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Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen

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Posted from 91.60.155.25 by Agnes on September 14, 2014 at 12:48:24:

Hallo ihr Lieben,

so, muss schon wieder das nächste Thema anschneiden. Ich hoffe, es ist ok und interessiert auch andere Ressort-Teilnehmer.
Kurz zur Vorgeschichte. Bei mir fingen vor ca. 1,5 Jahren die ersten Beschwerden an, ich bekam Panikattacken und Hormonstörungen mit schlimmen Auswirkungen und wusste nicht woher, es kam mir aber eher "körperlich" vor. Dabei weiss ich aus Peter´s Büchern, dass alle Beschwerden von der Psyche bzw. Seele gesteuert werden. Nach einer langen Arzt-Heilpraktier-Odyssee und auch Besuchen beim Psychologen wurde ich zu meinem jetzigen Therapeuten geführt, der zwar Allgemeinmediziner ist, jedoch mit einer naturheilkundlichen und homöopathischen Zusatzqualifikation. Die Diagnose lautete dann HPU, eine Stoffwechseldysbalance, die in der Schulmedizin nicht als Krankheit anerkannt ist, eher als Ansammlung von Symptomen. Symptome sehe ich dann in diesem Fall als psychische, die Seele belastende Themen. Soweit so gut.
Dank Caro und Peter´s Büchern arbeite ich im Moment an der Auflösung meiner hinderlichen Glaubenssätze, die sich wie eine Zwiebel, Schicht um Schicht zeigen. Das ist sehr schwer, geht mit körperlichen Symptomen und immer wieder Druck und Los- bzw. Zulassen einher. Geht wahrscheinlich im Moment vielen Menschen so, bewusst oder auch unbewusst.
Nun zu meiner Frage. Gestern habe ich in unsere Kürbissuppe Kräuterlinge zum Abrunden getan. Mein Arzt hat mir eine Glutamatunverträglichkeit diagnostiziert, ich wollte aber mal schauen, ob ich evtl. schon wieder ein wenig davon vertrage. Leider Nein. Zum Abend bekam ich wieder Angstzustände und Panik, Stoffwechselprobleme eine reaktive Hypoclycämie, also Unterzuckerung. Diese Unterzuckerung wird ausgelöst, weil die Nahrung zu schnell transportiert wird und das Insulin zu spät seine Ausschüttung beginnt. Diese Unterzuckerung hat bei mir dann die selben Auswirkungen wie eine Panikattacke.
Wie ist das aus jenseitiger Sicht zu sehen? Spielt mein Unterbewusstsein eine gravierende Rolle? Caro schrieb mir, es handelt sich bei Nahrungsmittelunteräglichkeiten ebenfalls und hinderliche Glaubenssätze. Wie komme ich da nun an das Thema dahinter? Wie kann ich mir das Thema bewusst machen?
Im Moment kann ich nur alles umgehen, also das Glutamat vermeiden.
Ich weiss, dass meine VS die Stoffwechselvorgänge steuert, also muss sie ja einen Grund haben. Oder soll ich einfach nur lernen einige Dinge zu meiden und mich einzuschränken? Früher konnte ich essen was ich wollte....
Vielen Dank im Voraus.
Lieben Gruß
Agnes





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Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 97.118.38.16 by Caro on September 14, 2014 at 21:53:42:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Agnes on September 14, 2014 at 12:48:24:


Hallo Agnes,

dein Hauptproblem sind deine Aengste - sie sind auch, was dich so antreibt, staendig nach weiterer Literatur zu suchen, und sie sind die Hauptursache fuer all deine koerperlichen Probleme.

Lebensmittelunvertraeglichkeiten verschwinden automatisch, wenn die dahinterliegende Ursache behoben ist. Aber wenn du das Ganze mit Angst angehst, graebst du dich nur weiter rein, weil du Angst nicht mit Angst bekaempfen kannst.

Du musst im Grunde nur lernen, deinen Guides und deinem Lebensweg mehr zu vertrauen - dann wird ganz automatisch eins zum anderen kommen. Versuche, deinen Aengsten nicht mehr zuzuhoeren - nimm sie wahr, aber glaube ihnen nicht, was sie dir mitteilen. Allein dadurch wird alles schon viel besser werden. Am Anfang wirst du dich ein bisschen zwingen muessen, der Angst nicht nachzugeben, weil du es gewohnt bist, sie als deinen Nummer 1 Ratgeber zu haben. Du wirst aber schnell merken, dass die Angst nur heisse Luft gewesen ist, wenn du ihr nicht mehr nachgibst.

Es gibt nichts, was du tun muesstest - du musst nur aufhoeren, gegen alles zu kaempfen, also beginnen zu vertrauen und passieren zu lassen.

Was die Glutamatunvertraeglichkeit angeht, so wirst du erst mal auf Glutamat verzichten muessen. Wie gesagt, wird sich auch das loesen, aber alles zu seiner Zeit. Das gilt auch fuer deine anderen Krankheiten: erst mal loslassen, dann Heilung und nicht umgekehrt. Und wenn du deinen Fokus zu sehr auf deiner koerperlichen Gesundheit liegen hast und dich ueberfordert und hilflos fuehlst ("Was soll ich nur tun?"), dann mache dir bewusst, dass es schon wieder nur Aengste sind, die dich dazu treiben. Es gibt nichts zu tun - du bist in den allerbesten Haenden, und nichts, was dir geschieht, soll dir schaden. Du wirst an keiner Erkenntnis vorbeilaufen koennen.

Das ist jetzt deine groesste Huerde: lernen zu entspannen, Kontrolle abzugeben, zu vertrauen. Immer wenn du in Panik geraetst, denke genau daran - das wird dir helfen, der Angst weniger Raum zu geben.

Liebe Gruesse
Caro


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Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 91.60.182.93 by Agnes on September 15, 2014 at 07:57:34:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Caro on September 14, 2014 at 21:53:42:


