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Gibt es Möglichkeiten, die Lawine etwas zu bremsen

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Posted from 87.159.78.40 by Jutta on November 27, 2008 at 13:24:01:

Hallo zusammen,

seit langem Leserin und gelegentliche Posterin brennt mir heute eine Frage auf den Nägeln bzw. treibt eine Frage meinen Geist um!

Mein Leben hat sich ja in den letzten Monaten völlig verändert. Mein nächstes Umfeld ist hinübergegangen usw. Nach vielen Schwierigkeiten und Problemen scheint mein Leben wieder ganz gut zu funktionieren!

Dummerweise kann ich aber kaum noch mit meinen Erkenntnissen umgehen und meine Gedanken halbwegs sortieren. Fast erscheint es mir, als bräche mit meiner zunehmenden emotionalen Entspannung eine regelrechte Erkenntnisflut über mich herein.

Das allein wäre auch noch nicht schlimm, aber für mich verschwimmen immer mehr die Grenzen zwischen mir und meiner Umgebung. Das geht soweit, dass ich mich momentan immer wieder frage, ob mein bisheriges Leben eigentlich wirklich stattgefunden hat.

Sobald ich mal wieder im Nachlass meines Mannes aufräume frage ich mich, ob diese ganzen Jahre nicht nur ein Traum waren. Eigentlich erscheint es mir so, als hätte es ihn gar nicht gegeben, sondern alles was passiert ist und was war bilde ich mir nur ein! Na, ja, eben allenfalls die Erinnerung an einen Film, den ich vor langer Zeit im Kino gesehen habe.

So geht es mir auch, wenn ich an meine Eltern und meine Kindheit denke. Es scheint, als hätten die ganzen Erlebnisse nichts mit der Frau zu tun, die heute hier schreibt!

Es geht mir deshalb nicht wirklich schlecht - muss ja auch derzeit keinerlei wirkliche Leistung erbringen. Aber es verwirrt mich ganz schön!

Vor ein paar Wochen dachte ich über diverse Probleme und Verhaltensweisen meines Mannes nach und plötzlich durchzuckte es mich "das bin ja alles ich". Seitdem scheint es diesen Mann als Person nie gegeben zu haben. Und ich habe ständig den Eindruck, dass die aufkommenden Erinnerungen an mein bisheriges Leben in exakt diesem Moment nur in meinem Kopf entstehen und nicht die Bilder echter Erlebnisse sind.

Schwer fällt mir allerdings, dass wohl demnächst auch noch die letzten Freunde aus meinem Leben verschwinden werden. Ich höre ihnen zu und finde keinerlei Gemeinsamkeiten mehr, oft finde ich nur Kommunikationsprobleme und frage mich dann, warum das erst jetzt auftritt bzw. ob meine Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse schlicht falsch oder auch eine Illusion sind.

Mich strengt das alles ziemlich an und ich würde diese Lawine doch gern etwas verlangsamen. Ehrlich gesagt, fühle ich mich wie eine Anfängerin auf Skiern, die mit mir den Abhang runtersausen und ich kann auf dem Weg keinen Augenblick inne halten. Ja, eigentlich geht es immer schneller, je öfter ich versuche, inne zu halten!

Ich vermute, dass sich jetzt einige im Team gerade schlapp lachen! Aber ich wäre wirklich sehr dankbar über einen kleinen Tipp, wie ich die Fahrt etwas verlangsamen könnte. Leider bin ich keine Künstlerin, sonst würde ich wahrscheinlich malen oder einen preisverdächtigen Roman schreiben - aber diese Möglichkeiten der Verarbeitung sind mir bisher immer verschlossen geblieben.

LG
Jutta







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Gibt es Möglichkeiten, die Lawine etwas zu bremsen


Posted from 87.174.152.141 by !!! on November 28, 2008 at 09:20:39:
In Reply to: Gibt es Möglichkeiten, die Lawine etwas zu bremsen posted by Jutta on November 27, 2008 at 13:24:01:


Hallo Jutta,

> seit langem Leserin und gelegentliche Posterin brennt mir heute eine Frage auf den Nägeln bzw. treibt eine Frage meinen Geist um!
> Mein Leben hat sich ja in den letzten Monaten völlig verändert. Mein nächstes Umfeld ist hinübergegangen usw. Nach vielen Schwierigkeiten und Problemen scheint mein Leben wieder ganz gut zu funktionieren!
> Dummerweise kann ich aber kaum noch mit meinen Erkenntnissen umgehen und meine Gedanken halbwegs sortieren. Fast erscheint es mir, als bräche mit meiner zunehmenden emotionalen Entspannung eine regelrechte Erkenntnisflut über mich herein.
> Das allein wäre auch noch nicht schlimm, aber für mich verschwimmen immer mehr die Grenzen zwischen mir und meiner Umgebung. Das geht soweit, dass ich mich momentan immer wieder frage, ob mein bisheriges Leben eigentlich wirklich stattgefunden hat.

