Posted from 217.230.172.91 by softcop on February 13, 2004 at 11:16:11:
Hallo ihr lieben,
vor einem Jahr habe diesen beitrag ins forum gestellt und füge ihn nochmals ein da ich immernoch sehr unter der situation leide."hallo allen lieben seelen in diesen forum,
ich schreibe weil sich mein mann am 12.01.2003 das leben genommen hat. aber um dazu zu kommen bedarf es ein vorlauf unserer geschichte
wir haben uns 1982 gefunden ,denn wir waren wirklich verwanndte seelen . wir waren unsagbar glücklich verstanden uns uin allen situationen wortlosund konnten trotz aller hindernisse all die jahre zusammen halten.1986 kam unsere tochter zur welt 1987 unsere zweite tochter u 1989 folgte unser sohn.wir hatten bisdahin einglückliches familienleben ,so das es mir oft unheimlich war.
1994 wurde bei unserer ersten tochter ein gehirntumor festgestellt der schon so groß war das dieser ihr leben "bedrohte",aber sandra trotzte all dessen und lehrte uns viel sie wurde operiert,darauf folgend noch zweimal erblindete fast aber gab uns viel liebe bis jetzt .
als dieser tumor erkannt wurde litt mannfred(mein mann ) in den folgenden monaten an depressionen, die sich in laufe der jahre in manisch - depressiven phasen auswuchsen.
ich habe in all dieser zeit zu ihm gehalten versucht ihn liebe zu geben und immer wieder neue anfänge mit ihm gemacht.
letztes jahr haben aber denn meine kräfte versagt.ich habe aufgegeben nachdem wir einen wunderschönen sommer hatten,da diese manische phase über all dem ging was wir bisher hatten,alle waren total mit den nerven am ende die kinder,ich und ich denke manfred auf seine art auch.
ich konnte nicht mehr auf ihn zugehen ihn die liebe geben die er all die jahre so gebraucht hat,so hat er sich am 12.01 03 vor die u-bahn geworfen. ich war an diesen tag zu meiner oma für eine std. gefahren,hatte ihn noch gefragt ob mitkommen möchte,bei meiner oma hatte ich schon das gefühl das ich zuhause anrufen müßte dachte aber ich bin ja gleich wieder da,als nach hause kam muß er grad das haus verlassen haben ,unbemerkt von den kinder .
ich merkte sofort das etwas nicht stimmt ,als ich dann seinen schlüssel und die brieftasche im regal liegen sah wußte ich das ich zur u-bahn muß..
ich kamm nicht so schnell hin da ein auto die strasse blockierte ,als an kam rannte ich hinab auf den bahnsteig und der zug stand schon da es mußte sekunden vorher passiert sein und ich wußte das er es ist...
nun mach ich mir sorgen,ich habe mich oft mit den dies u den jenseit beschäftig in der zeit wo es sandra so schlecht ging aber ,da er sich selbst das leben genommen hat ,weiß ich nicht wie es seiner seele geht und mir tut es unendlich weh da meine kräfte nicht gereicht haben für ihn obwohl ich weiß das es sein weg war den ich nicht hätte ändern können"
also wie gesagt ein jahr ist vergangen ich habe viel gelesen undgelernt,aber indeism ganzen jahr haben sich meine tiefsten gefühle nicht geändert,ich weiß ich hätte ihn nicht aufhalten können,aber trozdem leide ich immernoch darunter und habe den gedanken versagt zu haben.mein verstand ist klar und von den gedanken ist es für mich eine klare sache ,aber von meinen herzen her kommt dieses gefühl und das macht sehr traurig und hält mich fest.
vielleicht hat ja einer von euch einen rat,ich fühle mich teilweise wie gelähmt dadurch.Ich hatte in dieser ganzen zeit auch leider keinen hinweis oder traum,träume seit dem irgendwie auch nicht mehr so bewußt und klar wie davor....
manchmal habe ich das gefühl es ich stecke immernoch in dem trauma und komme einfach nicht los
ich danke euch,liebe grüße gabi
Posted from 62.178.18.126 by anny on February 13, 2004 at 14:16:17:
In Reply to: ein jahr ist vergangen posted by softcop on February 13, 2004 at 11:16:11:
Es tut mir leid,dass du deinen Mann unter diesen Umständen verloren hast.
--aber trozdem leide ich immernoch darunter und habe den gedanken versagt zu haben.mein verstand ist klar und von den gedanken ist es für mich eine klare sache ,aber von meinen herzen her kommt dieses gefühl und das macht sehr traurig und hält mich fest.
vielleicht hat ja einer von euch einen rat,ich fühle mich teilweise wie gelähmt dadurch.
Deine Gefühle vom "Herzen" wie du sie beschreibst zeigen dir nur wie sehr du ihn vermisst und wie sehr du ihn geliebt hast.
Du bist nach wie vor in der "Trauerphase",lass dir doch einfach Zeit.
Auch wenn dir dein Verstand etwas anderes sagt,horche auf deine Gefühle.
Gefühle zuzulassen ist wichtig,egal ob Freude,Traurigkeit......sperr diese nicht ein.
Viele Menschen haben es verlernt Gefühle zuzulassen.
Lg
anny
Posted from 62.178.18.126 by anny on February 13, 2004 at 14:38:35:
In Reply to: Gefühle vom "Herzen" posted by anny on February 13, 2004 at 14:16:17:
Nicht wie sehr du ihn geliebt hast......sondern wie sehr du ihn LIEBST.
LIEBE hört auch nach dem TOD nicht auf.
Lg
anny
Posted from 217.184.203.166 by Mortisha on February 15, 2004 at 12:02:39:
In Reply to: ein jahr ist vergangen posted by softcop on February 13, 2004 at 11:16:11:
Ich kann deine Gefühle sehr gut verstehen. Ich denke, wenn sich jemnad selbst das Leben genommen hat, ist es besonders schwer, weil man denkt, man hätte es verhindern können.
Wenn du mal auf den Plan schaust und den WW gelesen hast, weißt du, das du es nicht hättest tun können/sollen.
Trotzdem hat man oft das Gefühl. Mir geht es bei meinem Freund und bei meinem Sohn, die beide sehr plötzlich starben auch oft so, man hat in gewisser Weise soviel Verantwortung übernommen, menschlich gesehen, das man sich verantwortlich fühlt.
Natürlich vermisst du ihn, wie Anni schon schrieb.
Mir hat der Gedanke sehr geholfen, das nichts jemals verloren gehen kann.
Und wenn ich meine beiden sehr vermisse oder Pank kriege, weil ich nicht mehr genau weiß, wie sie aussehen oder sich angefühlt haben, sag ich mir immer, ich darf mich nicht daran festhalten, wie ich sie hier gekannt habe. Denn sie verändern sich, so wie ich das auch tue.
Und wenn ich sie dann fühle, weiß ich, das sie das sind und das geht nie weg.
In Afrika gibt es das Wort Vergangenheit nicht, es wird ersetzt von "gefühlte Gegenwart".
Was ich dir raten möchte:hast du schonmal über einen Check oder ein reading nachgedacht?
Ich denke,es würde dir sehr helfen, zu wissen,wie es deinem Mann geht, bzw. wo er sich befindet, es würde dir auch helfen, wirklich daran zu glauben, das er noch da ist und dir vielleicht auch etwas von deinen Schuldgefühlen nehmen. Gerade weildu auch nicht träumst oder es nicht mehr weißt, wäre ein Hinweis/Kontakt sicher hilfreich.
Mir hat es sehr geholfen.
Mit den liebsten Grüßen
Mortisha