Hallo liebe Caro! Vielen Dank für deine Antwort. Genau so ist es. Bisher habe ich immer auf mein "Bauchgefühl" gehört, welches oft aus Angst besteht. Ich nahm´es als bare Münze und Wegweiser, es hat mich quasi auf Plan gehalten und in meiner illusionären Vorstellung vor dem Schlimmsten bewahrt. Du hast recht, ich habe bisher immer auf meine Angst gehört. Deswegen ist es im Moment so schwer das nicht zu tun. Es verwirrt mich entgegen meiner alten, bisher erfolgreichen Verhaltensweise zu agieren. Meine Guides machen im Moment so viel Druck bzw. die Angst wird so groß in diesen Momenten, dass ich Schwierigkeiten habe sie auszublenden bzw. nicht zu beachten. Bei dieser reaktiven Hypoclycämie kommt dieses Gefühl einer Panikattacke gleich, allerdings ausgelöst von einem körperlichen Vorgang aus. Das konnte ich auch genau so spüren. Es war gar nicht mein Kopf der Angst hatte, sondern der Körper verursachte das. Ich weiss, dass wir nicht getrennt sind, aber in diesem Moment war es, als ob ich gar nicht mehr Herr im eigenen Haus war, mein Körper quasi ein Eigenleben führte. Das wiederrum nicht zu beachten war mir nicht möglich. Was ist in diesem Fall zu tun?
(Ich habe eine Tablette(Progesteron) genommen, die mich dann beruhigt hat) Oder wurde ich da gezwungen, die Kontrolle abzugeben und einfach geschehen zu lassen?
Zu meiner körperlichen Angst, kam dann leider noch die Angst, dass ich aus dieser Situation nicht wieder herauskomme und ab jetzt an einer Angststörung leide. Also Hypochonder vom feinsten.
Kein Vertrauen in den eigenen Plan.
Ich werde dann auch trotzig und denke, wenn meine VS sich so einen Scheiss ausgedacht hat, beende ich das ganze Schauspiel halt! Das denke ich dann, obwohl ich weiss, dass auch das dann plangemäß wäre.....
Ich habe schon so oft losgelassen, doch dann kommt wieder eine heftige Situation und ich merke, sie erhöhen wieder den Druck, damit ich auch da loslasse. Keine Ahnung, warum ich immer wieder in den Wiederstand gehe. Wahrscheinlich, weil ich es bisher immer so getan habe. Erstmal in den Wiederstand gehen, dann sehen, ob nichts passiert *lach*
Kindheitstrauma, Vertrauensmissbrauch!
Könnte ein Therapeut helfen? Der erste Psychologe bei dem ich war, hat mich nach Hause geschickt nach 5 Sitzungen. Er meinte, ich gehe vernünftig mit meinen Problemen um. Wahrscheinlich war er überfordert, als ich ihm mitteilte, dass wir doch selber unsere Realität erschaffen. Es bleibt mir im Moment nur noch euer Forum, Peter´s Bücher und alles selber zu machen. Das soll jetzt kein Selbstmitleid sein, na evtl. doch. Ist halt hart. Aber wem sage ich das....
Alles Liebe
Agnes


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Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 84.148.4.78 by AnnaMutter on September 15, 2014 at 08:30:46:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Agnes on September 15, 2014 at 07:57:34:


Liebe Agnes,
was Panikattacken sind weiss ich nur zu gut, ich litt (leide)
seit 35 Jahren unter einer Angststörung. Wie ich Dir ja schon
ein mal schrieb.
So hart es klingt, aber Du musst durch die Angst durch. Schau
sie an und bewerte sie nicht, denke Dich nicht in Deine
Angstgedanken hinein ..... es sind NUR GEDANKEN, dass bist
nicht Du.
Was mir auch hilft, wenn ich wieder mal "Angst" bekomme, mich
quasi von "oben" zu betrachten, also der Angst irgendwie
zuzusehen ohne mich gegen sie zu wehren.

Sehr geholfen hat mir auch die Site von Dr. Hans Morschitzky
panik-attacken.de. Dort wird Hilfe zur Selbsthilfe geboten.

Liebe Grüße
Anna


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Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 91.60.182.93 by Agnes on September 15, 2014 at 09:31:58:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by AnnaMutter on September 15, 2014 at 08:30:46:


Liebe Anna,

vielen Dank für deine Antwort und deine Tipps. Ich werde mir die Seite anschauen, vielleicht hilft es mir auch. Tausend Dank.
Eine Angststörung habe ich bestimmt auch schon. Ich war noch nie ein Adrenalin-Junkie, aber ich kam bisher gut zurecht mit meinen Ängsten, habe sie sogar als Wegweiser gesehen und als hilfreich.
Doch nun geschieht etwas anderes. Es gerät aus dem Ruder und der Druck wird kontinuierlich erhöht. Ich merke schon selber, wenn ich blockiere. Dann versuche ich loszulassen. Das gelingt nur noch nicht immer. Ist auch schwer zu verstehen, dass alles sowieso so kommt. Ich könnte ja einfach vom Hochhaus-Dach springen, dann wäre der Plan ja durchkreuzt. Aber ich weiss, dass die Angst mich davon abhält, wenn es nicht so sein soll. Das Denken ist so mein Problem oder besser gesagt, dass Wissen, was dann passieren kann und die ganzen Folgen. Das meinte ich mit den Glaubenssätzen und der Zwiebel.
Ich bin mit 21 mal schlimm vom Pferd gestürzt. Bin danach wieder rauf, obwohl sich mir das Pferd noch auf dem Rücken abgerollt hat. Es war wie ein Wunder, dass mir nichts passiert ist, ausser zwei kaputten Zähnen und einer Wunde am Auge.
Ich bin danach sofort wieder rauf und nach Hause galoppiert. Mein Verstand hat es als Unfall abgespeichert und nicht mit dem Pferd in Zusammenhang gebracht.
Im Gegenzug hatte ich allerdings panische Angst vor dem Pferd am Boden, als er meinen kleinen Hund vor meinen Augen totgetreten hat. Ich konnte das Pferd nicht mal mehr putzen ohne Angst.
Das hat sich dann gelegt und ich bin Jahre lang ohne Probleme mit dem Pferd geritten und am Boden arbeiten war auch kein Problem.
Jetzt im März diesen Jahres fiel ich dann erneut vom Pferd. Nach Jahren das erste Mal. Verursacht von einem nicht passenden Sattel. Ich hatte ein Schleudertrauma und nachts nach dem Sturz eine Art Vernichtungsschmerz mit Todesangst.
Bis jetzt hadere ich mit dem Reiten. Gehe nur noch auf´s Pferd, wenn ich ruhig und gelassen bin und Vertrauen zum Pferd habe. Das ist leider nach solchen Panik-Störungen, wie jetzt durch die Unterzuckerung verursacht wieder total gestört.
Am Boden hingegen bin ich mir total sicher und habe Vertrauen. Es kommt mir so vor, als müsste ich nun die Variante von oben integrieren. Zwei Seiten der Medallie.
Was mir ebenfalls auffällt. Früher konnte ich bei Stress auf der Arbeit einfach Joggen gehen und es ging mir gut. Jetzt habe ich durch meine Stoffwechsel-Dysbalance eine Muskelschwäche bekommen, so dass Joggen nur noch bedingt möglich ist. Also ist Stress-Abbau nur noch durch die Healing Codes möglich.
Aber ich will nicht klagen, so ist halt der Wandel. Wir kommen an unsere Grenzen und es wird ja auch irgendwann wieder gut.
Ich muss aber gestehen, dass Aufgeben auch eine Option für mich geworden ist. Ich weiss nicht, ob ich das alles schaffe hier.
Robin Williams hat seine Ängste auch nicht in den Griff bekommen und er hatte bestimmt bessere Möglichkeiten als ich. Klingt jetzt depressiv, ist es vielleicht auch, aber wenn man seit fast 2 Jahren nur noch an seiner Grenze lebt, denkt man auch ans Aufgeben. Das ist hart, denn ich bin normalerweise ein lebenfroher Mensch.
Alles Liebe
Agnes


