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Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?!

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Posted from 217.185.116.53 by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:

Hallo Zusammen,

ich lese und lerne nun seit einigen Wochen hier im Forum. Viele hier haben ihre Angehörigen verloren und sind aufgrunddessen hierher gekommen um Rat, Hilfe, Trost zu finden und zu lernen.
Ich hoffe ich werde von den Betroffenen nicht *gesteinigt* wenn ich sage, daß ich das damit verbundene Leid nicht nachvollziehen kann. Und hoffe niemanden dadurch zu verletzen.
Ich schreibe weil ich mich über mich selbst wundere, es emotional nicht nachvollziehen kann aber durchaus Verständnis habe.
Ich vermute es liegt ganz einfach daran das der Tod in meinem Plan keine hochemotionale Rolle spielt.
Bislang starben in meiner Kinder-und Jugendzeit nur meine Großeltern und unser Hund. Über ihn weinte ich weil er Schmerzen erleiden mußte - und weil man (vorgelebt) nun traurig zu sein hatte weil er nicht mehr da ist. Das Rätsel, Geheimnis und Unheimliche war damals für mich wo ist die Lebendigkeit hin aus dieser zurückgelassenen Hülle.? Und genau diesen Fragen, den Dingen hinter den Dingen galt schon immer mein Hauptinteresse.
Wenn ich nun mit Trauernden am Grab stand dachte ich darüber nach wem nun die Tränen galten. Doch nicht dem Toten der so gehen mußte vielmehr ging es doch um den eigenen Verlust und das führte mich zum Thema Liebe.
Nach einigen schmerzhaften Erfahrungen und Verlusten begann ich mir darüber Gedanken zu machen. Ich glaube die allermeisten Menschen suchen immernoch zu sehr im Außen "Ich liebe Dich weil ich Dich brauche" und daher hat ein Verlust Folgen wie Depression bis hin zu Suizidgedanken. Die reife Liebe kann leichter gehen lassen.
Oder sehe ich da was falsch?

Weihnachtsgrüße von Malin




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Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?!


Posted from 62.104.205.81 by Miller on December 25, 2003 at 10:59:54:
In Reply to: Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?! posted by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:


Hallo, ich weiß nicht ob dir das was ich jetzt schreibe unbedingt hilft, aber ich wollte es auch mal loswerden...

Ich glaube, dass Trauer um Verstorbene auch eine weitestgehend gesellschaftliche Entwicklung ist. Wäre uns allen von der Kindheit an gesagt worden, dass sterben was schönes ist und man die Toten nicht verloren hat dann wären wir auch alle viel weniger traurig... wenn ich jetzt noch weiter ausholen wollte könnte ich gut auf die Kirche zu sprechen kommen die so viel Unheil angerichtet. Kriege finanzieren... Menschen unsinnig Angst machen (Himmel - Hölle), Rumhurerei.... an all dem ist die Kirche mit schuld!




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Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?!


Posted from 157.161.32.115 by Blanche on December 25, 2003 at 11:56:19:
In Reply to: Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?! posted by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:


Liebe Malin,

wenn ich an meine Kind- und Jugendzeit zurückdenke, dann erinnere ich mich noch gut daran, dass auch ich niemals um Verstorbene getrauert habe. Meine Eltern befremdete dieses Verhalten sehr. Da ich medial geboren bin und mich als Kind selbstverständlich auf verschiedenen Ebenen bewegte, waren diese „Verstorbenen“ ja nicht weg, sondern unter uns, und ich verstand die ganze „Trauerei“ meiner Familie nicht, ich empfand es mit meinem kindlichen Verstand „als komisch“...:-)

Heute bin ich immer noch medial, wurde jedoch trotzdem durch die gesellschaftlichen Normen so geprägt, dass ich den Heimgang von lieben Wesen nicht mehr so locker nehmen kann, wie in meiner Kindheit.

An ein Erlebnis, welches mich traumatisierte, kann ich mich allerdings erinnern. Meine geliebte Katze wurde vor meinen Augen erschossen...:(... Was in diesen beiden Männern vorging, die meine Katze ermordeten und mich zwangen, dabei zuzusehen, kann ich nicht nachvollziehen – sie taten ihre Pflicht, sie hatten den Auftrag dazu. Hier tippe ich auf mangelndes Mitgefühl für andere Menschen oder Wesen - und das bedingt ein niedriges BW.

