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Vorgeschichte / OBE / Traum

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Posted from 62.153.168.90 by Simone on June 24, 2004 at 08:16:49:

Hallo Ihr Lieben,

In der Mittagspause v. 23/06/04 stand ich draußen vor dem Eingang um eine Zigarette zu rauchen. Es war sehr windig und ich ließ mir den Wind ins Gesicht blasen. Mein Blick glitt nach oben zum Himmel und mir kam der Gedanke : „ würde gern mal einen Blick in die jenseitige Welt werfen, nur einmal“ !!! Ich rauchte meine Zigarette fertig und während ich das tat, hatte ich das Gefühl als wolle ich abheben. Dieses Gefühl schob ich aber auf den starken Wind.
Dann ging ich an meinen Arbeitsplatz zurück.

Abends, als ich nach Hause kam, hab ich mir die Bonny (mein Frettchen ) schnappen wollen um mit Ihr spazieren zu gehen, als die Haustüre aufging und mein Freund Mirko rein kam. Mit ihm hatte ich seit 22/06/04 ein wenig Krach. Na ja, dachte ich , dann koch ich eben erst was und geh dann mit der Bonny spazieren. Das haben wir dann auch gemacht.
Zurückgekommen sind wir so gegen 18.45 Uhr. Die Bonny hat sich dann gleich schlafen gelegt und ich zog mich um, machte mir das Fernseher an und legte mich auf die Couch. Mirko kam so ne halbe Stunde später , ging auf die Toilette und sagte mir das er sich das Fußballspiel im Jugendclub ansehen wolle und ging dann auch.
Ich schaute dann meine allabendliche Sendung „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und machte anschließend auch die Augen zu. Wach geworden bin dann so gegen 11.00 Uhr und ging in mein Bett. Konnte aber leider nicht gleich einschlafen. Als ich dann endlich schlief, wurde ich so gegen 00.30 Uhr wieder wach, denn da kam mein Bruder von der Spätschicht. Mirko war noch nicht Zuhause. Von da an war es mit schlafen erst mal vorbei, bis Mirko so gegen 1.30 Uhr nach Hause kam. Er kam hoch ins Schlafzimmer, ich stand am Fenster und hab ne Zigarette geraucht und die Diskussion ging los. Dauer bis ca. 2.30 Uhr. War dann natürlich so aufgedreht, dass ich wieder nicht gleich einschlafen konnte und um 3.15 Uhr noch auf die Uhr gesehen hab. Irgendwann konnte ich dann nicht mehr liegen und hab mich auf den Rücken gelegt. Ich hab bestimmt nicht länger als 3 Minuten gelegen, da ging es los. Oberhalb meiner Knie hatte ich das Gefühl als würde sich etwas auf mich legen. Hatte auch irgendwie so ein Gribbeln an mir. Ich wusste gleich , was das war und fing sofort an meine Finger zu bewegen und nein zu denken und wollte auch gleich nach dem Mirko rufen aber das ging nicht mehr. Bekam wieder nur ein leises Krächzen raus. Ich lag dann so ca. 2 Minuten auf dem Rücken und bewegte ständig meine Finger, um nicht von diesem Gefühl übermannt zu werden.
Dann war es vorbei und ich schlief noch mal ein.
Dabei fing ich an zu träumen.

