jenseits-de.com Gemeinnützige Organisation

Das führende Ressort auf dem Gebiet der Jenseitsforschung



Falls Sie noch neu sind, kann der Überblick Ihre Orientierung erleichtern.




Unsere Bücher





Unsere Buchleser




Keine Bestätigung, Lizenz?
Status Buchbestellung

Installationsanleitung





Falls Sie eine weitere Lizenz benötigen, eine Frage haben oder Hilfe beim Öffnen Ihres Buches brauchen, dazu gibt es das...

Support Center




Aus aktuellem Anlass




www.jenseits-de.com

Trost?

[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ Forum ]


Posted from 92.227.200.154 by Flora on July 24, 2009 at 12:07:26:

Hallo,

Ich habe erlebt durch den Tod eines geliebten Menschen, wie hilflos man wirklich ist.
Und natürlich sucht man verzweifelt Trost, denn, ich weiß nicht wie es Euch ergangen ist, ich glaubte diesen schweren Schlag nun nicht mehr aushalten zu können.
Dann geriet ich an die Trauerphasen von Kübler-Ross und anderen.
Das hat mir sehr geholfen. Denn das zeigte, wie vielen Menschen es vor mir schon so gegangen war. Dort wurde ein richtiger Aufruhr von Gefühlen, Ängsten, Panik, Verfolgungswahn, einfach alles beschrieben. Und es wurde deutlich, dass das Phasen sind. Schwierig wird die eigentliche Trauerarbeit, wenn man sie wie ich alleine machen musste.
Im Grund steht überall, dass man bei dieser Trauerarbeit einen Begleiter oder jedenfalls Hilfe braucht, von einem Trauerbegleiter, einem Psychotherapeuten usf.

Ich bin im christlichen Sinne kein gläubiger Mensch, trotzdem half es mir, nach einigen Monaten auf den Friedhof zu gehen. Und obwohl ich nicht genau wusste, wo sie begraben lag, es hatte eine anonyme Beerdigung stattgefunden, setzte ich mich auf eine Bank vor die Grabstätte und ließ die Gedanken wandern.
Dabei wurde ich von zig Leuten gestört, die ihre Gräber pflegten und die ich auch störte, weil ich einfach nur da saß.
In dieser Situation habe ich das ganze Leben der Verstorbenen Revue passieren lassen, die schönen und weniger schönen Momente, meinen Schmerz, dass ich jetzt also alleine bin und habe versucht intensiv an sie zu denken und ihr alles das zu sagen, was ich ihr in den letzten Montaten vor ihrem Tod nicht mehr sagen konnte, weil sie schwer demenz krank war.
Hätte mir das früher jemand gesagt, dass ich auf dem Friedhof sitze und stundenlang mit einer Verstorbenen rede, hätte ich wahrscheinlich nur den Kopf geschüttelt.
Das Erstaunliche ist aber, dass ich von diesem Augenblick an ruhig wurde, ich hatte nicht mehr die Panik, den Aufruhr von Gefühlen, sondern konnte wieder viel ruhiger an die Verstorbenen denken.
Zweifellos hatten aber die vorherigen Monate geholfen, in denen ich meine Gefühle einfach zuließ. Da ich schnell erkannt hatte, dass meine Freunde mit Trauer überfordert sind, hatte ich mich etwas abgeschottet, viel gelesen, viel Tagebuch notiert und im übrigen, versucht den Schmerz zu leben. Und erst auf dem Friedhof merkte ich, dass mir das geholfen hatte.

Natürlich ist das sicherlich Unsinn, das kann man schließlich auch an jedem beliebigen Ort , dieses Nachdenken und Revue passieren lassen. Aber eigentümlicherweise merkte ich , dass ich es auf dem Friedhof viel besser konnte als an einem anderen Ort.

Wähend dieser ganzen Zeit hatte ich versucht, mich mit dem Jenseitswissen auseinanderzusetzen und ich stellte sehr schnell fest, dass das Wissen kein Trost für mich war sondern andere Probleme aufriß. Zum Beispiel das Problem der Unfreiheit. Na ja dass der Mensch nicht absolut frei ist, haben viele Philosophen schon längst erkannt. Aber die Lehre vom Plan ist eine besondere Unfreiheit.
Ein Leben leben zu müssen, das fast ganz vorgezeichnet ist, finde ich persönlich furchtbar.
Da gerate ich in Panik angesichts des Sinns des Lebens.

Einige sagen, mir kann ja nichts geschehen, denn ich als Vollseele habe es mir genauso ausgesucht. Wieso kann mir nichts geschehen? Mir kann eine Menge geschehen, siehe die vielen harten Pläne. Und das Bewusstsein, dass es einen Guide gibt, der auch noch dafür sorgt, das alles Harte auch schön geschieht, und der materielle Mensch nicht etwas ausbüchst, das finde ich furchtbar.

Kurz ich kann voll nachvollziehen dass das Jenseitswissen zwar wichtig ist, dass es das Bewusstsein erweitern kann, aber zunächst einmal, wenn man wie ich am Anfang steht, ist es kein Trost.
Es wird gesagt, dass es ein Trost ist, zu wissen, dass die Seelen quasi nicht tot sondern "heim" gegangen sind.
Das mag auf einer höheren Eben stimmen. Auf dieser materiellen Ebene ist der Mensch, den ich gekannt habe nicht mehr da und im Jenseits ist er allenfalls eine Erinnerung oder eine Stufe der Weiterentwicklung.

Entschuldigt bitte, das ist nun doch etwas lang geworden, und ich weiß nicht, ob ich das zum Ausdruck bringen konnte, wodurch ich durch die letzten Postings angeregt wurde.

Viele Grüße
Flora





Alle Antworten:



(18973)


Trost?