Mit tieferem Verständnis für die Pläne und Ueberpläne kann man sich davon befreien, solche Menschen zu verurteilen oder zu hassen. Damit bin ich jetzt etwas vom Thema abgeschweift, aber es hat mit der Bewusstseinserweiterung zu tun, die wir hier beim Jenseitsstudium erfahren dürfen.

Du siehst nichts Falsches und wenn es dir gelingt, für diese Menschen, die noch nicht so weit sind, wie du, Verständnis und Mitgefühl aufzubringen, dann bist du zu beglückwünschen.

Alles Liebe,
Blanche


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Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?!


Posted from 80.138.40.175 by Ulrike on December 25, 2003 at 13:46:17:
In Reply to: Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?! posted by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:


Liebe Malin,

ich gebe dir in allem von dir Gesagten recht: die Plan-Kiste, die Ego-Kiste (ja auch wieder Plan, auch wann und wie wir uns nach und nach davon befreien können...)

Ich kenne beides: die Verzweiflung unsagbar tiefer Trauer wegen mangelnden Vertrauens darauf, ob man jemanden je wiedersehen wird (KLAR Ego-Kiste, denn selbst bei fehlendem inneren Jenseits-Wissen: Auch wenn man glaubt, dass es den Betreffenden "nicht mehr gibt" - für IHN hätte seine Nicht-mehr-Existenz ja dann keinerlei Belang mehr...)
Und KLAR irgendwie "unreife Liebe", da man das Gefühl hat, ihn zu BRAUCHEN, um glücklich zu sein... und Brauchen ist immer die falsche Basis für Liebe.

Und selbst wenn man nach und nach Vertrauen darauf gewinnt, dass es dem Verstorbenen jetzt gut geht und man ihn irgendwann, in irgendeiner Form, wiedersehen wird: Das Ego gibt sich erst mal noch nicht ganz zufrieden: "Und wie soll ich die ganze "irdische" Zeit hier noch so lange ohne ihn klar kommen? Ohne ihn ganz oft und deutlich und auch körperlich bei mir zu spüren?"
Das ist wahrscheinlich bei den meisten (auch bei mir) die 2.Stufe. Wieder Ego.
Aber die SEELE will diese Ego-Gefühle erleben - kann sie ja nur hier!

Die 3. Stufe kommt auch bei mir jetzt erst so nach und nach: Erstens merke ich, dass ich sehr wohl ohne ihn klarkomme (auch wenn ich ihn oft sehr vermisse), zweitens wächst das Vertrauen in meinen ganz persönlichen Plan nach und nach: Es hat einen Sinn, dass ich noch hier bin und ich will kein "Spielverderber" sein. Ich vertraue meiner VS, meinen Guides, meinem Plan.
Und erst DADURCH ist ein Großteil meiner Trauer von mir gewichen.

Dieser ganze Prozess war bei mir wohl geplant und ist es wohl bei vielen.
Trauer KANN ein mächtiger Anstoß zur Bewusstseinserweiterung sein, es gibt aber auch viele, viele andere Möglichkeiten. Vielleicht hast du die Trauer-Kiste ja auch schon zur Genüge in anderen IK's durchlebt, sodass für dich jetzt ganz andere Lerninhalte dran sind?

Ja das liebe Ego, das ist so 'ne Sache... einerseits brauchen wir es hier, um irdisch erleben zu können, andererseits kann's einen schon manchmal zur Verzweiflung bringen, wenn man auf Bewusstseinserweiterung aus ist *gg*.
Aber da der Kampf gegen das Ego (der meist wohl auch wieder Ego-bedingt ist *smile*) dann ja ohnehin wieder sinnvoller Erlebenswunsch ist... es einfach annehmen und wertschätzen - auch wenn's das "fiese Ego" ist? Und mit diesem Denkansatz LÄSST es ja vielleicht ja auch schneller locker?? ;-))

Wie auch immer... alles Liebe wünsch ich dir und ein tolles Jahresende! Uli



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Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?!


