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Karma

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Posted from 193.83.225.129 by David on March 15, 2019 at 01:40:28:

Da ja alles nach Plan läuft und einem quasi nichts passieren kann, ist Angst doch eigentlich völlig überflüssig oder? Also laut euch es gibt ja kein schlechtes Karma

Die Frage die ich dann habe ist, ob und wie man das verinnerlicht



Alle Antworten:

  • Karma - Peter 03:01:10 03/15/19 (0)
  • Karma - Caro 01:56:38 03/15/19 (3)
    • Karma - David 02:08:05 03/15/19 (2)
      • Karma - Caro 02:40:58 03/15/19 (1)
        • Karma - Leserin 14:30:43 03/15/19 (0)



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Karma


Posted from 161.97.235.130 by Caro on March 15, 2019 at 01:56:38:
In Reply to: Karma posted by David on March 15, 2019 at 01:40:28:


Hallo David,

richtig, Angst ist eigentlich ueberfluessig. Angst ist ein ganz natuerliches Gefuehl, aber wir geben ihm mehr Gewicht durch den Glauben, dass uns Angst beschuetzen koennte, indem sie uns z.B. warnt, etwas nicht zu tun oder vorsichtig sein laesst.

Erfaehrt man nun, dass alles Plan ist, wird es absurd, Angst immer noch als Ratgeber zu betrachten. Angst als Gefuehl bleibt aber bestehen und ist Bestandteil der menschlichen Inkarnation. D.h., ein mulmiges Gefuehl bei neuen/unbekannten Situationen ist voellig natuerlich. Nur kannst du lernen, diesem Gefuehl keine Bedeutung mehr zu geben bzw. es nicht als "Warnung" zu betrachten, sondern einfach zu verstehen, dass es nur ein Gefuehl ist.

Verinnerlichung geschieht mit der Zeit ganz von selbst. Es braucht Zeit, weil wir so konditioniert sind, staendig Kontrolle ausueben/behalten zu wollen, und der Glaube, aufs eigene Erleben Einfluss nehmen zu koennen (uns schuetzen zu muessen und das auch zu koennen), sehr tief in uns sitzt. Es braucht Jahre, um diesen Glauben langsam zum Broeckeln zu bringen, aber es passiert automatisch, weil es eben nur ein Glaube ist und auf einer Illusion basiert. D.h., letztendlich wirst du also immer mehr bemerken, dass deine Angst nicht nur unnoetig ist, sondern du wirst dir auch mehr und mehr gestatten, nicht mehr "auf sie zu hoeren", sondern sie als reines Gefuehl wahrnehmen und dem Leben vermehrt vertrauen, dass es dir nur das geben wird, was du wirklich willst und auch brauchst, und dass es nicht dazu dient, um dir zu schaden.

Es ist ein laengerer Prozess, aber er geschieht wie gesagt ganz von alleine, denn es ist immer schon "gegen deine Natur" gewesen, dem Leben nicht zu vertrauen und die Dinge kontrollieren zu wollen. Das alles basiert auf dem Glauben, dass dir das Leben Schlimmes antun koennte, dass du ausgeliefert bist, dass es "boese Maechte" gibt usw. Das alles ist aber komplett verkehrt und nur eine Idee, eine Illusion. Ist die einmal durchschaut, gibt es kein Zurueck mehr, d.h., du wirst automatisch wieder zur Wahrheit kommen, und diese ist, dass du dem Leben uneingeschraenkt vertrauen kannst und Angst nicht noetig ist.

Liebe Gruesse
Caro


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Karma


Posted from 193.83.225.129 by David on March 15, 2019 at 02:08:05:
In Reply to: Karma posted by Caro on March 15, 2019 at 01:56:38:


Wao Caro

Danke für die schnellen Antworten sehr sehr wertvoll

Darf ich fragen ob du sozusagen schon völlig „Herr deiner Gefühle“ bist ? Du müsstest doch eigentlich nichts fürchten, dar ja alles laut Plan geschieht Selbst wenn du einen Autounfall hättest, wäre es so gewollt

Ich werde mir eure Bücher besorgen, hoffentlich klären die einen auf Dankesehr


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Karma


Posted from 161.97.235.130 by Caro on March 15, 2019 at 02:40:58:
In Reply to: Karma posted by David on March 15, 2019 at 02:08:05:


Hallo David,

> Darf ich fragen ob du sozusagen schon völlig „Herr deiner Gefühle“ bist ? Du müsstest doch eigentlich nichts fürchten, dar ja alles laut Plan geschieht

wie gesagt, Angst ist Teil der menschlichen Erfahrung und bleibt bestehen! Mit tieferem Verstaendnis wird sie aber nicht mehr ueberbewertet, hat also keine Ratgeberfunktion mehr.

Da das Ganze ein Prozess ist, gibt es keinen Punkt, an dem der Mensch jemals komplett ueber allem steht, aber er kann sich vermehrt von alten, hinderlichen Glaubenssaetzen (wie z.B. "Angst = Gefahr") loesen. "Herr deiner Gefuehle" wirst du also nie werden und brauchst es auch gar nicht. Du wirst deine Gefuehle einfach nur annehmen als das, was sie sind (reines Gefuehl) und nicht mehr ueberbewerten.