Der Traum

Ich lag in meinem Bett , der Mirko neben mir und es waren noch andere im Bett. Ich stand auf und ging um das Bett herum auf meinen Kleiderschrank zu. Dort stand ein Arbeitskollege von ( Reiner Meusel) und holte meine Unterwäsche aus dem Schrank raus. Ich fragte ihn ob er meine Unterwäsche sortieren würde und er sagt ja. Als ich mich umdrehte sah ich ganze Stapel von Wäsche. Es war meine und zu Mirko sagte ich : „ist das für den Flohmarkt ?“ Er bejahte mir das und plötzlich war der Raum anders. Es waren Leute da. Bekannte und Fremde. Mirko war betrunken und betatschte ständig ne andere Frau. Ich ging hin und zog ihn weg. Wir lagen auf dem Boden und er schmuste mit mir. Auf einmal war da noch ein Tor. Auf diese Tor kamen 3 oder 4 Leute zu die zu uns rein wollten. Mirko stand auf und ging auf einen dieser Leute zu. Ich merkte sofort das es Ärger geben würde und ging ebenfalls hin zog den Mirko wieder weg hob ihn hoch und rannte mit ihm weg. Der Kerl, mit dem Mirko jetzt Streit hatte, rannte hinter uns her. Plötzlich waren wir an dem Schlossparktor in Laubach angelangt und der Friedel ( Bekannter ) sagte : Lauf da runter , ich halt ihn auf. Schaffst Du das noch oder soll ich Dir tragen helfen ?“
Ich sagte, das schaff ich schon und gedacht hab ich : „der Mirko ist ja wirklich nicht schwer.“
Ich rannte los und in der Mitte des Weges drehte ich mich um und da war ja schon wieder unser Verfolger. Ich rannte weiter und traf wieder auf meine Gesellschaft die schon auf uns gewartet haben. Sie begrüßten uns mit den Worten :“da sind sie ja !!!“ Wir Ich ging rein , den Mirko immer noch tragend. Als ich drin war , legte ich ihn hin. Er wurde lebendig und ging auf die Silke zu um seine Kopf an ihren Busen zu legen. Ich zog ihn da weg und plötzlich war es nicht mehr der Mirko den ich da gerade weggezogen hatte , es war auf einmal der Max, mein verstorbenes Frettchen. Silke hatte sich in die Küche zurückgezogen und saß auf einem Stuhl und Max rannte da hin , kletterte hoch um an ihren Busen ran zukommen. Es war komisch. Dem Max hab ich da gegönnt aber dem Mirko nicht. Max schmuste mit mir und war auch wieder bei Silkes Busen.
Auf einmal lagen wir mit anderen in einem 2x2m breiten Hochbett. Es war noch keine Zeit zum aufstehen, war aber trotzdem wach. Irgendwoher kamen ein paar Leute , die in das Auto einsteigen wollten , das direkt neben unserem Bett geparkt war. Sie wollten sich leise verhalten, damit wir nicht aufwachen sollten. Als sie bemerkten , das ich bereits wach war , kamen sie zu mir und ich kannte eine davon. Sie redete mit mir übers Kinder kriegen.

Mehr weiß ich leider nicht mehr.

Das gribbeln, das Gefühl als würde sich etwas auf mich drauflegen, und dann wieder diese Unfähigkeit sich zu bewegen, war doch sicher wieder der Anfang einer OBE, oder? Hab es leider nicht geschafft mich fallen zu lassen. Hatte sicher zu viel Angst vor dem Unbekannten.?.?.?.?
Und warum fängt es oberhalb der Knie an ? Ist das bei Euch auch so ?
Beim ersten Mal weiß ich gar nicht wo es angefangen hat. Hatte da aber das Gefühl, durch die Matratze gezogen zu werden.
Komisch ist auch, das ich immer auf dem Rücken liege wenn es kommt.

Was haltet ihr von dem anschließenden Traum ?

Bin schon ganz gespannt auf Eure Antworten !!!

Liebe Grüße Simone




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Vorgeschichte / OBE / Traum


Posted from 212.88.187.147 by Shany on June 24, 2004 at 09:40:17:
In Reply to: Vorgeschichte / OBE / Traum posted by Simone on June 24, 2004 at 08:16:49:


Hallo Simone

Für mich klingt alles irgendwie verwirrend und kann da nicht wirklich was von dem ganzen mit einer OBE verbinden. Hab selber zwar noch nie eine (bewusst) erlebt, aber schon einiges darüber gelesen.
Klingt eher wie ein wirrer Traum für mich. Und das Gribbeln könnte auf eine Stelle Deines Körpers zurückzuführen sein, an der Du Dir den Blutkreislauf durch die Rückenlage abgedrückt hast.
Du hast geschrieben, daß Du noch dazu kurz zuvor eine rege Diskusion mit Deinem Freund hattest. Ich denke, für eine OBE wärst Du in dieser gestressten Verfassung irgendwie zu verspannt bzw. zu verkrampft.
Stell mir eine OBE irgendwie in einer geistig ausgeglicheren Verfassung vor.

