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www.jenseits-de.comAntidepressiva gefährlich für BW?[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ Forum ]
hab noch mal ne Frage an Euch. Mir geht es ja nach dem Tod meiner Mutter letzten November immer noch derbe schlecht, bzw. immer schlechter. Ich setze mich sehr mit dem hier gelernte auseinander, träume intensiv, auch luzide Träume, komme aber aus meinem Loch nicht raus.Ich habe keinen Antrieb, bekomme mein Leben nicht wieder auf die Reihe.Ich erkenne mich selbst kaum wieder. Ich wollte ja bei Caro ein Reading machen, hörte aber dann von W.Brodesser und hab mir erstmal da einen Termin geholt für Ende Oktober. Der Termin tut mir schon mal gut, aber um wieder Tritt in meinem Leben zu bekommen, hat mir meine Ärztin ein Antidepressivum gegeben, damit ich nicht ständig innerlich rotiere, ein wenig aus meinem Loch komme und es dann vielleicht alleine weiter schaffe (ich hoffe der Termin bringt mich dann auch weiter). Jetzt meine eigentliche Frage: Ich möchte ja mein Bewußtsein erweitern und aus der "schrecklichen" Situation so viel wie möglich lernen, hindern mich jetzt die Tabletten daran? Heute ist mein erster Tag mit den Dingern und noch fühl ich mich etwas eierig und wattig davon, aber das soll ja wieder weg gehen. Peter beschrieb ja in seiem Text "Wie alles anfing" auch eine ähnliche Situation. Aber tue ich nun das richtige? Ich möchte doch nur endlich wieder mal aktiv an meinem Leben wieder teilnehmen und dachte so vielleicht wieder mehr zu schaffen. Eure Anja K.
(7847)
wenn du in einem loch sitzt u. da nicht heraus kommst, dann ist es für eine weile ganz gut sich mal den antidepressiva zu bedienen. es ist so wenn du depressiv bist, dann sind deine funktionen nun mal herabgesetzt u. depressivität ist eine niedriege eingeschränkte schwingung. da ist dann nicht mehr viel mit bw- erweiterung. man steht auf einer stelle u. kommt nicht so richtig weiter. für eine kurze zeit halte ich dies für sinnvoll. wenn auch nicht auf dauer. ich habe auch lange antidepressiva nehmen müssen u. bin trotzdem weitergekommen. u. zwar so das ich dann langsam die tabletten wieder ausschleichen konnte mit all dem hintergrundwissen hier:-) also es ist ganz u. gar nicht schlimm sondern ich halte es für eine sehr gute vorübergehende lösung bei dir:-) ps: du weisst ja das die tabletten erst mal eine zeit brauchen um richtig wirken zu können. ich wünsche dir alles gute :-) ps: trotz antidepressiva hatte ich massenweise mediale erscheinungen;-)
(7848)
meine Mutter ist vor drei Jahren gestorben.Sie hatte Alzheimer.Ich habe damal so wie du sehr große Trauer empfunden.Ich habe nach Antworten gesucht und bin auf die Lehre Tibets gestoßen.Sie sagt,dass wir mit dem Tod eines geliebten Menschen nicht selbst schon zur Hälfte absterben dürfen;nach seinem Weggang sollen wir versuchen,besonders bewußt weiterzuleben.Wir sollen zumindest versuchen,die Wünsche und Hoffnungen der Verstorbenen so gut wie möglich zu erfüllen,indem wir zum Beispiel etwas von unserem Besitz wohltätigen Zwecken zuführen oder in seinem Namen ein Projekt fördern,das ihm sehr am Herzen gelegen hat.Ich habe damals im Bereich meines möglichen,da ich selber nicht viel besitze,die Interessen des WWF unterstützt und bin für die Erhaltung der Natur und Umwelt mit dem Rad von Tirol aus nach Brüssel gefahren um für ein Naturschutzgebiet einzutreten.Ich habe diese Fahrt meiner Mutter gewidmet.Die Sache ist sehr positiv ausgegangen.Auch du wirst die Anliegen deiner Mutter kennen. Alles Liebe Toni