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Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 217.229.163.1 by AnnaMutter on September 15, 2014 at 11:40:01:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Agnes on September 15, 2014 at 09:31:58:


Liebe Agnes,
es wird wohl primär nun darum gehen, den "Hauptgrund" zu finden. Warum fühlst Du Dich so gestresst? Was ist der "Urgrund" Deiner Ängste?
Wie Caro Dir schon geraten hat, ist es am Wichtisten zur Ruhe zu kommen, zulassen und entspannen zu können.
Es gibt noch andere Methoden als Joggen, z.B. Yoga, Autogenes Training oder einfach "nur" im Wald spazieren gehen (hilft mir), Gespräche mit guten Freunden, da musst Du einfach ausprobieren, was Dir gut tut.
Ich wünsche Dir, dass Du Dich bald besser fühlst.

Liebe Grüße
Anna


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(24438)


Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 91.60.158.4 by Agnes on September 15, 2014 at 18:40:40:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by AnnaMutter on September 15, 2014 at 11:40:01:


Ich frage mich allerdings, wie kann es kommen, dass der Verzehr von Glutamat eine reaktive Hypoglycämie auslöst, welche sich anfühlt wie eine Panikattacke??? Liegt es am Botenstoff Glutamat, der im Gehirn vorkommt?
Eine Panikattacke hat doch einen psychischen Hintergrund?
Dann frage ich mich allerdings auch, warum die Lebensmittelindustrie solche Stoffe verwendet. Ich meine, die chinesische Küche ist voll mit Glutamat in den Gerichten.
Aber das gehört hier nicht her.
Höchstwahrscheinlich erschaffe ich, also meine VS, Situationen, um die Ängste sichtbar zu machen und bearbeiten zu können. Und für mich als TS Agnes muss ein Schauspiel geschaffen werden, also ein Hintergrund der erklärbar ist.
Lieben Gruß
Agnes


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(24439)


Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 88.152.25.48 by Dawnclaude on September 15, 2014 at 21:05:35:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Agnes on September 15, 2014 at 18:40:40:


Hi Agnes,
um was geht es speziell bei dieser Panikattacke mit dem Essen? Ist es dann eine Todesangst, also was denkst du dann bei der Panik?
Sind die Gedanken dann immer ähnlich?
So Panikattacken kenn ich auch in einem völlig anderen zusammenhang und konnte ein paar Probleme mit der Vergangenheit einigermaßen verarbeiten, allerdings mit intensiver Hilfe der Guides (haben zu mir gsprochen).
Bei dir ist das wahrscheinlich schwieriger zu meistern, aber vielleicht kannst du die Situation mal genauer beschreiben.


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(24440)


Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 91.60.146.37 by Agnes on September 15, 2014 at 22:40:01:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Dawnclaude on September 15, 2014 at 21:05:35:


Hallo Dawn,

ich kann es nicht ganz genau beschreiben, aber ich versuche es. Zum Hintergrund, meine Schwiegermutter ist schwer krebskrank und es geht im Moment immer auf- und ab. Mal eine gute Prognose von ihrem Hausarzt, mal eine schlechte von ihrem Onkologen. Es wurden jetzt nach der 3. Chemo nunmehr 4 neue Tumore entdeckt. Der Onkologe macht ihr immer Angst, wenn sie keine neue Chemo bekommt, würde sie zügig sterben. Das ärgert mich so, aber ich darf mich nicht einmischen. Ich schimpfe dann über diese Art der Behandlung, da ich der Ansicht bin, sie soll die verbliebene Zeit doch noch ohne Leiden zu müssen verbringen. Der Zeitpunkt des Übergangs steht doch eh schon fest, da hilft auch keine Chemo. Na du weisst bestimmt, was ich meine. Die Angst blockiert sie einfach, sie traut sich nicht NEIN zu sagen, sondern lässt sich von der Angst leiten.
Selbstverständlich verstehe ich sie, das ist halt unser Denken, dass ein Medikament das Leben verlängern kann. Ich sage mir dann zwar, dass ihre Seele diesen Weg gewählt hat und ich das akzeptieren muss. Auch das Leiden durch die Chemo ist anscheinend von ihr gewählt, denn sonst wäre es ja nicht so.
Aber es regt mich halt auf, dafür kann ich nichts, es ist halt schwer loszulassen.
Punkt 2 ist ein anderes Thema, welches sich im Moment bei mir zeigt. Ich mache mir unwahrscheinlichen Druck, bin zu sehr perfektionistisch wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe. Ich denke, das haben viele Menschen unbewusst und bisher konnte ich damit gut leben, aber jetzt zeigt es sich und belastet mich so sehr, dass ich ständig unter Stress gerate, sobald ich nur in diese Richtung denke. Ob es die Arbeit mit den Pferden, die Arbeit zuhause oder andere Projekte die ich habe bzw. angehe. Es läuft immer darauf hinaus, dass ich jeden Tag daran arbeite und es mich dann belastet und die Freude, die ich anfangs noch hatte, wird dann getrübt von dem Druck, den ich mir damit mache. Ich bin dann einfach nicht flexibel. Z.B. Arbeite ich mit den Pferden fast jeden Tag, weil es mir so eingebleut wurde, dass Pferde bewegt werden müssen. Das obwohl sie den ganzen Tag Bewegung haben und bestimmt dankbar sind, wenn sie nur auf der Weide stehen können. Nehme ich mir einen Tag Pause, weil es mir z.b. schlecht geht oder ich etwas anderes machen möchte, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Wie ein Bodybuilder, der ständig ins Studio muss, weil er Angst hat, dass die Muskeln abgebaut werden. Oder Jemand der alle paar Tage ins Solarium geht und sich selber als blass ansieht, wenn er mal ein paar Tage aussetzt.
Ich denke, dass es sich um ein Thema aus meiner Kindheit handelt in diesem Fall. Mein Vater hatte immer Ziele und Pläne für mich, die ich nicht erfüllen konnte und dann liess´er mich immer fallen, weil ich den Erwartungen nicht gerecht wurde, bzw. auch nicht werden konnte. Ich war halt nie gut genug.
So lernte ich, dass ich für alles hart arbeiten muss, damit es gut wird und anerkannt wird. Jetzt erhebe ich diese Ansprüche an mich selber und Teile meiner Umwelt. Ich weiss im Moment nicht, wie ich das ändern kann. Bewusst versuche ich mir nun frei zu nehmen und die Termine lockerer und flexibler zu gestalten. Also ohne vorher genau zu wissen, was mache ich nun und wann. Und wenn ich mich dann entscheide, etwas mal nicht zu tun, versuche ich das schlechte Gewissen bewusst zuzulassen und mir klar zu machen, dass das Aufgrund des Glaubenssatzes in der Kindheit passiert. Keine Ahnung, ob das so richtig geht. Caro schrieb´mir, ich solle hinschauen. Also denke ich, dass ich die Gefühle schon fühlen muss und sie nicht wegschieben darf.
Das ist jetzt ein Roman geworden, sorry.
Alles Liebe
Agnes


