, aber der gewuenschte Effekt bleibt.
Unsere Readings bieten dem Sitter die Moeglichkeit, Fragen an den Verstorbenen zu stellen und diese auch beantwortet zu bekommen. Es ist eine Variante von vielen.
Wuerden wir keine Fragen an die Seele stellen, waeren die "Spielregeln" veraendert. Diese Art der Readings ist weit verbreitet - Reading ohne Fragen, weshalb dort auch keine beantwortet werden...
Ebenso koenntest du Fragen, warum wir ueberhaupt Kontakt mit der betreffenden Seele aufnehmen, wenn sie doch schon weiss, was der Verstorbene wissen will. Sie koennte dem Verstorbenen schliesslich im Traum erscheinen oder sich gar fuer ihn materialisieren. Sie "koennte" vieles - aber wenn der Weg des Sitters der Weg ueber ein Reading sein soll, dann wird es auch so sein. Genauso, wie ein luzider Traum sein Weg sein wird, wenn es so sein soll.
Alles Liebe
Caro
Posted from 208.157.46.170 by Peter on August 09, 2003 at 13:50:28:
In Reply to: Kontaktaufnahme posted by M.Mahase on August 09, 2003 at 10:58:46:
> Wieso müsst ihr für eine Kontaktaufnahme zu einer Seele Namen, Geburtsdatum und Todesursache wissen, wenn ihr gleichzeitig sagt, das Medium würde diese Daten nicht erhalten, sie seien nur zu eurer Information...?
wir "müssen" nichts wissen, ich kann Seelen auch ohne jegliche Informationen über sie rufen!
> Und wie kann das Medium dann überhaupt mit dieser speziellen Seele Kontakt aufnehmen? Eventuell, weil die Seele weiß, dass jemand mit ihr sprechen möchte?
Natürlich weiß die Seele doch schon vor dem Reading, dass es zu einem Reading kommen wird! Außerdem sieht die Seele doch ihre Angehörigen!
> Aber wieso braucht ihr dann fünf bis zehn Fragen? Die Seele müsste dann doch genauso wissen, was man mit ihr besprechen möchte, oder?
Wir brauchen auch keine fünf bis zehn Fragen, und ja, die Seele weiß meist auch sehr genau, was den Sitter bedrückt und was dieser wissen will.
Schau, ich habe meinen eigenen Stil, und ich verwende meinen Stil, weil ich ihn für besser und produktiver halte. So halte ich die Sitzungen auch immer ohne den Sitter ab, weil dieser die Sitzung erfahrungsgemäß eher behindert. Ich unterhalte mich also MIT der Seele und "interviewe" sie FÜR den Sitter. Aber um sinnvoll mit einer Seele sprechen zu können, sollte ein "Interviewer" doch wenigstens einige Dinge über den "Interviewten" wissen! Und genau deshalb bitten wir um diese Informationen. Sie sind für mich und nicht für das Medium!
So spreche ICH die Seele lieber mit Namen an, das ist doch viel persönlicher, und so will ICH wissen, wie lange sie schon tot ist, damit ICH schon eine Vorstellung habe, wie hoch die Seele bereits sein könnte, und in welcher Verfassung ich sie unter Umständen antreffen werde. Auch will ICH wissen, woran sie gestorben ist, damit ICH mich schon vorher auf eventuelle Probleme der Seele einstellen kann, und natürlich muss ICH doch wissen, was den Sitter interessiert, damit ich mich mit der Seele nicht über Dinge unterhalte, die zwar mich, aber nicht den Sitter interessieren!
Wenn Larry King (amerikanischer Talkmaster) einen Gast interviewt, so hat er sich doch auch auf das Gespräch vorbereitet und setzt sich nicht einfach nur hin und sagt "Hallo Unbekannter"! Vielmehr geht er auf den Gast ein, weiß, was die Zuschauer interessiert, was er also den Gast fragen soll, und er kennt auch die wichtigsten Etappen im Leben seines Gastes.
Ich halte die Sitzung wie ein Interview ab. Dabei gehe ich auf die Seele ein, lasse sie reden, frage aber nach, wenn ihre Aussagen zu unklar sind, zu "verschwommen", oder wenn sie vom Sitter missverstanden werden könnten. Dabei bringe ich die Seele zum Reden, wenn sie nicht viel von sich aus sagt, gehe auf ihre Situation ein, auf ihre Probleme, besonders, wenn sie noch tief schwingt und noch Umstellungsschwierigkeiten hat, und versuche so viel wie nur möglich für den Sitter aus der Seele und über ihr Befinden rauszuholen.