Ist aber nur meine bescheidene Meinung und nicht bös gemeind. Bin selber nur Laie.

Liebe Grüße
Shany


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(3648)


Vorgeschichte / OBE / Traum


Posted from 217.228.204.176 by jesua on June 24, 2004 at 14:30:51:
In Reply to: Vorgeschichte / OBE / Traum posted by Simone on June 24, 2004 at 08:16:49:


Das Reich Gottes kommt nicht mit äüserlichen geberden.Das Reich gottes ist inwendig in dir selbst.


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(3651)


Vorgeschichte / OBE / Traum


Posted from 83.129.185.15 by Jan on June 24, 2004 at 15:29:46:
In Reply to: Vorgeschichte / OBE / Traum posted by Simone on June 24, 2004 at 08:16:49:


Hallo Simone,

was meinst du, war dieser Traum?

Es gibt das soggenannte "falsche Aufwachen". Also man wacht nicht in der physischen Ebene auf, sondern in der Astralebene hinein. Was nichts anderes als die Traumwelt ist. Dort bewegt man sich dann bewußt. Man erlebt den Traum direkt und kann in beeinflussen, was sich "luzider Traum" nennt. Dann wacht man sozusagen ein zweites mal auf. Diesmal wie gewohnt in die irdische Welt.

Flach auf den Rücken liegen ist die Ideale Haltung für eine OBE.

Du hast dir gewünscht in's Jenseits zu reisen. Und die Astralebene liegt zwischen der irdischen physischen Ebene und er jenseitigen Lichtebene. Hat sich also dein Wunsch erfüllt?

Alles Liebe
Jan


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(3652)


Vorgeschichte / OBE / Traum


Posted from 62.153.168.90 by Simone on June 24, 2004 at 16:12:53:
In Reply to: Vorgeschichte / OBE / Traum posted by Jan on June 24, 2004 at 15:29:46:


Hallo Jan,

ich denke, da ich es mir gewünscht hatte, das es der Anfang einer OBE war und ich einfach zu viel Angst hatte es zuzulassen.
Und durch dieses nicht zulassen, hab ich dann wenigstens diesen Traum träumen dürfen.
Ich denke, es war ein luizider Traum.
Ich müsste mich jetzt eigentlich bei jemandem entschuldigen. Weiß aber nicht bei wem.
Mit entschuldigen meine ich, erst wünsch ich es mir und dann nehme ich es, vor lauter Angst, nicht an.

Hoffe, ich kann es das nächste Mal zulassen.
Wenn es ein nächstes Mal gibt.

Lies doch bitte auch mal im Diskussionforum auf Seite 7 die Messages "merkwürdiges Erlebnis" !!!
Die sind auch von mir und gehen um das selbe Thema.
Vielleicht fällt Dir dazu ja auch nochwas ein.
Wäre schön, nochmal von Dir zu hören.

Liebe Grüße Simone


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(3653)


Vorgeschichte / OBE / Traum


Posted from 62.153.168.90 by Simone on June 24, 2004 at 16:17:30:
In Reply to: Vorgeschichte / OBE / Traum posted by Shany on June 24, 2004 at 09:40:17:


Hallo Shany,

es tut mir leid Dich so durcheinander gemacht zu haben !!!

Lies doch mal im Diskussionsforum auf Seite 7 die Message "merkwürdiges Erlebnis" !!
Die ist auch von mir und handelt von dem selben Thema.
Vielleicht verstehst Du mich dann etwas besser.
Antworten sind auch dabei.

Vielleicht meldest Du Dich ja noch mal.

Liebe Grüße Simone


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(3656)


Vorgeschichte / OBE / Traum


Posted from 83.129.185.15 by Jan on June 24, 2004 at 21:51:50:
In Reply to: Vorgeschichte / OBE / Traum posted by Simone on June 24, 2004 at 16:12:53:


Hallo Simone,

du bist jederzeit in deinem Bewußtsein, und dein Bewußtsein jederzeit in all den verschidenen Ebenen. Was du lernst, und da bist du bereits voll dabei, ist dir dessen klar zu sein.

