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Quälende Glaubenssätze

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Posted from 78.48.55.171 by Elisabeth on July 25, 2009 at 10:44:55:

Hallo,

ich bin so traurig. Wie soll ich denn an diese Glaubenssätze herankommen? Ich fühle mich so allein damit. In meinem Umfeld kann ich darüber mit niemandem reden.

Ich versuche es mal der Reihe nach:
Ich lebte längere Zeit ohne Lebenspartner. Es war die Zeit, während der der Abschied von meinem Vater, der Ende 2007 "nach Hause" ging, mich ganz beanspruchte. Ihm gegenüber habe ich inzwischen ein ganz ruhiges und friedliches Gefühl, wozu mir das Eintauchen in die Welt des Jenseitswissens sehr verholfen hat. Seither versuche ich, an meinem Bewusstsein zu arbeiten und meine Glaubenssätze zu ergründen. Sicher wurde ich gerade mal wieder einer entsprechend "geeigneten" Hürde zugeführt. Denn vor kurzem habe ich nun wieder einen Mann kennengelernt, der mich sehr fasziniert - sprich: ich bin nach langer Zeit mal wieder richtig verliebt. Das ist natürlich ein guter Anlass, um intensiv mit Glaubenssätzen konfrontiert zu werden. Und an dieser Stelle komme ich im Moment gar nicht weiter und quäle mich immer aufs Neue damit, mich ungeliebt und auch als wenig liebenswert zu empfinden. Es ist ja nicht so, dass sich dieser Mensch nicht für mich interessieren würde; von außen betrachtet befinden wir uns in einem ganz normalen Kennenlernprozess. Nur fühle ich mich dabei so überwältigt von meinen Überzeugungen, dass ich eigentlich nichts zu bieten hätte, was ihn interessieren könnte, was er an mir schätzen und vielleicht mal lieben könnte. Ich empfinde mich (allerdings nur ihm gegenüber) als ein so langweiliges Wesen, weil ich eher in mich gekehrt lebe, nicht besonders viel weggehe (Kino, Theater, Konzerte oder so) und insgesamt nicht so viel zu erzählen habe. So "glaube" ich zum Beispiel:
- Wenn ich nicht so bin wie der andere, bin ich nicht attraktiv.
- Meine Eigenheiten sind bedeutungslos und zeichnen mich nicht aus.
- Meine Eigenheiten lassen sich nicht mitteilen.
- Wenn ich nicht die wichtigste Person in seinem Leben bin, werde ich nicht (genug) geliebt.

Aber wie gehe ich bloß damit um?!? Es ist so schmerzvoll, das immer wieder zu erleben und es entmutigt mich sehr, weil ich befürchte, dass ich mir gerade durch diese Gedanken/diese Einstellung bereits jetzt die Chance verbaue, in eine irgendwie glückliche Beziehung mit diesem Menschen eintreten zu können.

Ich freue mich, wenn mir irgendjemand ein paar Gedanken dazu mitteilen möchte. Im Moment bin ich ratlos und sehr traurig.


Elisabeth




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(18977)


Quälende Glaubenssätze


Posted from 80.145.178.135 by Myra on July 25, 2009 at 12:22:14:
In Reply to: Quälende Glaubenssätze posted by Elisabeth on July 25, 2009 at 10:44:55:


Hallo Elisabeth,

so wie Dir geht es vielen Menschen, die am Anfang einer neuen Beziehung stehen. Man ist furchtbar unsicher, hat (meist ohne Grund) viel zu wenig Selbstbewusstsein, fragt sich ständig warum der andere einen wohl mögen sollte.
Damit setzt man sich selbst so unter Druck, gefallen zu wollen, dass irgendwann gar nichts mehr geht.
Dieser Mann interessiert sich für Dich, er wird schon wissen warum.
Ob ihr zusammen kommt oder nicht, steht ja sowieso schon fest, das hast Du hier bestimmt schon gelernt. Auch Deine momentanen Gefühle sind Teil Deines Plans.
Aber falls Dir dieses Wissen momentan nicht hilft, möchte ich Dir ein Gedicht von Erich Fried schicken, vielleicht kennst Du es auch:

es ist Unsinn, sagt die Vernunft
es ist Unglück, sagt die Berechnung
es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
es ist aussichtslos, sagt die Einsicht
es ist lächerlich, sagt der Stolz
es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
es ist unmöglich, sagt die Erfahrung
es ist, was es ist, sagt die Liebe

lass alles einfach auf Dich zu kommen, Du kannst nichts falsch machen, Liebe wird uns geschenkt, wenn es unser Plan ist.


