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@anny

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Posted from 195.93.64.12 by july on June 17, 2004 at 00:28:06:

Du sprichst mir in vielen Dingen aus der Seele.
...aber ich denke viele Angehörige verschweigen Sterbenden die Wahrheit weil sie selber Angst haben sich mit dem Tod auseinander zu setzen. Angst sich der Wahrheit zu stellen...Angst über den Tod und den Abschied zu sprechen. Angst vor dem gemeinsamen Weinen. Bei einigen ist es auch sicher so, das ein offener Umgang mit dem Sterbeprozess die Konsequenz hätte, d. man vielleicht über bestimmte Dinge ins Gespräch käme. Dinge die man zu gesunden Zeiten erlebt hat, die Schmerz verursachen, Dinge die man Rückgängig machen würde...und und und.

Offenheit hat zu viele Konsequenzen.

Wenn die Familien wüßten wie gut ein gemeinsamer, ehrlicher Abschied ist...und das Gefühl hinterher...den Rest des Lebens meine ich den die Hinterbliebenen hier verbringen...das Gefühl gemeinsam diese Schwelle genommen zu haben...

LG

july




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(3434)


@July


Posted from 62.178.18.126 by anny on June 17, 2004 at 06:36:39:
In Reply to: @anny posted by july on June 17, 2004 at 00:28:06:


Hallo July,

Offenheit,ja .....nur wir können vor belastenden Dingen im Leben davon laufen,wir können die Wahrheit verschweigen....aus Angst.
Da geb ich dir Recht.
Ist ja die einfachste Lösung,besser als sich den "Dingen" zu stellen.

Wir versuchen in der Sterbebegleitung Weichen zu stellen,Weichen für einen ehrlichen Umgang und das Erleben der Angehörigen.
Wir unterstützen die Angehörigen um ihnen das Loslassen zu erleichtern.

Begleiten bedeutet ja jenen Teil der Einsamkeit den es in jedem Leben und dadurch im Sterben gibt anzunehmen.

Was hindert die Menschen daran die Wahrheit zu sagen.
Angst....genauso wie du es geschrieben hast....obwohl dabei die eigene Angst vor dem Tod eine größere Rolle spielt.

Gefühle zuzulassen,sie zu zeigen,eine Hand zu nehmen,sie zu halten,Tränen zu trocknen,den Schwerkranken in die Arme nehmen und ihm zu sagen ich bin für dich da.....was ist SO schlimm daran,wenn wir es tun.

Für mich beginnt Sterbebegleitung nicht erst wenn jemand im Sterben liegt....es heißt für mich für ihn dazusein,dabei zu sein,zu fühlen,zu sehen,zu hören....ihn begleiten...bevor es zum Ende kommt....es müssen ja sehr viele Dinge erledigt werden,dazu brauchen sie unsere Unterstützung.

Das wichtigste in der Begleitung auch für Angehörige ist die Offenheit und ein sich darauf einlassen.
Es ist eine Grenzerfahrung wie wir sie sehr selten im Leben erfahren.....und darauf ist KEINER vorbereitet.

lg
anny



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(3435)


Schwierigkeiten auf Seiten der Angehörigen


Posted from 62.178.18.126 by anny on June 17, 2004 at 06:57:42:
In Reply to: @anny posted by july on June 17, 2004 at 00:28:06:


Schwierigkeiten auf Seiten der Angehörigen
darüber versuchen wir mit ihnen zu sprechen.....es ist ein Auszug aus unserer Broschüre.

Gewissenskonflikte (Konflikt zwischen dem Wunsch, dem Patienten nahe zu sein und dem Wunsch, vor ihm und den anderen Belastungen zu fliehen)

Schuldgefühl (Schuldgefühl, länger leben zu dürfen als andere; Schuldgefühl, nicht genug für den Kranken tun zu können)

Emotionale Belastungen durch das Erleben des körperlichen und unter Umständen geistigen Verfalls des Angehörigen

Konfrontation mit dem eigenen Tod angesichts des Todes des Angehörigen

Bedrohung durch den zu erwartenden Verlust (Zerstörung der Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft, Bedrohung der Existenzgrundlage)

Veränderung im Familiensystem (z.B. der zuvor starke beschützende Vater bedarf jetzt selbst des Schutzes, ist abhängig)

Unsicherheiten in der Kommunikation ( wie offen darf mit dem Kranken über die Krankheit gesprochen werden?

Wie viel von den eigenen Gefühlen und Schwierigkeiten darf man gegenüber dem Kranken ausdrücken?)

Bei diesen Fragen veruchen wir ihnen zu helfen....und es gelingt uns....immer öfter.



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