Posted from 217.162.72.11 by Monika on December 25, 2003 at 18:48:01:
In Reply to: Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?! posted by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:


Hallo Malin
Solange es nicht mich selbst betroffen hatte, verstand ich auch nicht, warum die Leute so ein Drama draus machen, schliesslich wissen wir doch von Geburt auf, dass wir geboren werden zum sterben.
Als "es" aber über uns gekommen war, und nicht etwa in Form von alten Leuten (sprich Eltern, mein Vater ist 80 Jahre, meine Mutter 70 Jahre, mein Grossvater 92 Jahre), sondern meinen 15jährigen Sohn "getroffen" hatte, sieht es eben anders aus...
Du siehst nichts falsch, aber die Perspektive ändert sich als selbst Betroffener...
Als meine Grossmutter vor 10 Jahren mit 92 Jahren starb, war dies selbstvertändlich, und sonst musste ich mich in meiner jetztigen IK noch nie mit einem Todesfall auseinandersetzen. Wohl starb eine Tante mit deren Tochter bei einem Verkehrsunfall, als ich 10 Jahre alt war, doch das hat mich dazumal noch nicht emotional so mitgenommen, wie bei meinem eigenen Sohn (aber auch die Erklärung warum das so ist, findest du im WW).
Wie Uli dir schon geschrieben hat, hast du vielleicht diese Erfahrungen/Lektionen schon hinter dir und es scheint für dich natürlicher. Auch wie Miller geschildert hat, vieles ist auch den Kirchen anzukreiden. Ich kann auch ein Liedchen davon singen. Kath. aufgewachsen mit Sünde/Hölle und dergleichen. Darum empfand auch ich es in der ersten Phase als eine Art Bestrafung Gottes, sorry, aber mit diesen doofen Dogmen sind wir aufgewachsen. Die erste Handlung nach dem Unfall war, dass ich meinen 2. Sohn vom kath. Religionsunterricht dispensiert habe...Das es eben ein bisschen anders ist, habe ich zwar immer gefühlt, aber die Bestätigung habe ich erst auf diesen Seiten gefunden.
Somit siehst du, warum wir solch "verrückten" Pläne ausdenken müssen, damit jeder seine BW-Erweiterung in irgendeiner Form erleben kann.
LG, Monika


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Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?!


Posted from 217.227.251.237 by Kev. on December 25, 2003 at 19:21:04:
In Reply to: Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?! posted by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:


hallo!
die reife liebe kann eher gehen lassen.... hhhmpf... das weiß ich nicht sogenau...
aber der mensch kann nicht sagen: ich brauche ihn/sie sosehr, ohne kann ich nicht leben.
liebe geben zu dürfen ist, so glaube ich, das höchste gut!!!!
ich glaube, wenn man bereit ist liebe zu geben ohne gegenleistung zu erwarten, dann ist das schon ein ganz schöner schritt nach vorne...
als kind trauert man nicht, man ist viel zu wenig belastet von dem, was uns in der entwicklung noch alles passiert... man trauert erst, wenn mann schon ein ganz großes stück hinter sich gelegt hat (ende offen) und empfindungen ganz anders spürt und wahrnimmt... ich glaube, es ist schlichtweg ein reifeprozess.... nur wer liebe gibt, kann sie empfangen... nicht umgekehrt....
ich hoffe, es geht dir gut, gerade zu weihnachten...
lieben gruß
deine Kev.


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Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?!


Posted from 217.229.114.250 by Anitram on December 25, 2003 at 19:57:29:
In Reply to: Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?! posted by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:


Hallo liebe Malin

es ist schwer jemanden gehen zu lassen.
In meiner Trauer um meine Mutter habe ich mich oft gefragt, warum ich nicht sooo trauert kann, wie es viele Mitmenschen in meiner näheren Umgebung tun.
Natürlich gab es und gibt es immernoch emotionale Augenblicke, wie z.B. Weihnachten, wo auch ich weinen kann.
Es ist das Wissen das der Tod nicht das Ende ist, das es weitergeht. Der Tod stellt nur einen Übergang dar. Meine Medialität hat mit dies immerwieder, vor dem Wissen um das Jenseits, bestätigt.
Es ist schön, nicht nur rein theoretisch zu wissen, sie sind alle noch da, auch das Erleben läßt einen in seiner Trauer ruhiger werden.