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(24441)


Zusatz


Posted from 91.60.146.37 by Agnes on September 15, 2014 at 22:56:35:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Agnes on September 15, 2014 at 22:40:01:


Da fällt mir noch ein, ich konnte die Hürden meines Vaters nie überwinden, weil er sie immer weiter erhöht hat und nie zufrieden war mit mir. Genau diese Situationen wiederhole ich nun; ich mache etwas gut, und schon hole ich mir die nächste Herausforderung, anstatt an dem was ich gerade gut mache weiterzuarbeiten. So scheitere ich dann immer wieder und wiederhole so die Situationen aus der Kindheit. Wieder und wieder.
Ich hoffe, das interessiert auch andere Leser und es findet sich der Ein- oder Andere darin wieder oder in ähnlichen Situationen.
Alles Liebe
Agnes


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(24442)


Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 97.118.38.16 by Caro on September 15, 2014 at 23:10:32:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Agnes on September 15, 2014 at 07:57:34:


Hallo Agnes,

> Es verwirrt mich entgegen meiner alten, bisher erfolgreichen Verhaltensweise zu agieren.

dass sie erfolgreich war, bildest du dir nur ein und ist einer der Gruende dafuer, warum es dir so schwer faellt loszulassen. Denn wenn dich deine Angst vor Schlimmerem bewahrt hat und du aufhoerst, auf sie zu hoeren, gehst du das Risiko ein, dass Schlimmeres passiert. Du lieferst dich quasi aus, bist ungeschuetzt ohne deine Angst. SO kommt es dir zumindest vor, denn diese Assoziation ("Angst schuetzt mich") ist vollkommen verkehrt.

Deine Angst hat dich noch niemals vor irgendetwas bewahrt. Alles Schlimme ist trotz Angst geschehen, und alles, was nicht geschehen ist, SOLLTE auch nicht geschehen. Und wenn du nicht vom Hochhaus springst, dann nicht aufgrund von deiner Angst, sondern aufgrund deines Verstandes. Du musst hier unbedingt Vernunft und Angst voneinander trennen. Der Grund dafuer, warum du nicht bei roter Ampel ueber eine befahrene Strasse laeufst, ist nicht Angst, sondern Vernunft.

Angst bewahrt dich vor gar nichts, auch wenn manchmal der Eindruck entsteht. Was Angst jedoch macht, ist dich daran zu hindern, dir zu gestatten dein Leben voll zu leben. Und weil du jetzt frei werden sollst, muessen dir deine Guides deine Angst so bewusst machen. Sie wollen, dass du verstehst, wie weitreichend deine Aengste sind, wie sie so gut wie jede Entscheidung in deinem Leben mitbestimmen und letztendlich deine Lebensfreunde immer mehr eingeengt haben.

Wenn deine Angst von deinem Freund zu deinem Feind wird, d.h., wenn du erkennst, dass sie dir nur schadet und nicht hilft oder Gutes tut, wirst du sie leichter loslassen koennen. Daher ist es so wichtig, dass du siehst, dass dein Glaube, auf deine Angst zu hoeren, sei bisher erfolgreich gewesen, eine Illusion ist. Du hast niemals etwas Schlimmes nicht erlebt aufgrund deiner Angst, und deine Angst hat dich niemals vor irgendetwas bewahrt.

> Meine Guides machen im Moment so viel Druck bzw. die Angst wird so groß in diesen Momenten, dass ich Schwierigkeiten habe sie auszublenden bzw. nicht zu beachten.

Du sollst sie nicht ignorieren, aber ihr auch nicht mehr glauben. Betrachte deine Angst als das, was sie ist: die Folge eines oder mehrerer Traumata. Angst ist NUR ein Gefuehl. Du gibst der Angst viel mehr Gewicht, als sie verdient. Lass sie zu, aber GLAUBE ihr nicht. Sobald dein Unterbewusstsein merkt, dass du dich in einer "gefaehrlichen Situation" befindest, aber ihr nicht ausweichst und dir dennoch nichts geschieht, wirst du loslassen. Jedes Mal ein Stueckchen mehr. Und fuer dich wird es unglaublich sein, dass du so ruhig und zufrieden sein kannst, ganz ohne Angst. Du wirst in dem Augenblick nicht einmal mehr verstehen, wie du dich so sehr fuerchten konntest.

Angst ist nur ein Gefuehl, und wenn wir es naehren und ihm glauben, dann machen wir es zu etwas, das es gar nicht mehr ist. Wir machen es zum Ratgeber, zur Lebensweisheit und geben ihm damit eine Realitaet, die es von Natur aus gar nicht hat. Wir machen Angst also zu mehr, als sie wirklich ist.

> Bei dieser reaktiven Hypoclycämie kommt dieses Gefühl einer Panikattacke gleich, allerdings ausgelöst von einem körperlichen Vorgang aus. Das konnte ich auch genau so spüren. Es war gar nicht mein Kopf der Angst hatte, sondern der Körper verursachte das. Ich weiss, dass wir nicht getrennt sind, aber in diesem Moment war es, als ob ich gar nicht mehr Herr im eigenen Haus war, mein Körper quasi ein Eigenleben führte. Das wiederrum nicht zu beachten war mir nicht möglich. Was ist in diesem Fall zu tun? (Ich habe eine Tablette(Progesteron) genommen, die mich dann beruhigt hat) Oder wurde ich da gezwungen, die Kontrolle abzugeben und einfach geschehen zu lassen?

Beides ist moeglich. Wenn du Kontrolle wirklich abgibst im Moment der absoluten Angst (also dich zwingst, der Angst NICHT nachzugeben), aeussert sich das oft auch koerperlich als kurze Verwirrung im Kopf, dann starkes Zittern im Koerper. Das kann man auch bei Tieren beobachten, wenn sie gezwungen werden, sich ihren Aengsten zu stellen. Dieses Zittern ist ganz natuerlich und eine Nervensache.

Alternativ: wenn du deine Angst nicht loslassen kannst (da zu sehr involviert) koennen natuerlich Medikamente helfen, dass du dich besser entspannen kannst.

Angst kommt immer aus der Psyche, aber der Koerper reagiert natuerlich. Panikattacken wirken sich oft als Herzrasen aus, Atemnot und Schweissausbrueche. Das Loesen einer Angst hingegen ist eher als Zittern am ganzen Koerper bemerkbar, s.o.

> Kein Vertrauen in den eigenen Plan.

