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@camel

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Posted from 212.152.214.18 by Hermann on June 06, 2004 at 12:48:20:

Hi camel,
muss mich vorerst für meine späte Antwort entschuldigen. War in der abgelaufenen Woche ziemlich eingespannt und konnte dadurch das Forum nur überfliegen.

Ich werde vesuchen Dir die Frage aufgrund meiner Erfahrung zu beantworten. Mein Vater starb an Krebs. Die letzten Monate vor seinem Tod kann man nicht mehr als Leben
bezeichnen. Der Tod war daher absolut als Erlösung zu bezeichnen. Zwei Tage vor seinem Tod erzählte er nach dem Aufwachen noch, er war mit seinem Bruder, der im 2.Weltkrieg gefallen ist, und mit seiner Mutter zusammen und er ist furchtbar erschrocken, dass er wieder im Krankenbett aufwachte und weiterleiden müsse.

Jedesmal wenn die Trauer über mich kam sagte ich zu mir: sei doch nicht so egoistisch
oder ist es dir leber, dass er noch mit seinem Leiden leben muss. Allmählich wurde
die Freude für ihn für die Erlösung stärker als mein Trauerschmerz.

Da ich an die religiösen Höllenmärchen nicht glaubte hatte ich auch keine Angst um
meinen Vater.

So hatte ich innerhalb kurzer Zeit den Trauerschmerz beseitigt. Ich hoffe ich konnte Dir damit verständlich machen wo Du den "Hebel" ansetzen musst um Dein Problem in den
Griff zu bekommen

Alles Liebe
Hermann




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(3254)


@camel


Posted from 217.235.151.99 by Nostarges on June 06, 2004 at 22:55:36:
In Reply to: @camel posted by Hermann on June 06, 2004 at 12:48:20:


hallo Hermann,

klar, wir reden hier von Deinem persönlichen Schicksal.. ABer, bitte, sei mir nicht böse...; ich bin sehr, sehr dankbar über Deine offene Worte. Es kommt trotz der geschriebenen Worte so viel Liebe rüber, daß ich wirklich froh bin, daß wer mal die dazugehörigen Emotionen mit Namen betitelt...., wirklich ausführlich schreibt.

Niemand wünscht NATÜRLICH seinen FAmilenangehörigen den Tod; aber, jeder von uns hat eine Vorstellung wie "Leben" menschenwürdig aussieht... Und, oftmals, sind zwar Angehörige am Leben, aber "Leben"... naja, wir würden es anders definieren...

Danke für Deine offene Worte...

Ganz lieben Gruß
Nostarges


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(3257)


Schließe mich an ! o. T.


Posted from 217.111.48.150 by Coco on June 07, 2004 at 14:57:42:
In Reply to: @camel posted by Nostarges on June 06, 2004 at 22:55:36:


.


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(3259)


@camel


Posted from 212.152.215.47 by Hermann on June 08, 2004 at 00:10:07:
In Reply to: @camel posted by Nostarges on June 06, 2004 at 22:55:36:


Hi Nostarges,

auch auf die Gefahr hin, dass ich nach diesen Zeilen als Gefühlsholzfäller gelte muss ich eines loswerden. Wenn ein Mensch vor seinen Tod monatelang leiden muss und dann durch den
Tod erlöst wird und die Hinterbliebenen dann noch monatelang einen "Trauerschmerz" haben,
dann ist das für mich reiner Egoismus = Selbstmitleid.

Wie mein Vater gestorben ist hatte ich in beiden Augen Tränen. In einem Auge waren Freudentränenm für seine Erlösung, im zweiten weil ich meinen Vatr verloren hatte.

Mit meiner Erfahrung wollte ich nicht auf mein persönliches Schicksal hinweisen.
Es war schlussendlich das Schicksal/Lebensplan meines Vaters. Aber vielleicht gibt dies
dem einen oder der anderen einen Anstoß den "Trauerschmerz" neu zu überdenken.

Nostarges, Du weisst was ich damit meine

Alles Liebe
Hermann


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(3260)


@camel


Posted from 80.110.20.135 by Seele on June 08, 2004 at 07:37:01:
In Reply to: @camel posted by Hermann on June 08, 2004 at 00:10:07:


Hallo Hermann!

Dieses Gefühl von einem lachenden und einem weinenden Auge im Hinblick auf den Übergang eines geliebten Menschen kenne ich ebenfalls. Du hast bestimmt einigen Lesern die Möglichkeit geboten, durch dein Posting ein bisschen mehr Halt zu bekommen und die unumstößliche Tatsache des Verlustschmerzes auch von anderer Seite zu betrachten. Danke!

Alles Liebe für dich
Seele


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(3262)


@Hermann


Posted from 217.235.131.119 by Nostarges on June 08, 2004 at 09:37:37:
In Reply to: @camel posted by Hermann on June 08, 2004 at 00:10:07:


Hallo Hermann,

denke nicht, daß Dich hier irgendwer als "Gefühlsholzfäller" abstempelt. Oftmals ist die Trauer danach auch ein Gemisch aus schlechtem Gewissen und natürlich auch dem Vermissen. Schlechtes Gewissen, weil man sich als Angehöriger regelrecht "gefreut" hat, daß derjenige es endlich geschafft hat. Und viele reagieren, wenn man denn auch noch offen darüber spricht, doch eher mit blankem Entsetzen.. leider...

Naja, bei Deinem Satz mit den Freudentränen mußte ich an die Beisetzung meiner Oma denken. Mein Opa war - nach 62 Ehejahren - schon ein paar Jährchen tot. Viele aus ihrem Umfeld schüttelten oftmals nur nichtverstehend den Kopf, wie sie nach seinem Tod "normal" weiterleben konnte, ohne großartig nach außen ersichtliche Traueranzeichen. Wie konnte sie nur so "verroht" sein... (so der Tenor... grrrr...), sie hätte ihn ja gar nicht geliebt etc...

Mein Opa hatte damals Magenkrebs, hatte schon ein gesegnetes Alter und hätte - wenn man ihn denn noch operiert hätte - ohne Magen weiter"leben" dürfen, Zeit seines restlichen Lebens auf die Hilfe anderer angewiesen. Das hat er - offensichtlich *ggg* - abgelehnt und starb kurz nach Diagnosestellung. Das alles wußte meine Oma natürlich auch. Und eben, was sind denn evtl. noch ein paar Jahre so ohne Ehemann gegen 62 zusammen verbrachte Ehejahre??

Als meine Oma dann beigesetzt wurde und ich diese zwei Urnen so einträchtig nebeneinander in der Mauer sah, mußte ich breit grinsen und mir liefen auch vor Freude die Tränen runter... Dieses Bild war für mich wirklich "DAS BILD", daß sie jetzt endlich wieder zusammen sind... :-)
Meine - ach so nette, aber leider unwissende Familie - reagierte mal wieder nur mit Entsetzen *lach*

Wie gesagt, Danke für diese tollen Beiträge :-)
Alles Liebe
Nosti


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(3360)


@camel


Posted from 213.7.58.105 by camel an hermann on June 13, 2004 at 18:19:45:
In Reply to: @camel posted by Hermann on June 06, 2004 at 12:48:20:


danke für deine antwort....
es ist wohl die sehnsucht nach der vergangenheit die mich manchmal so traurig macht....
denn der tod war eine erlösung für meine mama , ich weiß .


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