Du hast anscheinend gerade einen Bewusstseinszustand, der in die Vergangenheit wie mit einer Verlagerung in die Traumebenen führt.

> Sobald ich mal wieder im Nachlass meines Mannes aufräume frage ich mich, ob diese ganzen Jahre nicht nur ein Traum waren. Eigentlich erscheint es mir so, als hätte es ihn gar nicht gegeben, sondern alles was passiert ist und was war bilde ich mir nur ein! Na, ja, eben allenfalls die Erinnerung an einen Film, den ich vor langer Zeit im Kino gesehen habe.
> So geht es mir auch, wenn ich an meine Eltern und meine Kindheit denke. Es scheint, als hätten die ganzen Erlebnisse nichts mit der Frau zu tun, die heute hier schreibt!

Zwischen einem Film im Kino und dem Erlebten ist ja ein Berührungsunterschied vorhanden. Wenn Dir die Berührungspunkte im Moment nicht fehlen, dann sich das tatsächlich wie ein Film anfühlen, der einmal lief.


> Es geht mir deshalb nicht wirklich schlecht - muss ja auch derzeit keinerlei wirkliche Leistung erbringen. Aber es verwirrt mich ganz schön!
> Vor ein paar Wochen dachte ich über diverse Probleme und Verhaltensweisen meines Mannes nach und plötzlich durchzuckte es mich "das bin ja alles ich". Seitdem scheint es diesen Mann als Person nie gegeben zu haben. Und ich habe ständig den Eindruck, dass die aufkommenden Erinnerungen an mein bisheriges Leben in exakt diesem Moment nur in meinem Kopf entstehen und nicht die Bilder echter Erlebnisse sind.

In bestimmten Momenten wird uns klar, dass unsere Umwelt der Resonanzboden für unser Selbst-Erleben ist. Das haben wir uns im Licht so ausgesucht, um die Inkarnation durchleben zu können. Natürlich bist das Du :).


> Schwer fällt mir allerdings, dass wohl demnächst auch noch die letzten Freunde aus meinem Leben verschwinden werden. Ich höre ihnen zu und finde keinerlei Gemeinsamkeiten mehr, oft finde ich nur Kommunikationsprobleme und frage mich dann, warum das erst jetzt auftritt bzw. ob meine Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse schlicht falsch oder auch eine Illusion sind.

Da sich bei Dir alles verändert hat, ist es ganz selbstverständlich, dass auch die Freundschaften und die Gemeinsamkeiten im Wandel sind. Das ist vollkommen normal und ein gesunder Prozess, in welchem sich die Beziehungen ändern. Das heißt aber nicht, dass es immer so war, es ist nur angepasst an die jetzige Realität und diese kann nicht die Gleiche bleiben. Insofern ist es gut, die Freundschaften als die zu passender Zeit gewesenen zu schätzen und sich trotzdem neu zu orientieren.


> Mich strengt das alles ziemlich an und ich würde diese Lawine doch gern etwas verlangsamen. Ehrlich gesagt, fühle ich mich wie eine Anfängerin auf Skiern, die mit mir den Abhang runtersausen und ich kann auf dem Weg keinen Augenblick inne halten. Ja, eigentlich geht es immer schneller, je öfter ich versuche, inne zu halten!

:))), um diese Zeit wartet meistens ein großer Schneehaufen auf die rasant Abwärtsfahrtenden und so muss es nicht unbedingt schlimm enden :))).


> Ich vermute, dass sich jetzt einige im Team gerade schlapp lachen! Aber ich wäre wirklich sehr dankbar über einen kleinen Tipp, wie ich die Fahrt etwas verlangsamen könnte. Leider bin ich keine Künstlerin, sonst würde ich wahrscheinlich malen oder einen preisverdächtigen Roman schreiben - aber diese Möglichkeiten der Verarbeitung sind mir bisher immer verschlossen geblieben.

Du wirst Deinen Weg sicher so auch kreativ finden, vor allem mit dem Vertrauen in den eigenen Plan. :)

Lieben Gruß
!!!


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