Es ist noch mehr als nur das. Wenn du dir Menschen um dich herum anschaust, die allesamt nichts vom Plan wissen, so haben die meisten trotzdem viel weniger Angst als du. Es geht in deinem Fall also definitiv um ein oder mehrere Traumata. Aber um da ueberhaupt ranzukommen, musst du erst mal aufhoeren, der Angst so viel Nahrung zu geben, d.h. beginnen, ihr nicht mehr zu glauben. Sie hat NICHTS mit der Gegenwart zu tun, aber solange du ihr in der Gegenwart so viel Gewicht gibst, bestaerkst du nur den Glauben, es gaebe tatsaechlich Dinge, vor denen du dich fuerchten muesstest.

> Ich werde dann auch trotzig und denke, wenn meine VS sich so einen Scheiss ausgedacht hat, beende ich das ganze Schauspiel halt! Das denke ich dann, obwohl ich weiss, dass auch das dann plangemäß wäre...

Ja, das ist auch voellig normal. Das Ego wehrt sich, aber du wirst schnell lernen, auch dem Ego keinen Glauben mehr zu schenken, weil du weisst, dass es dich nirgendwohin fuehrt und doch auch nur Unsinn ist. Je oefter du solche Gedanken hast, desto eher wird dir klar, dass sie nichts nuetzen und dich im Grunde nur festhalten.

> ... Ich habe schon so oft losgelassen, doch dann kommt wieder eine heftige Situation und ich merke, sie erhöhen wieder den Druck, damit ich auch da loslasse. Keine Ahnung, warum ich immer
wieder in den Wiederstand gehe.

Weil der Kern noch da ist, um den sich alles dreht bzw. von dem alles ausgeht. Du wirst dort Stueck fuer Stueck herangefuehrt werden, wenn alle Schalen der Zwiebel weg sind.

> Wahrscheinlich, weil ich es bisher immer so getan habe.

Richtig. Und da der Motor fuer alles (der Kern/Trauma) immer noch vorhanden ist, reagierst du natuerlich auch immer wieder auf dieselbe Weise. Deshalb ist es so wichtig, erst mal das Muster/den Mechanismus zu stoppen.

> Erstmal in den Wiederstand gehen, dann sehen, ob nichts passiert *lach* Kindheitstrauma, Vertrauensmissbrauch! Könnte ein Therapeut helfen?

Ja, das kann er, aber es ist nicht zwingend noetig. Auch hier: folge nicht deiner Angst, wenn du dich entscheidest, ob du einen Therapeuten zur Hilfe nehmen moechtest, sondern nur dem, was du wirklich und aus ganzem Herzen moechtest.

Wieder gilt: du wirst deinen Weg gehen und kannst an absolut nichts vorbeilaufen.

> Es bleibt mir im Moment nur noch euer Forum, Peter´s Bücher und alles selber zu machen.

Du wirst sowieso alles selbermachen, auch mit Therapie waere das der Fall. Die eigentliche "Arbeit" liegt bei dir, aber diese Arbeit besteht nur daraus, zuzulassen und loszulassen. Das ist alles. Es ist sehr schwer, aber nur weil du immer noch so sehr auf deine Angst hoerst, die im Grunde in jeder Zelle verankert ist. Anfangs wirst du dir manchmal einfach mitteilen muessen, dass du verkehrt liegst mit deiner Perspektive, auch wenn alles in dir dagegenspricht. Du wirst also in vollkommener Dunkelheit (Angst) dir mitteilen muessen, dass da Licht ist, auch wenn du es nicht siehst. Spaeter wird es dir leichterfallen, weil du mehr und mehr erkennst, dass diese Dunkelheit gar nicht existiert, sondern von deiner Angst erschaffen wurde. Alles ist in Wirklichkeit gar nicht so, wie es dir erscheint. Diesen Satz kannst du dir merken, denn er trifft besonders in diesem Lebensabschnitt von dir jetzt fast immer zu.

Liebe Gruesse
Caro


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(24443)


Zusatz


Posted from 217.229.144.204 by AnnaMutter on September 16, 2014 at 09:35:03:
In Reply to: Zusatz posted by Agnes on September 15, 2014 at 22:56:35:


Hallo Agnes,
Du hast doch alles sehr gut erkannt und weisst, wo Du ansetzen solltest. Am besten beobachtest Du Dich selber, wo liegt der Punkt, ab wann es Dir schlecht geht, Deine Grenzen sozusagen erreicht sind. Das erfordert etwas Sensibilität und Achtsamkeit sich selbst gegenüber.
Das ist auch mit "die Angst ist der Wegweiser" gemeint, sie zeigt Dir, wann es zuviel wird ....

Liebe Grüße
Anna




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(24444)


Zusatz


Posted from 88.152.25.48 by Dawn on September 16, 2014 at 23:38:56:
In Reply to: Zusatz posted by AnnaMutter on September 16, 2014 at 09:35:03:


Das mit dem unnötig Stress machen kenn ich. Ich führe ne Firma und da gibt es allerlei gezielte "Planprobleme" mit meinen Mitarbeitern, (davon allein haben übrigens 4 paranormale erlebnisse ^^) und ich muss daran arbeiten z.b. mich nicht zu sehr zu stressen , weil mich sonst die Probleme zerfressen.

Des weiteren simuliert bei mir der Guide eine Shizophrenie , aber wenn ich mich entspanne, hört sie in der Regel meist auf.
Und abends ist meist gezieltere Ruhepause.

Das heißt auch hier geht es um Entspannung und einer guten Mischung aus Entspannung, Freizeitaktivitäten und Arbeit.
Sie redet auch zu mir , also das geschieht bei mir etwas lockerer, so dass ich sehr genau sehe, dass es sich quasi um eine Krankheitssimulation handelt. Das hilft mir natürlich, es nicht zu ernst zu sehen. Allgemein ist es natürlich gut, probleme zwar zu bewältigen aber nicht zu übertrieben ernst zu sehen.
Vielleicht hilft dir das ein bisschen die ernste Sachlage auch mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, der Spielerischen.
Auch wenn viele "Seelen" das eben nicht mögen, weil es dann nicht mehr realistisch wirkt.
Ich denke, dass dein Guide ebenfalls auf sowas sehr genau reagiert.
Du kennst deine Probleme, aber die Gefühle sind natürlich stark. Ich kenn diesen Drang sehr gut nachvollziehen, etwas machen zu müssen, weil das schlechte Gewissen sich sonst meldet.
Aber du weißt ja auch, dass es bei dir übertrieben ist. Also musst du den Stopper bei dir selbst ansetzen. Ist sicher kein leichtes unterfangen, aber wenn die Energie geringer wird, ist es natürlich das beste Zeichen.

