jenseits-de.com Gemeinnützige Organisation

Das führende Ressort auf dem Gebiet der Jenseitsforschung



Falls Sie noch neu sind, kann der Überblick Ihre Orientierung erleichtern.




Unsere Bücher





Unsere Buchleser




Keine Bestätigung, Lizenz?
Status Buchbestellung

Installationsanleitung





Falls Sie eine weitere Lizenz benötigen, eine Frage haben oder Hilfe beim Öffnen Ihres Buches brauchen, dazu gibt es das...

Support Center




Aus aktuellem Anlass




Umgang mit der Angst

[ Bisherige Antworten ] [ Antwort verfassen ] [ Forum ]

Posted from 95.90.188.143 by Svenja on April 11, 2017 at 17:23:48:

In Reply to: Umgang mit der Angst posted by Sophia on April 10, 2017 at 14:23:51:

Hallo Sophia, aber auch Hallo an die beiden anderen Antwortenden,

ich danke euch für eure lieben Worte. Ja, ihr habt völlig recht, ich muss mich dem Haarausfall und auch meiner Angst stellen. Es ist zwar schwer, da es eine Situation ist, die subjektiv von mir empfunden überhaupt nicht schön ist, sondern mir weh tut, aber mir bleibt ja auch gar nichts anderes übrig, als mich dem zu stellen und das zu akzeptieren was ist.

Für mich ist immer noch sehr schwer verständlich und auch schwer anzunehmen, dass mein Leben jetzt so extrem anders ist und dass mein Körper sich ohne mein Zutun und ohne jegliche Kontrollmöglichkeit so sehr verändert hat, als noch vor ca. 2/2,5 Jahren. Ich bin manchmal immer noch total fassungslos, traurig und verzweifelt!

Deine Situation, Sophia, und den Umgang mit Echthaarperücken kenne ich als Angehörige. Meine liebe Mama war an Krebs erkrankt und hatte im Rahmen ihrer Therapien (u.a. auch Chemotherapie) auch unter Haarausfall gelitten und sich auf Empfehlung der Ärzte um eine Echthaarperücke gekümmert. Sich von ihren eigenen Kopfhaaren zu trennen und sich bewusst für eine Perücke zu entscheiden, fiel ihr damals auch schwer und ich hatte sie ins Haarstudio begleitet und war als Beistand dabei, als letztendlich ihre restlichen Haare abrasiert wurden und sie ihre Perücke bekommen hat. Ihr Haarteil war auch gut gemacht, sah relativ natürlich aus und Außenstehende haben es (so meine ich) teilweise gar nicht als Ersatzhaar wahrgenommen. Meine Mama trug ihre Perücke aber nie gern, fühlte sich unwohl damit und verzichtete zuhause eher drauf und trug dann lieber Mütze und war natürlich heilfroh, als nach Abschluss der Chemozyklen ihre eigenen Haare bald wieder nachwuchsen.

Und so leidvoll wie für meine Mama die Erfahrung des Haarausfalls in Verbindung mit der Chemotherapie war, so ist meine Situation jetzt ganz anders. Ich kann mir den Haarausfall nicht erklären. Ich kann keine genaue Ursache, keinen Grund ausmachen (es hieß von einer Ärztin autoimmun bedingt), ich weiß nicht wann und wie es endet und ich weiß nicht, ob meine Haare jemals wieder nachwachsen werden. Und ich kann auch nichts dagegen tun (absoluter Kontrollverlust).

Das Einzige was ich weiß, ist, dass es gemäß meines Plans so sein soll, dass ich keine Kontrolle habe (und auch niemals hatte, auch wenn es sich früher teilweise für mich so angefühlt hat) und ich die Situation und das Geschehene und auch mich selber annehmen soll und muss.

Und DAS ist für mich die eigentliche Aufgabe und Hürde, die mir schwer fällt.

Die Angst bringt mir nichts. Sie bringt mich nicht weiter. Sie macht die Situation für mich nur schlimm und immer schlimmer (mein Körper verändert sich immer mehr und die subjektive Empfindung, dass ich immer hässlicher werde und mein Körper immer mehr zerfällt, nimmt zu).

Aber grundsätzlich weiß ich ja, dass mir (mir als Seele) ja eigentlich gar nichts passieren kann. Denn ich bestehe ja gar nicht nur aus meinem kranken Körper, sondern bin viel mehr als das. Nämlich eine Seele, die das alles, mein Drama, genau so geplant hatte und sich bei all dem was gedacht hatte. Nur fühlt sich das im Alltag eben ganz anders an. Das ist der Zwiespalt.

Ich hätte so gern "Werkzeug", das ich anwenden kann, um zu lernen mich so, wie ich jetzt bin, zu akzeptieren. Schritte, die ich Schritt für Schritt anwenden kann, um so erstmal in den Prozess des Annehmens und Akzeptierens hinein zu kommen. Also quasi Übungen, die ich als Werkzeug anwenden kann. So allein gelingt es mir ja seit Beginn meiner Erkrankung(en), also seit Anfang 2015, nicht. In diesem Punkt fühle ich mich allein. Es heißt: Nimm es an. Nimm dich an. Hab keine Angst. Aber wie?

Ich habe übrigens bereits einen Beratungstermin in einer "Haarpraxis" gehabt und werde, wenn alles klappt, Anfang Mai Haarersatz aus Echthaar bekommen.

Liebe Grüße an euch. Svenja

Bisherige Antworten:



Antwort verfassen

Name    : 

Subject : 
Beitrag: Optional Link URL : Link Title : Optional Image URL:

[ Bisherige Antworten ] [ Antwort verfassen ] [ Forum ]
*Admin: 19709 19723