Mitmenschen, die nicht unser Wissen haben, sehen natürlich den Tod als etwas Endgültiges an. Aus und vorbei... Wenn dann die Liebe zu dem Verstorbenen so stark war, fallen viele in Depressionen und auch Suizidgedanken. Ich möchte solchen Menschen gerne mein Wissen weitergeben, spüre aber gleichzeitig, daß sie es nicht annehmen würden, sie verschließen sich vor jedem Versuch. Ich möchte bei solchen Begegnungen manchmal laut schreihen.... sieh' doch, sie sind noch da ! Das Ende vom Lied ist...ich bin still:(

>Ich glaube die allermeisten Menschen suchen immernoch zu sehr im Außen "Ich liebe Dich weil ich Dich brauche"

Die Angst vor dem Alleinsein. Wenn man diesen Menschen doch nur sagen könnte, daß wir nicht alleine sind !

@Kev. Kinder trauern sehr wohl !
Sie gehen nur anders mit ihrer Trauer um, sind oft abgelenkt.Meine Tochter ist mir bei der Trauerfeier fast zusammen gebrochen. Auch heute noch sehe ich die Trauer in ihren Augen, wenn wir über Oma sprechen.
Aber durch das offene Thema Medialität/Jenseits/Seelen in meiner Familie geht auch sie
mit dem "Verlust" ihrer Oma recht offen um. Mein Sohn ist auch medial. Für ihn ist es "normal" wenn sich Oma bei ihm im Zimmer aufhält.

Ich wünsche allen noch schöne Weihnachten und viel Kraft denjenigen, die jemanden haben gehen lassen müssen.

Liebe Grüße
Martina



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Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?!


Posted from 82.82.106.91 by Jörg on December 25, 2003 at 23:44:59:
In Reply to: Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?! posted by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:


Hallo Malin,

bis zum 10. September hatte ich genau die gleiche Einstellung zum Trauern wie Du. Bis dahin hatte ich auch schon Sterbefälle erleben müssen. Trotzdem war ich immer der Meinung, Trauern heißt in erster Linie, sich selbst zu bemitleiden. Und auch heute würde ich nicht sagen, dass ich ganz von dieser Auffassung weg bin.

Als ich vom für mich völlig unerwarteten Tod meiner Mutter erfuhr, war das aber plötzlich ganz anders für mich. Für meinen täglichen Ablauf in meinem Leben spielte meine Mutter in den letzen Jahren keine Rolle mehr. In den letzten beiden Jahren war der Kontakt sogar ganz abgebrochen. Wir sind nicht im Streit auseinandergegangen. Der Grund für den Abbruch der Beziehungen ist nur sehr schwer zu erklären und so ganz verstehe ich es heute auch noch nicht. Vorher hatten wir 32 Jahre lang eine sehr intensive Beziehung.

Was ich Dir sagen will ist, dass ich durch ihren Tod die typische Trauer erleben musste. Völlig untypisch für mich musste ich viel weinen, hatte Schmerzen im Herzen, fühlte mich ausgebrannt, hatte Probleme im Beruf zur Tagesordnung überzugehen... Heute über 3 Monate später trage ich die Trauer immer noch in mir, aber sie laugt mich nicht mehr so aus. Ich kann damit umgehen.

Natürlich habe ich irgendwo auch den Verlust für mich betrauert, aber das ist doch nicht alles. Ich habe wie gesagt 32 Jahre eine intensive Beziehung zu ihr gehabt. Ich habe viele schöne emotional wertvolle Momente mit Ihr erleben dürfen, ebenso haben wir uns gelegentlich auch mal richtig gefetzt. übrigens empfinde ich die damaligen heftigen Auseinandersetzungen heute als positive Erinnerungen. All diese Jahre haben uns deswegen zusammengeschweißt, unsere Seelen haben sich berührt. Wenn Sie dann stirbt, bleibt einem die Luft weg und genau das ist mir passiert.