Allerdings ist mir immer noch nicht ganz klar, was es nun mit der starken Panik aufsich hat, die du anfänglich erwähnt hattest, ob es hier nun um Todesangst geht, wie bei deiner Schwiegermutter? Wenn sie keinen Guidekontakt hat, ist es sicher sehr schwer, dass sie den Punkt annehmen kann.
Nahezu unmöglich ohne eigene Paranormale erlebnisse, würde ich sogar meinen. Außer es geht um reinen Glauben.
Die Erlebnisse hattest du aber selbst oder? Also kannst du deinen Guides und der allgemeinen Jenseitsexistenz besser vertrauen?


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(24445)


Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 91.60.187.173 by Agnes on September 17, 2014 at 19:04:46:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Caro on September 15, 2014 at 23:10:32:


Hallo Caro! Vielen, herzlichen Dank für deine sehr ausführliche Antwort. Ich habe nun verstanden, worum es im Moment geht. Allerdings habe ich noch eine Frage. Ist es das selbe mit Stress?
Kann man Stress mit Angst gleich setzten?
Beispiel: Jemand kommt zu Besuch, ich setzte mich dann total unter Druck, alles sauber zu haben und das ist bei uns fast unmöglich, weil wir einen Hof mit vielen Tieren haben. Da sind immer irgendwelche Ecken nicht aufgeräumt und wenn man das alles perfet haben wollte, würde man quasi den ganzen Tag nur ackern. Du merkst, ich fange schon an mich zu rechtfertigen.
Ich weiss, dass hinter dieses Sache ebenfalls ein Trauma steht, das Gefühl nicht zu genügen, nicht gut genug zu sein. Oder aber, dass hinter meinem Rücken über mich geredet wird. Auch wenn ich bisher immer gesagt habe, es geht mir am A*** vorbei was andere über mich denken, so tut es das ja doch nicht.
Also, ist dieses unter Druck setzen, sich stressen ebenfalls so eine Sache wie die Angst? Im Grund steht ja auch eine Angst dahinter. Aber sie fühlt sich nicht als Angst an, sondern als Stress. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
Wie sollte ich mit dieser Art von Situation umgehen?
Tausend Dank.
Alles Liebe sendet
Agnes




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(24446)


Zusatz


Posted from 91.60.187.173 by Agnes on September 17, 2014 at 19:25:42:
In Reply to: Zusatz posted by Dawn on September 16, 2014 at 23:38:56:


Hallo Dawn, vielen Dank für deine Antwort, du machst mir Mut :=)
Also ich habe mittlerweile das Gefühl, dass meine Guides mich verstärkt mit Panik "bombardieren", damit ich erkenne, wo, in welchen Situationen sich meine Traumata melden. Früher konnte ich mit den Ängsten umgehen, sie waren zwar da, aber nicht so präsent. Jetzt wurde allerdings der Druck so dermaßen erhöht, dass ich sie nicht mehr "wegdrücken" kann. Sie zwingen mich quasi hinzuschauen.
Caro´s Hinweise helfen mir sehr gut dabei, wenn ich hinschaue und micht nicht in die Angst bzw. Panik einlasse, geht sie weg. Ich bekomme die Ängste in verschiedenen Situationen, z.B. beim Laufen durch den Wald. Gerade geht es wieder, ich fange langsam an mit dem Joggen. Leider kann ich keinen Hund mitnehmen, der eine zu alt, die anderen zu schwer und der jüngste zu aggressiv und an der Leine ist für mich zu anstrengend. Also alle Ausgänge sind blockiert *lach* Na jedenfalls wurde ich mit 14 Jahren von einem Mann attackiert. Ich konnte mich zwar unter ihm befreien und rannte weg, aber das Trauma sitzt natürlich. Bisher bin ich nur in Begleitung gelaufen, jetzt soll ich mich dem stellen - und tue es auch! Ist klar, dass jetzt die Angst kommt. Aber ok, dieses Trauma kann ich zuordnen und erwarte sie daher schon, die Angst. Das ist also für mich machbar.
Schlimmer sind die unbekannten bzw. unbewussten Ängste. Wie z.B. diese Glutamat-Geschichte. Ich habe überhaupt keine Ahnung, was dahinter steht. Das sind die schwierigeren Situtationen. Eben da, wo ich nicht weiss, wo kommt die Angst her, was hat sie zu bedeuten und welches Trauma steht dahinter.
Paranormale Erlebnisse hatte ich auch schon, sie haben mich damals auch hier ins Ressort geführt. Ich glaube, das war 2007.
Aber es waren nur Weckrufe, denke ich. Ich habe den verstorbenen Vorbesitzer unseres Hofes gesehen, 3 Wochen nach seinem Tod. Er lief zusammen mit seinem lieblings Hund an der Weide entlang. (Der Hund war da bereits 15 Jahre tot, wie ich später erfahren habe) Mein Mann und die Pferde haben ihn auch gesehen. Ich sah ihn so milchig und der Hund lief im zickzack und sehr schnell, als würde er schweben. Sonst sehe ich im Moment nicht und das ist auch gut so. Habe genug mit der Aufarbeitung der Traumata zu tun, da kann ich nicht auch noch Verstorbene gebrauchen *lach*
Alles Liebe
Agnes


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(24447)


Zusatz


Posted from 88.70.103.79 by Noname on September 17, 2014 at 22:19:55:
In Reply to: Zusatz posted by Agnes on September 17, 2014 at 19:25:42:


*Schlimmer sind die unbekannten bzw. unbewussten Ängste. Wie z.B. diese Glutamat-Geschichte. Ich habe überhaupt keine Ahnung, was dahinter steht. Das sind die schwierigeren Situtationen. Eben da, wo ich nicht weiss, wo kommt die Angst her, was hat sie zu bedeuten und welches Trauma steht dahinter.*

Jedesmal wenn etwas geschieht, hier auf körperlicher Ebene, was Du nicht zuordnen kannst, erlebst Du ein Gefühl der Ohn(e)- macht. Ohnmacht ist etwas wovor sich die meisten Menschen am stärksten fürchten. Du bist also nicht alleine damit. Jeder Mensch muss sich in seinem Leben damit auseinandersetzen. Jeder auf seine Art.

Caro hat Dir bereits die Richtung aufgezeigt, wie Du mit Deinem Ängsten umgehen kannst.
Hinzufügen möchte ich noch - habe Mitgefühl mit diesen ängstlichen Anteilen in Dir. Nimm sie in Dein Herz, wenn sie da sind. Das transformiert, wandelt.
Es gibt nur Liebe oder Angst. Beides gleichzeitig ist nicht spürbar. Entscheide Dich immer wieder für die Liebe.


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(24448)


Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 97.118.38.16 by Caro on September 17, 2014 at 23:09:29:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Agnes on September 17, 2014 at 19:04:46:


Hallo Agnes,

> Ist es das selbe mit Stress? Kann man Stress mit Angst gleich setzten?

Stress ist ein Resultat von Angst, d.h., du bist unter Stress aus Angst heraus.