Die meisten Trostmedien übermitteln nur das, was sie bekommen, egal, ob es verständlich oder unverständlich ist, und egal, von welcher Seele es kommt. Ich kenne das doch vom Reading, das ich selbst hatte (siehe Kapitel "Mein Beweis"), und von den vielen Readings der englischen Medien, die ich studiert habe. So war es für mich nie zufriedenstellend, wenn in einem Reading fünf bis acht Seelen auftauchten, jeweils nur wenige Sätze sagten, und der Sitter konnte hinterher herumraten, wer die wohl gewesen sein könnten! Ich weiß bis heute noch nicht, welche Seelen in meinem eigenen Reading neben meiner Frau aufgetaucht waren! Und nach zig ähnlichen Readings für Klienten, denen es wie mir erging, fing ich an, die Sitzungen zu "moderieren", um aus einem oft unproduktiven Chaos eine "vernünftige Sitzung" zu machen, und um für die Sitter mehr aus diesen Sitzungen rauszuholen.
Anhand deiner Fragestellung vermute ich, dass du eine gewisse Vorstellung von, oder bereits auch Erfahrung mit einer Sitzung hast, und wie Trostmedien üblicherweise arbeiten, oder du bist vielleicht sogar selbst ein "Medium" und vermutest hier "Betrug", da wir ja so viel "wissen müssen"...
Nein, wir arbeiten SEHR anders, und ich meine auch viel besser, sonst würde ich nicht so arbeiten! Bei uns sitzt kein Sitter einem halbwachen Medium gegenüber, das Bilder und Symbole empfängt und - bedingt durch eine oft zu seichte Trance, Ego-Einfluss und persönliche Vorstellungen vom Jenseits - diese für sich selbst interpretiert und "übersetzt". Ich hörte schon zu viel Unsinn, der von solchen "Medien" produziert wurde!
Mein Medium befindet sich in so tiefer Trance, dass es der Seele KEINE Fragen stellen KANN! Deshalb spreche auch ICH mit der Seele, wie vorher beschrieben, und für den Sitter, der meist noch zu wenig oder gar nichts vom Jenseits versteht, und auch oft viel zu emotional und zu aufgeregt ist. Ein "Medium", das nicht tief in Trance ist, wird von einem aufgelösten Sitter sicher weniger gestört als ein sehr feinfühliges Medium, wie ich es verwende. Und ein Medium kann sich auch nur dann tief in Trance fallen lassen, wenn es sich sicher fühlt und weiß, dass jemand aufpasst! Das aber kann kein unerfahrener Sitter.
Verstehst du jetzt besser, dass wir ANDERS arbeiten und ganz andere Sitzungen abhalten? Ja, und deshalb bitten wir für diesen Aufwand auch um eine etwas höhere Spende als das "Medium", bei dem du vielleicht schon warst. Aber das verbrachte vielleicht 50 Minuten mit dir, während wir hier schnell mal zehn Stunden in ein Reading investieren, zumal wir zu dritt arbeiten, das Medium selbst, ich als der "Gesprächsleiter", und Caro, die das schriftliche Protokoll hinterher auf (die in Trance sehr zahlreichen) Tippfehler korrigiert, kommentiert, und dem Sitter erklärt. Wir machen also nicht nur ein Reading, wir bearbeiten oft Problemfälle, und wir sind auch sehr gut in dem, was wir tun und wie wir es tun.
Alles Liebe,
Peter
Posted from 217.227.35.213 by Cozypaul on August 09, 2003 at 16:20:21:
In Reply to: Kontaktaufnahme posted by Ghee on August 09, 2003 at 12:31:26:
ich habe diese Diskusision sehr intensiv vefolgt.Diese Frage die M.Mahase gestellt hat,
hat mich auch sehr bescheftigt.Ich habe mir auch gedacht, dass es so organisiert ist und
dass die Namen und Alter etc.. nur unsere "Erfindung" sind.
Ich danke Euch sehr herzlich fuer diese Antworten....
viele liebe Gruesse an Euch
Cozypaul (Paul)