Wir gehen alle Nachts mit unserem Astralkörper auf Reise. Es ist nur die Frage, ob wir es auch mitbekommen. Was du im ersten Posting beschrieben hast, war die Rückkehr von einer dieser Reisen - einer OBE. Du hast die Starre erlebt und wie sie sich löst.

Im zweiten Posting beschreibst du den Beginn einer OBE und den Beginn dieser Starre. Dieses Erlebnis hat dich geängstigt, was ganz normal ist. deshalb hast du die OBE abgebrochen.

Hier auf der physischen Ebene gibt es auch verschiedene Bewußtseinszustände. So z.B. Trance oder Meditation. In der Astralebene gibt es ebenfalls verschiedene Bewußtseinszustände. Du erlebst es als luziden Traum oder als OBE. Letztendlich ist das nur eine Frage, woran sich dein Bewußtsein bindet. An deinen physisches Sein, an deinen asltralen Energiekörper oder frei von Körperlichkeit. Immer wirkt es anders und immer ist es dein Bewußtsein.

Laß dir Zeit und vertraue dir. Du wirst erleben, was dir dienlich ist. Und du bist bereits mitten in dem Prozess, all das mit zu bekommen, was du eh ständig tust.

Ich sehe gerade, du bist schon im OBE-Forum angekommen :-) Da brauch ich dir den Tip garnicht mehr geben.

Alles Liebe
Jan


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(3660)


Vorgeschichte / OBE / Traum


Posted from 62.153.168.90 by Simone on June 25, 2004 at 09:32:14:
In Reply to: Vorgeschichte / OBE / Traum posted by Jan on June 24, 2004 at 21:51:50:


Hallo Jan,

erst mal vielen Dank für Deine Mühe und Antwort !!!

>du bist jederzeit in deinem Bewußtsein, und dein Bewußtsein jederzeit in all den verschidenen Ebenen. Was du lernst, und da bist du bereits voll dabei, ist dir dessen klar zu sein.

>Wir gehen alle Nachts mit unserem Astralkörper auf Reise. Es ist nur die Frage, ob wir es auch mitbekommen. Was du im ersten Posting beschrieben hast, war die Rückkehr von einer dieser Reisen - einer OBE. Du hast die Starre erlebt und wie sie sich löst.

>Im zweiten Posting beschreibst du den Beginn einer OBE und den Beginn dieser Starre. Dieses Erlebnis hat dich geängstigt, was ganz normal ist. deshalb hast du die OBE abgebrochen.

Angst hab ich immer, wenn es um etwas geht was ich nicht kenne.
Neuer Arbeitsplatz usw. !!!
So jetzt auch hierbei !!!
Hoffe ich kann die Angst irgendwann mal ablegen und mich einfach
treiben lassen.

>Hier auf der physischen Ebene gibt es auch verschiedene Bewußtseinszustände. So z.B. Trance oder Meditation. In der Astralebene gibt es ebenfalls verschiedene Bewußtseinszustände. Du erlebst es als luziden Traum oder als OBE. Letztendlich ist das nur eine Frage, woran sich dein Bewußtsein bindet. An deinen physisches Sein, an deinen asltralen Energiekörper oder frei von Körperlichkeit. Immer wirkt es anders und immer ist es dein Bewußtsein.

>Laß dir Zeit und vertraue dir. Du wirst erleben, was dir dienlich ist. Und du bist bereits mitten in dem Prozess, all das mit zu bekommen, was du eh ständig tust.

Ich glaube, Du hast recht. Werd bestimmt noch ne ganze Menge Zeit brauchen.
Doch warscheinlich auch viel Geduld. Und grade das ist es, was nicht gerade
zu meinen Stärken gehört.

Ich sehe gerade, du bist schon im OBE-Forum angekommen :-) Da brauch ich dir den Tip garnicht mehr geben.

Ja, da bin ich schon hingelangt.
Ist Interessant !!!!