Die Menschen verarbeiten ihre Trauer nicht immer gleich. Stirbt aber ein Mensch, der einem wirklich sehr viel bedeutet hat, dann ist Trauer meiner Meinung nach unausweichlich. Vor allem dann, wenn der Tod unerwartet kam und der Mensch jung sterben musste.


Liebe Grüße

Jörg


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(8907)


Letztlich weiß ich nicht.....


Posted from 217.185.120.167 by Malin on December 26, 2003 at 00:22:31:
In Reply to: Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?! posted by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:


....welchen Standort ich tatsächlich habe.

Ich habe schon früh auf eigenen Beinen stehen müssen, kann sehr gut alleine sein und habe das *Loslassen* auf andere Weise gelernt. Kann sein das es nochmal ne Situation in meinem Leben gibt die mich eines anderen belehrt aber das glaube ich nicht so recht gerade auch im Hinblick auf das Wissen das ich inzwischen habe.
Ich bin nur immer schnell dabei mich zu hinterfragen (psychologisches Problem ?)wenn bei mir etwas ganz anders ist als andere es erleben.

Ich danke euch für Eure Antworten!

LG Malin


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Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?!


Posted from 195.93.73.6 by Janie on December 26, 2003 at 12:30:04:
In Reply to: Eine Außenseiterin im Umgang mit Tod?! posted by Malin on December 25, 2003 at 10:14:38:


Hallo Malin!

>>Ich schreibe weil ich mich über mich selbst wundere, es emotional nicht nachvollziehen kann aber durchaus Verständnis habe.

Mir geht es ähnlich wie Dir,bisher habe ich noch niemanden gehen lassen müssen,der mir emotional sehr nahe stand.Trauer in diesen Ausmaßen,wie sie die meisten hier erlebt haben,kenne ich also auch nicht.
Als meine beiden Großmütter vergangendes Jahr starben,konnte ich nicht trauern,weil ich wußte/weiß,dass sie noch da sind.Sie standen mir aber emotional auch nicht sehr nahe und beide waren sehr krank,von daher war es aus meiner Sicht sogar erlösend für die beiden.

Aber nur weil wir diese Trauer nie selbst erlebt haben,heißt das doch nicht,dass wir Außenseiter sind oder nicht mitfühlend sein können.Im Gegenteil,ich sehe es oft als "Vorteil",objektiv mit diesen trauernden umgehen zu können.Wenn 2 Menschen leiden,hilft das niemandem,wir sind somit in der lage,wirklich helfen zu können,wenn wir nicht mit leiden,was NICHT bedeutet,dass Menschen,die Trauer erlebten nicht helfen können,jeder Mensch kann helfen.Ich finde,wir ergänzen uns hier,trauernde,nicht-trauernde,mediale,nicht-mediale.Wir sind alle zusammen bestimmt eine große Hilfe für andere und nur das zählt doch.

Was Du über die Liebe sagst,sehe ich ähnlich.Dennoch ist die Trauerphase ein menschliches Gefühl und m.E. hat JEDER Mensch auch das recht zu trauern.
Wir sind nun mal dazu inkarniert,um Gefühle auch erleben zu können und jedes menschliche Gefühl sollte seinen Raum bekommen,um ausgelebt,erlebt zu werden.Und jeder von uns kann jederzeit in eine solche Situation geraten,da ist es nur gut,wenn man sich schon vorher damit auseinander gesetzt hat und wenn nicht,ist es doch gut,wenn Menschen da sind,die mitfühlend und Verständnisvoll zuhören und einem das Gefühl geben,nicht allein zu sein.Ich hoffe jeden Tag,dass wir dies den trauernden hier vermitteln können und durch das Wissen hier den trauernden mehr Verständnis für das Thema Tod und Jenseits zukommt.

Mit diesem Wissen hier ist es vielleicht wirklich einfacher,mit Trauer umzugehen,darauf schwören würde ich nicht,denn würde ich z.B. eines meiner Kinder loslassen müssen,weil sie Ihre IK hier beendet haben,ich wüßte nicht,wie ich mit dieser Trauer fertig werde.Ich hoffe,ich muß es nie erleben.Bedingungslos lieben fällt uns Menschen unheimlich schwer,was ja auch so sein soll.Und jede Trauerphase ist individuell,wie der Mensch selbst.

Liebe Grüße
Janie


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