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www.jenseits-de.comzeichen - selbsterfuellende prophezeihungen?[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ Forum ]
ich brauche eure hilfe. seit dem tod meiner oma kann ich mich nicht mehr auf das leben konzentrieren. und zwar nicht so sehr wegen der trauer um die oma sondern wegen der angst vor dem was kommen könnte. seit dem letzten jahr lebe ich in einer durchgehenden angst, dass meinen lieben etwas passieren könnte. angstvoll bereite ich mich immer auf das schlimmste vor, wenn meine mutter mich anruft, weil ich angst habe, dass sie den tod eines familienmitgliedes verkuendet. ich habe wahnsinnige verlustängste, auch im bezug auf meinen mann. ständig sag ich ihm, er soll ja aufpassen, wenn er aus dem haus geht und muss ihn anrufen, wenn er nicht zur erwarteten zeit im messenger online geht, ob ihm eh nix passiert ist. jetzt fällt mir auch noch ein buch von marian keyes in the hände, wo es genau darum geht, dass eine junge ehefrau ihren mann in einem autounfall verliert. es gibt doch keine zufälle. jetzt hab ich angst, das als zeichen zu werten. zeichen wofuer? das etwas schlimmes passiert? oder dass ich mich endlich dem leben widmen soll und nicht so viel angst haben soll? ich weiss nicht mehr, was ich mir noch einreden soll, um wieder normal leben zu können. ich sag mir immer, was im plan steht, steht im plan, ich kann menschen nicht vor dem tod "retten", nur weil ich wie ein nervöses pferd verrueckt spiele. es bedarf zu gewissen zeiten all meiner selbstbeherrschung, nicht meine ganze familie pausenlos anzurufen. ich habe angst, dass ich mit meinem dooms day denken nur das unheil "heraufbeschwöre". oder habe ich dieses denken, weil unheil sich anbahnt? bitte helft mir. ich kann so gut wie gar nicht mehr schlafen. wenn mein mann spät nach hause kommt, liege ich wach und werde ganz nervös, wenn er nicht zur minute den schluessel ins schloss steckt... scabbers
(18965)
bei dir wundert mich dieser Beitrag. Du verfügst doch über ein nicht unerhebliches Jenseitswissen. Derartige Ängste sind im Normalfall ein Produkt von Unwissenheit und Ungewissheit. Hat sich dein Wissen nur mangelhaft in dein Bewusstsein fundiert? Leonardo da Vinci sagte: „unsere Gesellschaft lebt vom Sterben der Anderen“. Durch den Tod eines nahen Angehörigen wird die Möglichkeit des physischen Ablebens sehr real und kann zu panischen Reaktionen führen. Der Wunsch, es möge doch alles so bleiben wie gegeben, ist dann ein zusätzlicher Angstauslöser. Angst vor Veränderungen im doch so schönen und gewohnten Leben. Du weißt doch ganz genau, dass sich auch in deinem Umfeld früher oder später etwas ändern wird, egal ob du ständig telefonierst oder nicht. Der physische Tod ist doch nur das Startsignal für die Heimreise. Ich vergönne jeden Menschen, egal wie nah er mir steht, wieder nach Hause gehen zu können. Denke einfach einmal über den Grund deiner Ängste nach. Denke nicht mit dem eingeschränkten BW des Menschen, sondern aus der Perspektive der VS und denn Sinn der Schöpfung. Alles Liebe Hermann (18966)
es scheint mir im moment, dass mein jenseitswissen ... irgendwie neben mir steht. als mein hund starb, habe ich mit meiner trauer damals durch dieses resort auch schneller fertig werden können. selbst mit dem tod meiner oma habe ich umgehen können. aber der grund, warum ich mich gerade gar nicht auf's leben konzentrieren kann ist denke ich die angst vor dem schmerz. meine oma war der erste mir nahestehende mensch der starb in meinem leben. und obwohl wir gegen ende ihres lebens eigentlich kaum mehr kontakt hatten, hat mich der schmerz der trauer so ueberrascht. ueberrascht gerade weil ich ja wusste, was mit ihr passiert ist, wo sie ist, etc. mein jenseitswissen hilft mir im moment gar nicht weil ich erkannt habe, dass ich trotz dessen nicht "ueber" meinen gefuehlen "stehe". vielmehr wuensche ich mir manchmal, ich wäre wie frueher, wuerde in den tag hineinleben und könnte alles selbstverständlich nehmen. die angst vor dem was sein könnte und mein ohnmachtgefuehl sind so ueberwältigend. ich denke mir, wer weiss, was noch alles in meinem plan steht. es ist so schlimm, dass ich manchmal gar nicht erst aufstehen will in der frueh, weil ich gar nicht erst wissen will, was auf mich zukommt. hab ich etwa schon meine midlife crisis?