Nochmal vielen Dank für Deine Mühe

Liebe Grüße Simone



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(3661)


Vorgeschichte / OBE / Traum


Posted from 83.129.248.168 by Jan on June 26, 2004 at 15:12:27:
In Reply to: Vorgeschichte / OBE / Traum posted by Simone on June 25, 2004 at 09:32:14:


Hallo Simone,

>erst mal vielen Dank für Deine Mühe und Antwort !!!

Ich danke dir, das ich mich erinnern darf. Der Verstand ist ideal dazu ausgelegt, sich an all das zu erinnern, was er gerade vergessen hat. So muß man ihn ständig umrühren, um die Dinge wieder an die Oberfläche holen. Das tut mir gut :-)

>Angst hab ich immer, wenn es um etwas geht was ich nicht kenne.

Haben wir da Angst vor dem Neuen? Oder nicht viel mehr davor, daß wir die Kontrolle verlieren?

Uns wurde gelehrt zu selektieren, zwischen Dingen "gut" oder "schlecht" für uns sind. Helfen soll dabei die Erfahrung. Doch Erfahrungen erfassen immer nur das, was man bereits erfahren hat. Das Neue entzieht sich der Bewertung durch die Erfahrung. So hangeln wir uns von einer altbekannten Sache zur nächstens. Und ja nicht zu viel Frischluft, sonst wird's unkontrollierbar!

>Neuer Arbeitsplatz usw. !!!

Ich nehme einmal an, du wechselst den Arbeitsplatz nicht zum Spaß? Du tust es, weil es sich nicht mehr vermeiden läßt. Also entweder weil dein Leidensdruck dort explodiert, oder weil man dich kündigt, oder aus sonst einem Grund.

Ja, wir bleiben lieber im bekannten Dreck stecken, als woanders die unbekannte Sonne zu genießen. Und warum? Weil wir nicht wissen was das Neue bringen mag, und es so nicht mit unseren Erfahrungen kontrollieren können. Erfahrungen vergleichen "Also damals war das so und so, und da kam das und jenes dabei heraus, und das war gut oder schlecht. Und wenn es heute wieder so und so ist, dann wird es wieder gut oder schlecht ausgehen." So funktionieren Lebenserfahrungen. Wenn ich mich besoffen habe, und dabei etwas bestimmtes gegessen habe, werde ich das nie wieder anrühren. Gekotzt habe ich wegen des Alkohols. Doch der Geruch des Essens ist mit dieser Erfahrung verbunden, und bekommt den Stempel "Schlecht für mich!".

Das Leben aus der Erfahrung heraus degeneriert, weil man immer mehr als "schlecht" markiert, und dabei die schönsten Dinge verpaßt. Genauso markiert man Dinge als "gut", und holt sich genau dort ständig wieder eine blutige Nase. Außerdem ist man mehr mit dem Markieren Beschäftigt, als mit dem Leben an sich.

>Hoffe ich kann die Angst irgendwann mal ablegen und mich einfach treiben lassen.

Die Angst ist etwas, was wir selber erschaffen. Es gibt nützliche Ängste, z.B. davor zu lange die Hand in's Feuer zu halten. Angst steigert unsere Aufmerksamkeit auf die Dinge, die Gefahr bedeuten. Angst hilft uns Prioritäten zu setzten, auf die Dinge, die sich nicht vertagen lassen. So ist es z.B. vollkommen egal, ob man gerade seinen Schuh binden möchte, wenn ein wütender Bär hinter einem Männchen macht - man rennt los, aus Angst gefressen zu werden!

Also wenn wir Regeln aufstellen, wie etwas zu werten ist, resultieren daraus auch die entsprechenden Ängste. Wer sagt, "Neues ist gefährlich, da nicht kalkulierbar", wird vor Neuem auch Angst empfinden. Angst ist eine Form der Kontrolle, die entscheidet wo der Spaß aufhört, und die Dramatische Situation beginnt.

Ok, dann lasse ich mich eben Treiben!

In einer Welt, die sich jede Sekunde verändert, ist eine Ablehnung des Neuen recht unpassend. Es dauert nicht lange, und man ist eh von lauter Neuem umgeben. Auch wenn manches altbekannt wirkt.