Etwas zu "fuerchten" ist ein gedanklicher Prozess, d.h., indem man sich Gedanken ueber die Zukunft macht und sich vorstellt, was alles passieren koennte. Sobald ich mir solche Gedanken mache, gibt es auch genug Dinge, die ich fuerchten koennte.

Der Punkt bei allem ist, dieses Sich-Gedanken-Machen bleiben zu lassen im Vertrauen, dass das Leben schon in Ordnung sein wird, dass alles ok sein wird und genau so kommt, wie es richtig ist und Sinn ergibt. Dann brauchst du dir nicht mehr vorzustellen, dass es "ok ist, auch wenn du einen Autounfall hast" (denn wer koennte bei DEM Gedanken schon entspannt bleiben?), sondern du denkst gar nicht erst an bestimmte Ereignisse. Ein bisschen so wie es auch war, als du noch ein Kleinkind warst und gar nicht auf die Idee kamst, dir Sorgen zu machen. Man musste dir erst beibringen, dass das Leben gefaehrlich ist und du dich schuetzen musst ...

Mit Verinnerlichung gelangst du zu dem Punkt, dass du das alles vermehrt loslaesst und wieder beginnst, dem Leben mehr zu vertrauen, was automatisch zu weniger "Denken" und "Sich-Sorgen-Machen" fuehrt.

Zu deiner Frage, ob ich Angst noch fuehle? Ja, natuerlich, genauso wie du und alle anderen. Es gibt Zeiten, da nehme ich sie als reines Gefuehl wahr und kann sie kommen und gehenlassen, und es gibt Zeiten, da nehmen alte Glaubenssaetze ueberhand und ich rutsche wieder in alte Denkweisen hinein. Das passiert aber immer seltener, und ein Herauskommen aus diesem alten Muster ist auch immer leichter. Es ist wie gesagt ein Prozess. Hierzu ein hilfreiches Gleichnis:

Autobiographie in fünf Kapiteln

1. Ich gehe die Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich falle hinein. Ich bin verloren...Ich bin ohne Hoffnung. Es ist nicht meine Schuld. Es dauert endlos, um wieder herauszukommen.

2. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich tue so, als sähe ich es nicht. Ich falle wieder hinein. Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein. Aber es ist nicht meine Schuld. Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

3. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich sehe es. Ich falle immer noch hinein....aus Gewohnheit. Meine Augen sind offen. Es ist meine eigene Schuld. Ich komme sofort wieder heraus.

4. Ich gehe dieselbe Straße entlang. Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig. Ich gehe drum herum.

5. Ich gehe eine andere Straße.

Sogyal Rinpoche ("Das tibetische Buch vom Leben und Sterben")

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Liebe Gruesse
Caro


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Karma


Posted from 161.97.235.130 by Peter on March 15, 2019 at 03:01:10:
In Reply to: Karma posted by David on March 15, 2019 at 01:40:28:


Hallo David,

nein, es gibt kein schlechtes Karma! Laut unserem jenseitigem Lehrer wird der Begriff Karma missverstanden. Karma ist eigentlich der Plan, den sich die Seele fuer ihre Inkarnation gewaehlt hat. Sie will ja alles erleben, das Gute und Schoene, aber auch das Negative. Sie will die Emotionen sowohl des Taeters als auch des Opfers fuehlen. Zu glauben, dass sie in ihrer Opferrolle fuer ihre vorherige Taeterrolle "bestraft" wird, ist also unkorrekt.

Kurz zum Thema Angst, zu dem Caro schon ausfuehrlich geantwortet hat:

Angst ist ein Gefuehl, aber der "Zug" des Plans wird auch als Gefuehl empfunden, als "Bauchgefuehl". Hier muessen wir unterscheiden, um welches Gefuehl es sich handelt. Es ist schwer zu erklaeren, ich versuche es trotzdem.

Wenn ich an einer stark befahrenen Strasse stehe, die ich ueberqueren moechte, so kann ich sowohl Angst haben, aber auch das Gefuehl, es lieber nicht zu tun. Ja, es geschieht nur, was auch geschehen soll. Soll ich nicht ueberfahren werden und ueberquere die Strasse trotz Angst, die ich ignoriert habe, so wird das Auto wahrscheinlich stark bremsen und ich komme mit einem Schrecken davon. Ignoriere ich aber das Angstgefuehl und achte auf mein Bauchgefuehl, so werde ich die Strasse an dieser Stelle erst gar nicht ueberqueren.

Die Angst kann also anerzogen sein, z.B. durch ueberaengstliche Eltern, das Bauchgefuehl jedoch ist das Gefuehl, auf das wir achten sollen, denn es fuehrt uns gemaess Plan.

Alles Liebe, Peter


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Karma


Posted from 84.155.53.231 by Leserin on March 15, 2019 at 14:30:43:
In Reply to: Karma posted by Caro on March 15, 2019 at 02:40:58:


du hast ein unglaubliches Talent, alles wunderbar und auch begreiflich zu beschreiben. Eure Arbeit für alles ist ein Segen. Obwohl ich durch das Forum und besonders auch durch dich immer, jetzt sehr viel weiss und versuche, zu begreifen, hat auch dieser Beitrag jetzt hier von dir, wieder enorm etwas bewegt bei mir. Danke dafür.


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