Posted from 87.174.136.183 by !!! on July 24, 2009 at 21:25:35:
In Reply to: Trost? posted by Flora on July 24, 2009 at 12:07:26:


Hallo Flora,

> Ich habe erlebt durch den Tod eines geliebten Menschen, wie hilflos man wirklich ist.

Nein, das sind wir nicht und ich versuche es seit Jahren näher zu bringen. Es betrifft die Fähigkeit zur Transformation der Verbindung zwischen hier und dort.

Ich kann eine Seele fühlen und das ersetzt zwar nicht die Streicheleinheiten (Berührungen) in der materiellen Welt, die so enorm fehlen. Die Ebene hat eine ganz andere Gefühlswelt -mit Echoeffekten / Reflektion der eigenen Gedanken in der Kommunikation- und sie ist wesentlich schwerer zu handeln (komplizierte Forschung :). Sie kommt durch die Kraft der Ausdehnung in die andere Welt zustande.

Lieben Gruß
!!!




[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ nach oben ]


(18974)


Trost?


Posted from 78.54.190.253 by Flora on July 24, 2009 at 22:45:51:
In Reply to: Trost? posted by !!! on July 24, 2009 at 21:25:35:


Hallo !!!,

also wenn Du dieses Thema schon so oft besprochen hast, tut mir das natürlich leid. Und wahrscheinlich hast Du da keine Lust schon wieder etwas dazu zu sagen.
"Es betrifft die Fähigkeit zur Transformation der Verbindung zwischen hier und dort."
"Ich kann eine Seele fühlen ... Die Ebene hat eine ganz andere Gefühlswelt -mit Echoeffekten / Reflektion der eigenen Gedanken in der Kommunikation- und sie ist wesentlich schwerer zu handeln (komplizierte Forschung :). Sie kommt durch die Kraft der Ausdehnung in die andere Welt zustande."

Also rational ist das völlig klar, aber emotional kann ich es nicht nachvollziehen, weil ich nicht medial und offensichtlich leider zu wenig sensitiv bin. Da kann man nur glauben, und das ist sehr enttäuschend, sorry.

Viele Grüße
Flora




[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ nach oben ]


(18979)


Trost?


Posted from 212.186.120.239 by Mad on July 25, 2009 at 21:26:09:
In Reply to: Trost? posted by Flora on July 24, 2009 at 12:07:26:


Hallo Flora!

>Kurz ich kann voll nachvollziehen dass das Jenseitswissen zwar wichtig ist, dass es das Bewusstsein erweitern kann, aber zunächst einmal, wenn man wie ich am Anfang steht, ist es kein Trost.

Es soll dir auch keinen Trost bieten. Du musst Schmerz empfinden.....erst dadurch lernst du die Beziehung aus einer Perspektive kennen die "wahre Liebe" ausmacht. Nicht die Liebe weil der Mensch einen etwas gutes tat, sondern Liebe und Dankbarkeit für das Sein an sich. Der Schmerz und die Trauer verbindet letztendlich und sie erreicht eine nie dagwesene Stärke, die zu Lebzeiten nie erreicht werden kann.

>Es wird gesagt, dass es ein Trost ist, zu wissen, dass die Seelen quasi nicht tot sondern "heim" gegangen sind.
Das mag auf einer höheren Eben stimmen. Auf dieser materiellen Ebene ist der Mensch, den ich gekannt habe nicht mehr da und im Jenseits ist er allenfalls eine Erinnerung oder eine Stufe der Weiterentwicklung.

Das ist er nicht....er ist Teil deiner Persönlichkeit und alle Eigenschaften die du wahrnehmen konntest an ihr sind Möglichkeiten zur Selbstreflektion. Man erfährt sich durch das Aussen und die Dankbarkeit und Liebe bleibt fortwährend bestehen.

Das Versterben eines Gegenübers ist wie der Strich der letztendlich die Summe bewusst macht, was dieses Gegenüber einen ermöglichte. Diese Summe die aber bewusst ist, ist nur ein winziger Teil dessen, was er wirklich ausmachte. Du wirst im laufe deines Lebens immer wieder in Berührung kommen mit dem, was es dir wirklich ermöglichte.

Alles Liebe
Mad


[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ nach oben ]


(18981)


Danke Mad und !!!


Posted from 92.227.210.160 by Flora on July 26, 2009 at 01:32:10:
In Reply to: Trost? posted by Mad on July 25, 2009 at 21:26:09:


Hallo Mad,

was mir an Deiner Antwort sehr geholfen hat, ist die tiefere Dimension, die Du und auch !!! beschrieben habt.
Da gibt es wohl eine ganze Menge, was ich im 1. Buch, im Wegweiser und im 3. Buch von Peter noch einmal ganz neu überdenken muss.
Vielen herzlichen Dank!

Viele Grüße
Flora


[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ nach oben ]


(18982)


Danke Mad und !!!


Posted from 87.174.139.177 by !!! on July 26, 2009 at 09:59:25:
In Reply to: Danke Mad und !!! posted by Flora on July 26, 2009 at 01:32:10:


Hallo Flora,

ich hatte lange überlegt, welche Brücke das Missverständnis vor allem hinsichtlich des Plandenkens überbauen könnte.
Vielleicht bindest Du parallel zu unserer Literatur die Prophezeiungen von Celestine (James Redfield) ein, für mich bietet das Buch gerade in dieser Richtung gute Einblicke, auch dahingehend, wie spannend im Grunde unser Inkarnationsweg ist und welche visuelle Kraft wir selbst für unsere Wegführung einsetzen können. Wir müssen es nur erkennen. Wenn wir doch schon mal die Erde besuchen .... :))

Lieben Gruß
!!!




[ Alle Antworten ] [ zurück zum Archiv ] [ nach oben ]