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Vermeidung vs. Konfrontation

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Posted from 75.166.217.141 by Caro on January 01, 2017 at 23:44:35:

In Reply to: Vermeidung vs. Konfrontation posted by native on January 01, 2017 at 19:44:50:

Hallo Native,

versuche einmal, meinen Rat umzusetzen, und deine Angst nicht mehr so ernst zu nehmen. Ich spreche hier vor allem von den Aengsten, die deine Esssucht und auch andere Zwangsverhalten antreiben. Wenn du ein bestimmtes Verhalten nicht ausuebst, die antreibende Angst wahrnimmst, aber es schaffst, sie einfach mal nicht so ernstzunehmen, wirst du langsam lernen koennen, deine Suechte und Zwangsverhalten Schritt fuer Schritt abzulegen.

> Je mehr wirkliche oder gefühlte Ablehnung ich an einem Tag erfahre (ich arbeite mit behinderten und psychisch kranken Menschen zusammen, da ist Ablehnung in irgendeiner Form an der Tagesordnung), desto mehr, so scheint es mir, muss ich essen (oder desto gründlicher muss ich mich abduschen, nur so als Beispiel), um mich in irgendeiner Form von den negativen Gefühlen abzulenken. Das wiederum schürt Angst davor, wieder in die Arbeit zu gehen und macht mich ziemlich deprimiert.

Versuche einmal, diesen Kreis zu unterbrechen, indem du aufhoerst, den Zwangsgedanken nachzugeben, dich also z.B. nicht abzuduschen oder zu essen, obwohl dich alles in dir dazu draengt. Du wirst dich dann unwohl fuehlen, aber du wirst gleichzeitig merken, dass nichts schlimmes passiert und trotzdem alles ok ist. Solange du dich in dem Augenblick nicht in Aengste reinsteigerst, sondern einfach nur im Moment bleibst. Je oefter du erlebst, dass dir nichts passiert, obwohl du deiner Angst nicht nachgegeben hast (also keinem Zwangsgedanken gefolgt bist), desto bewusster wird dir auch werden, dass deine Angst absolut keinen Zweck erfuellt und nicht mehr als ein Gefuehl ist.

Du weisst sehr viel, aber es ist ein Unterschied zwischen dem reinen verstandesmaessigen Wissen un dem Bewusstsein, dem tatsaechlichen Bemerken, dass alles in Ordnung ist.

Je oefter du bemerkst, dass alles in Ordnung ist, obwohl du in Angst bist, obwohl es dich dazu draengt zu essen oder anderen Mustern zu folgen, desto mehr wirst du durchatmen und loslassen koennen, bis hin zu dem Punkt, an dem das Ausueben bestimmter Verhalten nicht mehr noetig sein wird, weil du gelernt ("bemerkt") hast, dass alles in Ordnung ist ohne sie.

Und es ist wichtig, dass du dem Zwangsgedanken auch kein Gewicht gibst. D.h., es ist nicht zielfoerdernd, wenn du z.B. dem Gedanken, dich abduschen zu wollen, zwar nicht nachgibst, aber dann die naechsten Stunden permanent daran denkst, wie gerne du dich abduschen wuerdest. Was du dann naemlich tust, ist, den Zwangsgedanken sogar noch zu verstaerken und damit das Gefuehl, dass du ihm nachgeben musst. Auch die dahinterstehende Angst wird so bestaerkt und gefoerdert, bis zu dem Punkt, an dem du dann schliesslich doch nachgeben und dich duschen musst, weil du es nicht mehr aushaeltst.

Daher ist es so wichtig, dass du im Moment bleibst und lernst, einfach mal nachzugeben und das "Risiko" einzugehen, dass du keine Kontrolle hast. Denn in Wirklichkeit sind alle Zwangsverhalten nichts weiter als ein Versuch, Kontrolle zu erlangen, was wiederum ein Gefuehl der Sicherheit vermittelt.

Es wird dir auch leichterfallen zu vertrauen, wenn du erst mal ein paar positive Erfahrungen gemacht hast, also merkst, dass dir nichts "passiert", obwohl du keinem Muster gefolgt bist. Du entwickelst so langsam Vertrauen ins Leben, mit jedem Mal ein Stueckchen mehr. Es braucht aber Zeit und ist wirklich ein Lernprozess. Vergiss nicht, dass du ja kein "unbeschriebenes Blatt Papier" mehr bist, sondern bereits etliche hinderliche Glaubenssaetze und Muster entwickelt hast, die sich eingebrannt haben, die dein Denken und Handeln bestimmen. Du kaempfst also gegen diese alten Impulse, aber je oefter du einen alten Weg nicht gehst, desto mehr verblasst er, bis zu dem Punkt, an dem du dich wundern wirst, warum es dir je so schwergefallen ist, ihn nicht zu gehen.

Liebe Gruesse
Caro

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