jenseits-de.com Gemeinnützige Organisation

Das führende Ressort auf dem Gebiet der Jenseitsforschung



Falls Sie noch neu sind, kann der Überblick Ihre Orientierung erleichtern.




Unsere Bücher





Unsere Buchleser




Keine Bestätigung, Lizenz?
Status Buchbestellung

Installationsanleitung





Falls Sie eine weitere Lizenz benötigen, eine Frage haben oder Hilfe beim Öffnen Ihres Buches brauchen, dazu gibt es das...

Support Center




Aus aktuellem Anlass




Danke Euch allen sooo sehr!

[ Bisherige Antworten ] [ Antwort verfassen ] [ Forum ]

Posted from 188.193.229.34 by dorina on March 27, 2017 at 12:04:00:

Hallo all Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Anteilnahme, es tat mir so sehr gut. Ich melde mich jetzt erst, weil ich mich die letzte Woche bei meinem Freund einquartiert habe, wollte einfach für nichts und niemanden mehr erreichbar sein, aber jetzt habe ich wieder etwas mehr Kraft geschöpft.

Für alle, die mit der Problematik Alkoholismus keine Erfahrungen haben: bei uns liegt es in der Familie, väterlicher, wie mütterlicherseits hatten viele das gleiche Problem, wir sind aber alle nicht asozial, haben unsere Berufe ausgeübt - und warum es bei mir jetzt ausufert: weil ich eben dieses Standbein nach 36 Jahren verloren habe. Ich war mal Chefsekretärin, meine Firma war meine Familie, mein Halt im Leben - und dieses Kartenhaus ist nun zusammengebrochen, ich bin mit mehreren Anderen entlassen worden, weil mein Senior-Chef, dessen Sekretärin ich war, leider schon im Jahre 2012 verstorben ist und seitdem hat sein Sohn "regiert", und der hatte und hat seine Frau als Sekretärin, ich hatte also schlicht und einfach an meinem Platz die letzten vier Jahre kaum mehr was zu tun. Schon das war so eine Qual, mich da immer wieder, nur um meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, hineinzuschleppen.

Und jetzt, da ich im Grunde sogar eine Erleichterung empfinde, merke ich aber tief in mir drin: all diese Jahre war mein sogenannter Halt nichts als ein Kartenhaus, das ich mir selber auf wackeligen Beinen aufgestellt hatte - und dieses wackelige Gebilde bricht nun zusammen - zurück bleibe: ich... und dieses kleine etwas steht nun vor der nächsten großen Lebensentscheidung: ich bin noch bis Ende August dort beschäftigt, zur Zeit krankgeschrieben bis 07. April - und wie schnell sind diese paar Tage vorbei - und jetzt kommt die große Frage: höre ich auf mein Herz und meine Seele? Die beiden sagen nämlich: gehe da nicht mehr hin, du schaffst das nicht mehr. Damit aber versage ich mir mein schönes Gehalt, das mir noch zusteht, ich tue dieser Firma noch einen Gefallen, weil dann bald die Krankenkasse zahlen muss, mein Urlaubsanspruch schwindet somit und ich bekomme nur noch 70 % meines Einkommens - und dann habe ich "die Feinde" im Nacken sitzen, die Krankenkasse wird mich dann kontaktieren und mich in irgendeine psychiatrische Anstalt stecken wollen - DAS WILL ICH ABER NICHT!!!!! Ich will daheim bei meinem Freund sein, er hat einen süßen kleinen Hund, mit dem gehe ich drei Mal am Tag durch die Natur, das tut dem Hund und mir gut. Und meinem Freund auch, der ist nämlich selbstständiger Gastronom, muss mittags und nachts arbeiten und schläft dann, wenn er denn mal zu Hause ist.

Nun möchte ich aber noch einmal beschreiben, wie das ist, alkoholkrank zu sein: erstens beherrscht diese Krankheit das gesamte Denken: wieviel Wein habe ich noch? Wann muss ich wieder auffüllen? Dann kommen Phasen, wo man es schafft, weniger zu trinken, gar nichts, das ist mehr als 30 Jahre her... dann kommt der körperliche Aspekt: wenn die Wirkung nachläßt, fangen alle Gliedmaßen an zu kribbeln (Nervenschädigung des zentralen Nervensystems), dann fängt das Herz an zu rasen, die Gedanken überschlagen sich, das Gehirn sagt: du hältst das jetzt aus und trinkst nichts, aber die Symptome werden dann so unerträglich, dass das Gehirn keine Chance mehr hat - und der Gang zum erlösenden Kühlschrank, in dem mein Qualitäts-Riesling steht, wird langsam, bedächtig und köstlich durch die Kehle gelassen - und dann kommt die Entspannung, so eine gnädige Entspannung.

Glaubt mir, all Ihr Lieben, ich will mich nicht versündigen, aber manchmal denke ich, mir wäre eine Krebserkrankung lieber als dieser Teufelskreis - verzeiht mir, meine Guides! Ich will solche Gedanken nicht denken, aber sie kommen über mich...ich hoffe, ich habe euch Leser nicht überfordert...

Bisherige Antworten:



Antwort verfassen

Name    : 

Subject : 
Beitrag: Optional Link URL : Link Title : Optional Image URL:

[ Bisherige Antworten ] [ Antwort verfassen ] [ Forum ]