> Du merkst, ich fange schon an mich zu rechtfertigen. Ich weiss, dass hinter dieses Sache ebenfalls ein Trauma steht, das Gefühl nicht zu genügen, nicht gut genug zu sein.

Ja, darum geht es. Du lehnst dich im Kern selbst ab. Du wirst dort hingefuehrt werden - hab einfach Geduld und mach weiter so bisher. D.h., beobachte dich und versuche, deiner Fuehrung zu vertrauen.

> Im Grund steht ja auch eine Angst dahinter. Aber sie fühlt sich nicht als Angst an, sondern als Stress.

Du fuehlst nur den Stress, weil er das ist, was an der Oberflaeche ist. Darunter liegt trotzdem Angst, die Angst, nicht perfekt zu sein, nicht zu genuegen. Wobei du dir selbst auferlegt hast, perfekt sein zu muessen, weil du dir selbst nicht genuegst. An die dahinterliegenden Traumata wirst du gelangen bzw. diese hinderlichen Glaubenssaetze loslassen, wenn alles erkannt wurde, was du erkennen sollst. Also, tief durchatmen, vertrauen und daran denken, dass wenn immer der Gedanke hochkommt: "Oh mein Gott, was soll ich nur tun!", es nur Angst ist, die aus dir spricht. Wieder durchatmen und an die Guides abgeben. Du machst das schon ganz prima, wirst dich aber noch eine Weile selbst immer wieder daran erinnern muessen, weil du einfach anfangs schnell in die alten Muster zurueckrutschst.

> Wie sollte ich mit dieser Art von Situation umgehen?

Relax, atme tief durch, hole dir ins Bewusstsein, wo alles herkommt, dass bloss Angst dahintersteht und dass das alles NUR in deinem Kopf ist und absolut nichts mit der gegenwaertigen Situation zu tun hat. Lass alles passieren, d.h., blockiere nichts, aber lass dich auch nicht von der Angst einnehmen. So, wie du es bisher ja auch schon machst.

Wenn es dir mal nicht schnell genug geht, erinnere dich daran, dass das Tempo von drueben bestimmt wird. Wieder: Entspannen, durchatmen.

Liebe Gruesse
Caro


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(24449)


Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 91.60.185.167 by Agnes on September 18, 2014 at 07:43:09:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Caro on September 17, 2014 at 23:09:29:


Liebe Caro, nochmals herzlichen Dank für die Eerklärung. Ich bin überwältigt, wie weit du schon bist. Danke, dass du das hier schreibst. Es ist gold wert, ich denke auch für andere Leser!
Eine allerletzte Frage habe ich allerdings noch. Ich verstehe den Unterschied zwischen Angst und Verstand nicht so ganz. Beispiel:
Ich gehe, um ein Trauma zu bewältigen alleine joggen. Dabei laufe ich auch durch einen Wald. Aus vernunftsgründen könnte ich lieber auf meinen Mann warten oder einen Hund mitnehmen. Angst oder Vernunft?
Oder
Ich reite nur noch mit Kappe. Im Gelände dann auch mit Sicherheitsweste. Angst oder Vernunft?
Ich könnte ja auch sagen, wenn ich wirklich echtes Vertrauen in meinen Plan habe, lasse ich die Sicherheitsweste und Kappe weg, denn wenn ich stürzen sollte und dabei verletzt werde, soll es ja so sein. Benjamin Winter, der junge Vielseitigkeitsreiter ist mit Kappe und Weste gestürzt und ist tot. Sein Plan hat das halt so vorgesehen. Es ist also nur eine gespielte Sicherheit, die mir ein besseres Gefühl gibt, alles zu tun, was man kann, um nicht unvernünftig zu sein. Aber wenn ich wirklich Vertrauen hätte, bräuchte ich das ganze doch gar nicht.
Das verhält sich doch ähnlich wie mit unseren Versicherungen für´s Haus, Auto, Unfall etc. Wir schliessen sie aus Angst ab oder würdest du das Vernunft nennen?
Du verstehst sicher worauf ich hinaus möchte? Wo hört die Angst auf, wo ist es Vernunft?
Wenn ich bei rot über Strasse gehe und mir nichts passieren soll, wird doch der Autofahrer bremsen, mein oder sein Guide greift dann doch ein. Beim Hochhaus das selbe, ich werde dann, wenn ich nicht springen soll, irgendwie davon abgehalten. Oder überlebe halt. Hätte ich jetzt absolutes Vertrauen, dann könnte ich ja wie Neo in Matrix einfach springen.
Also wie kann ich das trennen? Zum Verstand würde ich jetzt die heisse Herdplatte, Steckdose etc. zählen. Aber es gibt ja immer wieder Meldungen, dass Menschen in den schlimmsten Situationen nicht passiert oder aber wiederum auch Menschen, wie z.B. Michael Schumacher, im Vergleich dazu in eher harmlosen Situationen verunglücken.
Im Voraus schon mal tausend Dank.
Alles Liebe
Agnes


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(24452)


Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen


Posted from 97.118.38.16 by Caro on September 19, 2014 at 00:04:06:
In Reply to: Frage zum Auflösen von hinderlichen Glaubenssätzen posted by Agnes on September 18, 2014 at 07:43:09:


Hallo Agnes,

natuerlich kannst du bei Dingen Angst empfinden, die du aus Vernunftsgruenden z.B. eh gelassen oder getan haettest. Das aendert aber nichts daran, dass du etwas, von dem du ueberzeugt bist, dass es nicht sinnvoll waere (wie z.B. bei Rot ueber die Ampel zu fahren), laesst, weil es dir vernuenftig vorkommt.

Es ist also erst einmal ueberhaupt keine Angst im Spiel. Angst taucht erst auf, wenn wir uns ausgeliefert fuehlen, d.h., das Gefuehl haben, nicht sicher zu sein, keine Kontrolle zu haben.

In meinem vorletzten Beitrag ging es mir darum, dir klarzumachen, dass dich Angst noch nie vor etwas beschuetzt hat. Nicht einmal deine Vernunft hat dich beschuetzt (da immer nur geschieht, was auch geschehen soll), aber es kann dir helfen, wenn du den Unterschied begreifst. Denn solange du deine Angst als "Freund und Helfer" betrachtest, faellt es dir schwerer, sie loszulassen.

Zu deinen Fragen: Natuerlich triffst du viele Entscheidungen aus Angst heraus, derzeit vermutlich sogar die meisten. Aber es ist ein Trugschluss, wenn du glaubst, du wuerdest durch diese Entscheidungen beschuetzt. Ganz im Gegenteil: je mehr du aus Angst reagierst (ihr zuhoerst, ihr glaubst), desto mehr verstaerkst du sie und desto mehr Bereiche deines Lebens wird sie einnehmen.

