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Verständnisfrage zum Zwang

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Posted from 161.97.235.130 by Caro on October 07, 2017 at 01:47:39:

In Reply to: Verständnisfrage zum Zwang posted by native on October 07, 2017 at 00:18:13:

Hallo Native,

du wirst lernen muessen, deine Aengste, zu denen auch die Zwangsgedanken gehoeren (die ja nichts weiter sind als eine Folge der Angst), nicht mehr so ernst zu nehmen. Im Grunde koenntest du nach so langer Zeit eine Gelassenheit entwickeln in dieser Richtung, weil du doch laengst weisst, dass alles sowieso unsinnig ist, denn wann haben dir deine Zwangsgedanken jemals geholfen? Wann waren sie es je wert, ernstgenommen zu werden?

Wenn du sie als "unnuetz" und "Muell" entlarven kannst (durch reine Beobachtung), kannst du sie auch anders betrachten lernen. Anstatt dann die Zwangsgedanken oder die dahinterstehende Angst wegmachen zu wollen, was auch schon wieder nur ein Kontrollversuch ist und ebenfalls auf Angst basiert, sag dir einfach: "Ah, da ist meine Angst und die Zwangsgedanken schon wieder", und lass sie passieren. Du wirst sehen, sie werden kommen und gehen, wenn sie keinen Halt finden, d.h., wenn du sie nicht aktiv foerderst. Und irgendwann wirst du merken, dass sie kommen und gehen wie Wellen, aber ueberhaupt keinen Einfluss haben, dass sie einfach nur Ueberbleibsel sind, Reaktionen, Muster, die aber fuer sich selbst keinen Bestand oder Wirkung haben. Sie sind einfach da. In dem Augenblick, in dem du das realisierst - und das kann etwas dauern, weil dein Gehirn auch umlernen muss - werden die Gedanken auch schwaecher werden, weil du ihnen keine Beachtung mehr schenkst.

Es ist im Grunde wie mit einer Sucht, mit der du aufzuhoeren versuchst, denn dein Drehen in den Gedanken ist nichts weiter als eine Methode von dir, um mit der Angst umzugehen. Das jetzt bleiben zu lassen ist ungewohnt und aengstigend, aber du brauchst auch hier nur ein bisschen Mut. Und je mehr du alles einfach nur beobachtest, desto weniger gewaltig wird dir alles erscheinen.

> Hilft es da tatsächlich - genauso wie bei konkreten Ängsten - die > Angst anzunehmen, die kogntive Leistungsminderung anzunehmen und > nicht daran zu glauben, wirklich durch das Semester zu fallen?

Du gehst hier viel zu weit. Versuche doch einfach mal, dich zu stoppen, wenn du denkst. Denn wenn du nach Loesungen suchst, wie du dein Denken manipulieren kannst, dann auch wieder nur aus Angst heraus, und so foerderst du sie nur wieder und drehst dich weiterhin im Kreis.

Versuche mal, im Moment zu bleiben, einfach mal die Augen zu schliessen und deinen Fokus nur auf deine Atmung zu legen. Einatmen, ausatmen - das sollten deine Gedanken sein und nicht mehr. Mache das ein paar Sekunden oder auch Minuten, je nachdem, wie lange du brauchst, um aus der Panik rauszukommen. Und mache das jedes Mal, wenn dich die Panik uebermannt. Denke nicht, analysiere nicht, versuche nicht, die Angst zu "handeln", weil das alles nur verschlimmert. Gib einfach mal ab, bleibe im Moment und versuche nur, dich selbst zu beruhigen. Denken in dem Zustand verschlimmert alles, weil die Angst der Motivator ist, du somit keinen vernuenftigen Gedanken fassen kannst, wenn du in Panik bist.

Und wenn du aus der Angst raus bist bzw. sie abgeebbt ist, kannst du auch wieder klarer denken. Wenn du siehst, dass das wesentliche Problem fuer dich im Grunde die Kontrolle ist, die du nicht hergeben moechtest, erkennst du auch, dass genau hier die wahre Loesung liegt. Einfach durchatmen, einfach sein und dann feststellen, dass du "immer noch da bist" und dir "nichts passiert ist". Die Welt dreht sich noch, alles ist ok. Das sind Erfahrungen, die du erst mal machen musst, erneut und erneut, damit es einsinken kann und dein Gehirn lernt, dass es nicht so reagieren braucht, wie es bisher auf Angst reagiert hat.

Es macht nichts, wenn du ab und an zurueckrutschst. Das Schoene ist, dass du jederzeit tief durchatmen kannst, ob nun in leichter Angst oder voller Panik. Du kannst jederzeit damit aufhoeren, und du wirst es auch machen, wenn du merkst, dass du "schon wieder drinsteckst". Es ist wie alles eine Lernsache und braucht etwas Zeit.

Liebe Gruesse
Caro

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