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Baldige Tod meines Vaters

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Beitrag von Oliver am 20 August 2001 um 08:45:20:

Bei meinem Vater ist am Freitag eine Krebserkankung festgestellt worden und es bleibt ihm nicht mehr viel Zeit zum leben. Ich lese hier im Forum schon eine ganze Weile und
bin fast froh das mein Vater es nun bald geschafft hat und nach "drüben kommt". Aber diese Freude ist nicht von langer Dauer sondern mich zereisst es, wenn ich daran denke was für ein Leidensweg ihm noch bevorsteht und das er auf einmal nicht mehr da ist. Er hat soviel für micht getan und ich weiß nicht wie ich mit dieser Situation umgehen soll.
Vielleicht könnt ihr mir ja ein wenig helfen.
Vielen Dank schon im voraus.
Oliver




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Re: Baldige Tod meines Vaters


Beitrag von !!! am 20 August 2001 um 11:28:34:
Antwort zu: Baldige Tod meines Vaters beigetragen von Oliver am 20 August 2001 um 08:45:20:


Hallo Oliver,

> Bei meinem Vater ist am Freitag eine Krebserkankung festgestellt worden und es bleibt ihm nicht mehr viel Zeit zum leben. Ich lese hier im Forum schon eine ganze Weile und
> bin fast froh das mein Vater es nun bald geschafft hat und nach "drüben kommt". Aber diese Freude ist nicht von langer Dauer sondern mich zereisst es, wenn ich daran denke was für ein Leidensweg ihm noch bevorsteht und das er auf einmal nicht mehr da ist. Er hat soviel für micht getan und ich weiß nicht wie ich mit dieser Situation umgehen soll.
> Vielleicht könnt ihr mir ja ein wenig helfen.

Jemanden der krank ist und möglicherweise bald sterben wird zu begleiten ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn sie erfordert sehr viel Einfühlungsvermögen. Sehr hilfreich sind immer Gespräche, denn es gilt ja auch, mit der Angst vor den Veränderungen fertig zu werden, die auf beiden Seiten da ist. Dann ist es gut, sehr viel über die Strukturen des Jenseits und den Übergang zu wissen, denn das hilft am besten.

Wenn Du schon viel hier gelesen hast, kann Dich das dabei gut unterstützen.
Über die Stichwortsuche "Sterbebegleitung" und "Sterbeprozess", im Wegweiser und Jenseitsressort findest Du noch weitere Beiträge, falls Du sie noch nicht gelesen hast.

Alles Liebe

!!!


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(6362)



Re: Baldige Tod meines Vaters


Beitrag von Lexle am 20 August 2001 um 15:36:12:
Antwort zu: Baldige Tod meines Vaters beigetragen von Oliver am 20 August 2001 um 08:45:20:


Hallo, Oliver!

Es wird eine erstmal sehr schwere Zeit auf Euch alle zukommen... Ihr müßt Euch auf einmal mit Dingen auseinandersetzen, die man vorher sehr weit von sich geschoben hat. Ich meine klar, wir wissen alle, daß der Tod genauso wie die Geburt dazugehört, aber sich damit so richtig auseinanderzusetzen ohne ersichtlichen Grund, das machen doch die wenigsten! Dein Vater muß für sich auf die Reihe bekommen, daß er plötzlich weiß, daß er bald sterben muß, aber eigentlich noch gar nicht gehen möchte...und zusätzlich dazu auch noch alles für "Danach" klären... "Was wird aus meinen Kindern?", "Wie wird es meine Frau schaffen?" "Ist alles finanzielle geregelt?" usw. uwf...

Ich habe lange in der Krebs-Strahlentherapie gearbeitet, und da muß man sich zwangsläufig mit dieser Thematik auseinandersetzen (damals noch ohne Forum, leider!). Menschen, die mit so einer Diagnose konfrontiert werden, reagieren erst mal mit totaler Ablehnung und Wut dagegen (übrigens ist das beim Trauern genauso!), sie sind einfach verzweifelt und dadurch nicht oftmals die angenehmen Zeitgenossen, weil sie mit dieser Verzweiflung und natürlich auch Angst nicht umgehen können und oft ihre Angehörigen, die ja genauso verzweifelt sind, ungerechtfertigt wg. absoluter Lapalien "zusammenscheißen"... Was eben für die Angehörigen auch nicht immer einfach ist.
Dann kommt eine Phase, wo sie "apathisch" und teilnahmslos wirken, was aber nach meiner Erfahrung die Zeit ist, wo sie anfangen, alles aufzuarbeiten und das Schicksal anzunehmen. Aber natürlich gibt es auch Menschen, die, wenn sie kein Umfeld haben, was damit umgehen kann, aus dieser Phase irgendwie nie mehr rauskommen, bis sie gegangen sind.
Wenn aber alles gut abläuft, fangen die Kranken an, Vorkehrungen zu treffen, wenn sie nicht mehr da sind. Und eines habe ich auf alle Fälle gelernt: Wenn diese Menschen wissen, daß ihre Angehörigen zwar traurig sind, wenn sie nicht mehr da sind, aber ansonsten alles soweit geregelt ist und weitergehen kann - auch ohne sie - sterben sie doch sehr friedlich, oft Tage vorher schon mit einem "wissenden" Gesichtsausdruck.... Anders, ganz anders als Menschen, die ihr Schicksal nicht annehmen konnten, bis zuletzt am Leben klammern. Sie quälen sich oftmals sehr lange, bis sie gehen können.
Oliver, es wird für keinen von Euch einfach... Aber es ist eine wunderschöne Aufgabe, jemanden beim Sterben zu begleiten... Dein Vater wird es Dir/Euch sehr danken. Und es wird Dir sehr viel für Dein weiteres Leben geben, glaube mir. Allerdings ist es - auch für Dich - wichtig, Dich mit der Thematik auseinanderzusetzen und zu lernen. Mir persönlich haben die Bücher von Frau Kübler-Ross unwahrscheinlich geholfen.... (eines meiner Favoriten ist ein kleines Büchlein mit einem Schmetterling drauf, leider habe ich den Titel jetzt gerade nicht im Kopf, aber das gibt es wirklich überall zu beziehen!)

Ich wünsche Dir und Deiner Familie die nötige Kraft, die Ihr alle braucht, alles Liebe
Alex


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