> Ich verstehe den Unterschied zwischen Angst und Verstand nicht so ganz. Beispiel: Ich gehe, um ein Trauma zu bewältigen alleine joggen. Dabei laufe ich auch durch einen Wald. Aus vernunftsgründen könnte ich lieber auf meinen Mann warten oder einen Hund mitnehmen. Angst oder Vernunft?

Frage dich, wie du entscheiden wuerdest, haettest du keine Angst davor, dass du ueberfallen wirst.

> Oder Ich reite nur noch mit Kappe. Im Gelände dann auch mit
Sicherheitsweste. Angst oder Vernunft? Ich könnte ja auch sagen, wenn ich wirklich echtes Vertrauen in meinen Plan habe, lasse ich die Sicherheitsweste und Kappe weg, denn wenn ich stürzen sollte und dabei verletzt werde, soll es ja so sein.

Das ist vollkommen richtig, aber an der Stelle kehrt sich das Ganze um: Bevor du vom Plan wusstest, nahmst du an, dass tatsaechliche Gefahren existieren, die passieren koennen und dass eine Kappe Schutz bietet, auch wenn ab und an mal einer ohne Kappe schwere Stuerze ueberlebt oder mit Kappe toedlich verunglueckt. Die reine Logik sagt dir, dass deine Chancen mit Kappe besser sind. Wenn du eine Kappe aufsetzt, muesstest du dich also sicherer fuehlen.

ABER: inzwischen weisst du, dass alles eine Illusion ist und nur passiert, was passieren soll, was ein grosses Problem nach sich zieht: Wie schuetze ich mich, wenn ich mich doch in Wahrheit vor nichts schuetzen kann?

Anstatt dass Angst nur dann auftaucht, wenn du dich hilflos fuehlst, fuehlst du dich jetzt immer hilflos, weil du erkannt hast, dass du dich nicht wirklich schuetzen kannst. Ob Kappe oder keine Kappe ist tatsaechlich voellig egal. Damit wird dir dein letzter Schutzmechanismus genommen, denn je mehr du dich damit auseinandersetzt, desto mehr wird dir klar, dass du Sicherheitsgefuehle nur durch Illusionen ("Kappe schuetzt mich") erzeugen kannst. Wenn du aber weisst, dass es Illusionen sind, kannst du dich durch sie auch nicht mehr sicher fuehlen. Du wirst dadurch gezwungen, dich mit deinem Ausgeliefertsein auseinanderzusetzen. Dein fehlender Selbstwert bzw. deine Selbstablehnung ist hiermit direkt verwoben, weil du deinem Plan nur deshalb nicht voll vertrauen kannst, da du glaubst, nichts wert zu sein (und somit erwartest, dass dir Schlimmes geschehen mus).

> Aber wenn ich wirklich Vertrauen hätte, bräuchte ich das ganze doch gar nicht.

Das ist richtig. Und du wirst bemerken, dass dir diese Scheinschutzmechanismen auch jetzt viel weniger nutzen werden (weniger Sicherheitsgefuehl erschaffen), weil du weisst, dass sie sinnlos sind.

> Das verhält sich doch ähnlich wie mit unseren Versicherungen für´s Haus, Auto, Unfall etc. Wir schliessen sie aus Angst ab oder würdest du das Vernunft nennen?

Es ist Vernunft, wenn jemand von rein irdischen Voraussetzungen ausgeht, wenn also jemand glaubt, dass sein Leben von Zufaellen bestimmt wird. Aus der Perspektive heraus, ist es sinnvoll, sich gegen Wahrscheinlichkeiten abzusichern, weil ja damit aus Sicht des Betroffenen tatsaechlicher Schutz kreiert wird. Da du aber weisst, dass es in Wirklichkeit keinen Schutz gibt, weil immer geschieht, was geschehen soll, waere eine solche Entscheidung nur dann auf Vernunft basiert, wenn du nicht ganz ueberzeugt bist, ob es wirklich so ist, dass die Dinge immer geschehen, wie sie geschehen sollen. Du sicherst dich also durch eine Versicherung ab, indem du dir sagst "Nur fuer den Fall, dass manche Dinge doch nicht vom Plan bestimmt sind". Das ist eine Uebergangsphase, durch die jeder von uns durchgeht, weil niemand von heute auf Morgen all seine Muster zum Fenster rauswerfen kann. Das Loesen von Scheinsicherheiten ist also ein Prozess, ein langsames Loslassen.

Behalte dir aber im Bewusstsein, warum ich die Vernunft ueberhaupt ins Spiel brachte. Sie soll dir ermoeglichen, deine Aengste leichter abzulegen. Wenn es rein ums "Sicherheitsdenken" geht, so braucht es dafuer keine Angst. Wenn du glaubst, dass es vernuenftig ist, nur bei Gruen ueber die Ampel zu fahren und demgemaess handelst, dann ist das erst mal nicht aus Angst heraus.

Angst ist ein Gefuehl, das wie gesagt nur auftaucht, wenn wir uns ausgeliefert und machtlos fuehlen.

> Du verstehst sicher worauf ich hinaus möchte? Wo hört die Angst auf, wo ist es Vernunft? Wenn ich bei rot über Strasse gehe und mir nichts passieren soll, wird doch der Autofahrer bremsen, mein oder sein Guide greift dann doch ein.

Er greift nicht einmal ein, sondern deine Seele erschafft den Unfall erst gar nicht. Niemand muss vor etwas bewahrt werden, sondern alles (was passieren soll) muss erschaffen werden.

Vergiss aber nicht, dass du sowieso nur das tust, was du tun sollst. Dieses ganze "Dann koennte ich ja" existiert nur in deinem Kopf.

Wenn du also von deinem neuen Wissen (es geschieht nur, was geschehen soll, und Sicherheiten gibt es keine) ausgehst, so verstaerkt das natuerlich die Angst und auch dein Handeln aus Angst.

Trennen kannst du beides, indem du auf dein eigenes Gefuehl achtest. Spuerst du Angst beim Gedanken an etwas (z.B. alleine Joggen zu gehen), dann weisst du, dass auch Entscheidungen in der Richtung auf Angst basieren (Mann mitnehmen). Spuerst du keine Angst, weisst du, es hat auch nichts mit Angst zu tun. Eigentlich ganz einfach. ;-)

> Zum Verstand würde ich jetzt die heisse Herdplatte, Steckdose etc. zählen.

So ist es auch. Immer dann, wenn du keine Angst spuerst, tust du etwas auch nicht aus Angst heraus, s.o.

Ich hoffe, das hilft etwas weiter. Letztendlich wirst du immer mehr Aengste konfrontieren, als unsinnig entlarven und spaeter auch mehr und mehr "Sicherheiten" aufgeben. Das geht aber Hand in Hand mit deiner persoenlichen Aufarbeitung, weshalb du allem unbedingt die noetige Zeit zur Entwicklung geben musst.

Liebe Gruesse
Caro


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