Der Fehler liegt im Wunsch, alles möge so bleiben, wie es ist. Es bleibt eben nicht so, und deshalb verliert man automatisch die Kontrolle. Jegliches Erfolgsstreben scheitert, weil die Methode der Kontrolle fehlerhaft ist.

Sich treiben lassen, als alternative zur Kontrolle? Wie soll das funktionieren? Du gibst eine Kontrolle auf, die sowieso nie funktioniert hat. Und was hast du dann? - genau das selbe wie zuvor - keine Kontrolle. Es hat sich garnichts geändert. Erst hast du Kontrolle ausgeübt, die jedoch versagte. Und zwar lustigerweise immer im Entschiedenen Augenblick der "Konfrontation mit dem Neuen". Und nun läßt du es gleich unkontrolliert ablaufen.

Merkst du etwas? Das Leben geht so oder so seinen Weg. Egal ob du es zu kontrollieren versuchst, oder dich treiben läßt. Du bist Gast auf einem Schiff namens Simone. Du siehst die Berge vorbeiziehen und die Stromschnellen des Lebensflusses und denkst "Ach, könnte ich doch fahren, wohin ich mag!" Ok, dann werde dir bewußt, daß du nicht nur der Fahrgast des Schiffes bist - du bist AUCH das Schiff.

>Ich glaube, Du hast recht. Werd bestimmt noch ne ganze Menge Zeit brauchen. Doch wahrscheinlich auch viel Geduld. Und grade das ist es, was nicht gerade zu meinen Stärken gehört.

Von Anbeginn deines Lebens tust du nichts anderes, als deinen Weg zu gehen. Dieser Weg dient gewissen Erlebnissen. Und alles was dir irgendwann als Wandel erscheint, ist nichts anderes als ein Punkt auf deinem Weg. Es sind Punkte, die dir im besonderem auffallen. Wo du stutzt und dir denkst "Hä? Das war gestern doch noch anders?" Es sind Punkte, an denen dir bewußt wird, das sich wunderbare Veränderungen ereignen. Doch das wesentliche sind nicht diese Punkte, oder wohin der Weg führt. Jeder Punkt tut das seine zum Weg beitragen. Fehlt nur ein Punkt, ist der Weg unterbrochen - somit ist jeder Punkt unverzichtbar, weil es ohne ihn nicht ginge. Wo da Weg letztendlich rauskommt ist auch nicht so wichtig. Denn es ist das Ergebnis aller Punkte zusammen, und somit bereits im Weg enthalten. Alles was zählt ist der Weg. Und auf dem bist du - jederzeit, wo sollst du auch sonst sein?

Es ist nur die Frage, ob du jeden Schritt des Weges spürst. Ob du dir in den ruhigen Momenten bewußt bist "Das ist der Weg!" Denn JEDER Schritt gehört zum Weg. Was ändert sich, wenn du dir jeden Schrittes bewußt wirst? Der Weg bleibt wie er ist. Doch er verliert die Dramatik. Den bisher hast du die dramatischen Punkte hervorgehoben, und damit ein überzeichnetes recht stressiges Bild gezeichnet - kein Wunder, wenn dir der Weg anstrengend vorkommt, oder?

Die Geduld wird auf die Probe gestellt, wenn man lange warten muß bis mal wieder etwas geschieht, etwas vorwärts geht. Wenn du nur diese Wendepunkte wahrnimmst, die dir als besonderer Schritt auffallen, brauchst du viel Geduld von Schritt zu Schritt. Wenn du jeden Schritt wahrnimmst, auch die leisen sanften Schritte, dann raucht es nicht viel Geduld von Schritt zu Schritt. Was also bringt einem Geduld? Nur die Ruhe entspannt auf die sanften Schritte zu lauschen. Und so braucht man die Geduld nicht mehr, wenn man sie erst einmal hat. Die Geduld wächst von selbst, gibt man ihr erst einmal eine Chance. Sie wird zum Symbol für die tausend kleinen sanften Schritte. Sie wird zum Ausdruck des Vertrauens, das man immer auf seinem Weg ist. Mann kann sich nicht verlaufen, den der Weg legt sich einem immer vor die Füße. Alles was du tuen mußt, ist den nächsten Schritt - nicht mehr, und nicht weniger. Sich voll bewußt, das man in diesem Moment einen Schritt geht.