Viele Grüsse
Myra


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(18978)


Quälende Glaubenssätze


Posted from 212.186.120.239 by Mad on July 25, 2009 at 21:11:49:
In Reply to: Quälende Glaubenssätze posted by Elisabeth on July 25, 2009 at 10:44:55:


Hi Elisabeth!

>Und an dieser Stelle komme ich im Moment gar nicht weiter und quäle mich immer aufs Neue damit, mich ungeliebt und auch als wenig liebenswert zu empfinden. Es ist ja nicht so, dass sich dieser Mensch nicht für mich interessieren würde; von außen betrachtet befinden wir uns in einem ganz normalen Kennenlernprozess. Nur fühle ich mich dabei so überwältigt von meinen Überzeugungen, dass ich eigentlich nichts zu bieten hätte, was ihn interessieren könnte, was er an mir schätzen und vielleicht mal lieben könnte.

Du hast diesen Menschen kennengelernt und das Kennelernen alleine schon wird dir bewusst machen, durch ihn, was es ist, dass dich so einzigartig macht. Jede Verbindung zu einem Aussen, macht die eigene Art bewusst.

Beobachte mal als einfaches, was du in ihn siehst. Alles was du an ihm liebst, sind Anteile die du SELBST in DIR trägst. Diese Anteile sind dir aber aus gewissen Gründen nicht bewusst.

>Ich empfinde mich (allerdings nur ihm gegenüber) als ein so langweiliges Wesen, weil ich eher in mich gekehrt lebe, nicht besonders viel weggehe (Kino, Theater, Konzerte oder so) und insgesamt nicht so viel zu erzählen habe. So "glaube" ich zum Beispiel:
- Wenn ich nicht so bin wie der andere, bin ich nicht attraktiv.
- Meine Eigenheiten sind bedeutungslos und zeichnen mich nicht aus.
- Meine Eigenheiten lassen sich nicht mitteilen.
- Wenn ich nicht die wichtigste Person in seinem Leben bin, werde ich nicht (genug) geliebt.

Wir alle lernen uns selbst zu lieben und zu schätzen, durch das bewusst machen eines Aussens. Wir lieben uns, da wir erkennen, dass Eltern, Freunde, Bekannte, Fremde auf der Strasse ec mit einem in Resonanz stehen.

Wir erkennen auch die eigene Qualität am persönlichen Erblicken des Umfeldes. An der Freude der Natur, am erfreuen wenn man Kinder spielen sieht, am Geniessen eines Mahles ec

Darin erkenne wir unsere Art und Weise zu empfinden......das ist etwas, was einen auszeichnet und ausmacht.

>Aber wie gehe ich bloß damit um?!? Es ist so schmerzvoll, das immer wieder zu erleben und es entmutigt mich sehr, weil ich befürchte, dass ich mir gerade durch diese Gedanken/diese Einstellung bereits jetzt die Chance verbaue, in eine irgendwie glückliche Beziehung mit diesem Menschen eintreten zu können.

Lerne eher darauf zu achten, wie du die Welt und deine Umgebung siehst. Alles was du empfindest ist Teil deiner Persönlichkeit.

Lerne auch dir Zeit zu nehmen, dich selbst kennenzulernen. Beobachte dich wie ein Fremder.....was erkennst du an dir. Wie nimmst du die Welt wahr. Freude, Angst, Glück, Wut ec.....jede Situation die was auslöst in dir. Herzhaftes Lachen bei einem Film oder einer Situation, Traurigkeit bei einem Song oder einer Geschichte.

Dann nehme das wahr was du fühlst und finde dich symphatisch wenn du lachen kannst. Tröste dich wenn du traurig bist.

Du achtest auf Art und Weise von deinem Gegenüber welches es liebenswert macht. Achte auch auf deine Art und Weise zu reagieren und zu spüren.....das ist genau das was dich dann ausmacht.

Alles Liebe
Mad


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(18980)


Danke ...


Posted from 78.49.234.87 by Elisabeth on July 25, 2009 at 23:53:08:
In Reply to: Quälende Glaubenssätze posted by Elisabeth on July 25, 2009 at 10:44:55:


... für eure tröstenden und anregenden Gedanken. Sie helfen mir auf jeden Fall weiter, da der Kreis der Stagnation dadurch aufgebrochen wurde und wieder etwas Platz für neue Betrachtungsweisen entstanden ist.

Ich muss halt einfach weitermachen. Und dass es leicht werden würde, hat ja schließlich niemand behauptet :-/

Nochmals ganz lieben Dank und Grüße,
Elisabeth


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