(7849)
genau wie Diana halte auch ich es momentan für eine gute Idee, wenn du dich zeitweilig eines Antidepressivums bedienst, um wieder etwas Boden unter den Füßen zu bekommen. Es kann zwar deine Probleme nicht lösen, dich jedoch psychisch wieder auf einen Level bringen, auf dem du dich der Situation besser stellen und mit ihr umgehen kannst als dies derzeit trotz aller deiner Bemühungen der Fall ist. Als Übergangslösung sind derartige Depressiva also durchaus ein geeignetes Mittel der Wahl. In Bezug auf eine Bewusstseinserweiterung brauchst du keine Bedenken zu haben, dass von einem solchen Präparat eine negative oder einschränkende Wirkung ausgeht. Ich kenne mehrere Menschen, die bspw. auch unter Einnahme eines SSRIs (ich nehme an, aus dieser Präparategruppe stammt dein Mittel) luzide Träume hatten. Das "wattige" Gefühl am Anfang ist übrigens völlig normal und gibt sich nach einiger Zeit :-)! Liebe Grüße und alles Gute! Coco (7850)
Du bist hier auf einer Seite die ein Verstehen der Schöpfung vermitteln will :). Einen geliebten Menschen im Herzen zu tragen ist schön, aber auch einfach. Einen Menschen den wir hassen als ein Wesen anzusehen, welches uns genauso liebt, weil es uns bei verschiedenen Hürden hilft und im Herzen zu tragen, ist dagegen wesentlich schwieriger. Aber auch unsere Feinde gehören in der Schöpfung zum Zusammenspiel. Wenn Du das erhebende Gefühl hast, den Naturschutz fördern zu können, so doch deswegen weil Dir das durch diejenigen ermöglicht wurde, die den Erhalt dieser Natur gefährdeten, genaugenommen ... Genieße alle diese erhebenden Gefühle, sie sind für Dich, außerdem ist es eine sehr gewinnbringende Art der Trauerverarbeitung, aber versuche mit mehr Transparenz vorzugehen. Dann hast Du mehr Volumen im Mitgefühl in allem. :)) Für den tieferen Einblick stehen Dir die Beiträge im Ressort, Faq und Wegweiser zur Verfügung. Die Seele in den jenseitigen Ebenen bekommt nach dem Übergang im Normalfall das Bewusstsein für all dieses Zusammenspiel, und sie ist daher auch keinesfalls deprimiert oder traurig wenn etwas sog. Negatives passiert. Die Tibeter sagen, dass sich die Seele glücklich und befreit fühlt nach einer solchen Aktion, und das ist aus der Perspektive der Trauerverarbeitung schon richtig für uns, dem von sara als Vergleich übermittelten Tortenstück von nur etwa 25 % Wahrnehmung vom Ganzen :)). Die Tibeter nutzen noch mehr die Symbolsprache um etwas aus dem Verorgenen des Bewusstseins zu beschreiben. Lieber Gruß
(7853)
Wenn man Depressiv ist, dann stellt man ständig alles in Frage.. Ich kenne das aus eigener Erfahrung.. und es scheint sich endlos im Kreise zu drehen.. selbst wenn man es weiss.. Aber ebenfalls aus eigener Erfahrung weiss ich, das man etwas Entscheidendes in seinem Leben ändern muss.. also nicht "Wieder teilnehmen" sondern "das Spiel nach deinen Regeln neu erschaffen".. aber das ist leichter gesagt, als getan, wenn man alles anzweifelt. Ich selbst war einmal so weit, das ich einfach weggelaufen bin, und nicht wollte, das man mich findet. Das ist mir auch gelungen, der andere Ausweg den ich sah, führte mich direkt in die Psychiatrie. Auch ein Medikament kann dir das nicht sagen, selbst wenn es dir hilft, die Angst abzubauen.. aber nehmen kann es sie dir nicht. Mach dich darauf gefasst: Es gibt etwas in dir, was du erkennen musst. Du wirst es erkennen, dazu bist du in diesem Zustand. Es gibt kein Zurück, wenn man einmal so weit ist. lg, Martin
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