(18968)
es tut mir Leid, dass Du gerade in einer so schlimmen Phase steckt, die hoffentlich bald wie alle Phasen vorübergehen wird. -----mein jenseitswissen hilft mir im moment gar nicht weil ich erkannt habe, dass ich trotz dessen nicht "ueber" meinen gefuehlen "stehe". ----- Ich denke, hier liegt Dein Problem: Du gestattest Dir nicht oder nur ungern Deine Gefühle, weil Du meinst, Du müsstest es doch besser wissen. Das führt aber zu Verdrängung und löst dann die Angst aus. Du bist aber hier inkarniert, um Gefühle zu erleben. Das Jenseitswissen soll uns ja nicht vor Emotionen schützen, sondern vielmehr zeigen, was der Sinn dahinter ist und wie wir produktiv damit umgehen können. So wäre es besser, die Gefühle zuzulassen und ganz bewusst mit ihnen zu arbeiten. Das ist ein Teil der Selbsterkenntnis, da wir dadurch lernen, unsere Reaktionen besser einzuschätzen und in Folge dann rascher in die nächste Phase übergehen können. Jedenfalls sind auch wir Teammitglieder nicht vor unseren Gefühlen "geschützt" durch das Jenseitswissen. Sie gehören einfach zum irdischen Leben dazu. -----vielmehr wuensche ich mir manchmal, ich wäre wie frueher, wuerde in den tag hineinleben und könnte alles selbstverständlich nehmen. ----- In harten Zeiten könnte man sich das vielleicht wünschen, aber ob es wirklich besser wäre? Ich für meinen Teil bin froh, dass ich tiefere Einblicke haben kann und so mein Leben bewusst und kreativ mitgestalten kann. Tauschen möchte ich nicht mehr, denn dafür weiß ich einfach schon zu viel, was ich nicht mehr missen möchte. Alles Liebe und nur Mut zu Deinen Gefühlen,
(18970)
vielen lieben dank fuer deine anteilnahme und deinen rat. ich weiss nur nicht wirklich, wie ich mit der angst "arbeiten" soll. ich gesteh mir ja ein, dass ich angst habe. ich weiss nur nicht, wie ich sie aufarbeiten soll. bis ich mir jenseitswissen angeeignet habe, dachte ich, dass das leben auf erden zufall ist, dass wir hier diese eine chance haben und dass wir unser leben im griff haben. freier wille, etc. nicht, dass meine situation deshalb besser gewesen wäre, muss ich in retrospektive zugeben. aber ich konnte wenigstens die zukunft ausblenden. oder besser, eine zukunft war (noch) nicht eingeblendet. jetzt aber weiss ich dass unser leben ein schauspiel ist. dass alles gescriptet ist (ich habe es oft genug erlebt und gespuert) und dass ich als scabbers heute kaum einfluss darauf nehmen kann, was passieren wird. bis dahin hatte ich ja geglaubt, dass, wenn man nur brav ist und aufpasst, man auch eine höhere chance hat, länger zu leben. naja, jetzt weiss ich ja, dass länger leben nicht unbedingt ein vorteil ist. aber ich fuehle mich machtlos. ich weiss schon, dass man genau das tut und sich so fuehlt, wie es vorgesehen ist. das ändert aber nichts an der tatsache, dass ich mir mein leben schon vor-verschrieben habe, ich mich aber nicht mehr erinnern kann. wie jemand mit gedächtnisschwund, der aus seinem eigenen labyrinth nicht mehr hinausfindet. eine freundin hat mal zu mir gesagt, dass sie sich keine sorgen macht um ihre lieben. denn, so sagte sie, passiert sowieso, was passiert. man kann sie nicht retten, nur weil man sich sorgt. ein guter rat. nur an der umsetzung fehlt's. (18971)
Ich kann dir sehr gut nachfühlen, hatte ich doch einige Zeit nach dem Tod unseres >>> Hallo Rose, > Gedanken schaffen Realität, damit habe ich mich in letzter Zeit auch sehr Ich sehe es eigentlich im Grunde umgekehrt. Es kommt nur der Gedanke herein, der > Was ist eure Meinung dazu? Kann man mit Angst wirklich ein Unglück Ein Unglück kannst Du nicht provozieren und auch keinen Einfluss auf den Lieben Gruß Durch diese Antwort hat sich wenigstens meine Angst, damit alles noch schlimmer Du weisst es im Grunde genommen ja auch, denn du schreibst selber: Wozu machst du dir dann Sorgen? Alles, was wir erleben, erleben wir, um daran zu Ganz herzliche Grüsse (18972)
ganz vielen lieben dank fuer deinen post. es hat echt jemand gebraucht, der es mir buchstabiert, damit mir das licht aufgeht. du hast ganz recht. ich habe so- oder so keinen einfluss auf das, was geschieht. die angst, die ich habe, soll ich haben. und was passiert, das passiert sowieso. vielen dank rose. !!!'s antwort hat mir tatsächlich wahnsinnig geholfen. es wird zwar eine zeit brauchen, bis ich die verkrampfte angst auflösen kann. aber ich merke jetzt schon, dass es leichter ist. jedenfalls, dass man mit der angst selber nichts heraufbeschwören kann. das ist schon mal sehr beruhigend. und wie du schreibst - ich weiss es ja eh. ich muss nur selber auf mich hören. vielen dank noch einmal! lg, scabbers (18975)
wenn Du erlaubst, möchte ich eine Frage zu einem Komplex stellen, dem ich hier immer wieder begegne. Viele Grüße |