Oder das ganze kurz gesagt: Begrüße aufmerksam das Neue, egal was es bringt. Das ist die Philosophie des Kriegers. Wer den Tot begrüßt, kann nicht mehr negativ überrascht werden. Witzigerweise fördert diese Einstellung das Leben. Denn das was uns am meisten am Leben hindert, ist die Angst. Und die mächtigste Angst ist die vor dem Tot.

Alles Liebe
Jan


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(3668)


@Jan


Posted from 212.152.211.182 by Hermann Wabro on June 27, 2004 at 07:42:05:
In Reply to: Vorgeschichte / OBE / Traum posted by Jan on June 26, 2004 at 15:12:27:


Hi Jan,

starker Beitrag - Danke.

HG
Hermann

PS: Jan klingt stark holländisch. Wenn dem so ist dann Gratulation für den Aufstieg
bei der Fussball EM


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(3672)


@Jan


Posted from 83.129.173.18 by Jan on June 27, 2004 at 23:23:59:
In Reply to: @Jan posted by Hermann Wabro on June 27, 2004 at 07:42:05:


Hallo Hermann,

danke, Simones Impuls gab mir die Möglichkeit, mich zu erinnern. Das ist auch für mich eine lehrrieiche Erfahrung. Ich finde man muß sich schon darum kümmern, seinen Geist rein zu halten. Denn wir neigen dazu das alles wieder zu vergessen. Irgendwie ist es witzig, denn wir lerne das in jedem Leben von neuem. Nicht nur das Sprechen und Laufen :-)

Das was ich da beschreibe findet sich z.B. in Laotze's Tao und dem Wu Wei (Handenl durch Nichthandeln).

Ne, bin deutscher. Der Name ist aber in der Tat eher im Norden oder Osteuropa üblich. Trotzdenm schön, das die Niederländer weiter sind - sind ein gutes Fußballteam.

Alles Liebe
Jan


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(3673)


@Jan


Posted from 62.153.168.90 by Simone on June 28, 2004 at 07:05:48:
In Reply to: @Jan posted by Jan on June 27, 2004 at 23:23:59:


Hallo Jan,

es freut mich jetzt wirklich sehr, Dir diesen Impuls gegeben zu haben.
Solche Erinnerungen können ja auch sehr schöne Erinnerungen sein.
Hoffe das ist bei Dir so gewesen.
Mir hat Deine Antwort sehr geholfen und ( so denk ich jedenfalls ) ein ganzes Stück weitergebracht.

Noch mal ganz lieben Dank dafür !!!

Liebe Grüße Simone


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(3676)


@Jan


Posted from 83.129.207.64 by Jan on June 28, 2004 at 14:49:00:
In Reply to: @Jan posted by Simone on June 28, 2004 at 07:05:48:


Hallo Simone,

ich sag mal, wenn man in diesem Augenblick glücklich ist, dann war alles was dazu führte doch gut. Denn es hat zu diesen glücklichen Moment geführt. Es liegt also an einem, wie der Weg sich anfühlt. Lebt man Zufriedenheit, ist es ein angenehmer Weg. Lebt man Leid, ist es ein unangenehmer Weg. Allein die Einstellung zum Jetzt entscheidet, wie gut der Weg ist.

Überhaupt gibt es keine schlechten Eigenschaften des Selbst. Es gibt nur Eigenschaften die im Licht sind, und solche die ein Schattendasein fristen. Es geht nicht darum, seine Eigenschaften zu verändern. Nur darum, sie zu Tage an's Licht zu befördern.

Deshalb ist es ein glücklicher Moment, wenn man ein Leid in sich entdeckt. Damit beginnt die Transformation zum Licht. Und es führt dazu, daß man wieder ein Stückchen kompletter wird.

Wer wachsen möchte muß weniger danach suchen, was bereits hell erleuchtet ist. Sondern nach den Dingen, die noch auf's Licht warten. Und ein bissel muß man darauf achten, daß die Dinge nicht wieder überschattet werden.

Ich danke Dir!

Alles Liebe
Jan


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