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Schreckliche Angst

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Posted from 151.252.221.48 by DeLaHe on December 03, 2017 at 20:14:36:

Hallo.

Dieses Forum ist wirklich toll. Nun zu meinem Problem. Ich (36) war bis Anfang des Jahres ein glücklicher, ausgeglichener, eher angstfreier Mensch mit einer Seelenruhe.

Dieses Jahr war der 10. Hochzeitstag mit meinem Mann, nennen wir ihn A. Wir haben eine rein-geistig-spirituelle Beziehung, das heißt schon lange nichts Körperliches mehr, aber natürlich Kuscheln. Wir lieben uns sehr und es ist sehr harmonisch bis auf gelegentliche, seltene und durchaus gesunde Streits im ganz normalen Rahmen. Wir ergänzen uns perfekt. Als wir uns kennenlernten waren wir beide in einer kurzen Phase wo wir mit freier Liebe (Polygamie bzw. 2 Sexualpartner gleichzeitig) experimentiert haben. Als wir zusammenkamen löste sich das aber schnell auf und wir lebten eine ganz normale Paarbeziehung. Am Anfang hatte ich Probleme mit gewissen Charaktereigenschaften seinerseits. Auf einer neuen Arbeitsstelle lernte ich einen Kollegen kennen (nennen wir ihn X) und beim Blick in seine Augen da war was. Jedenfalls dauerte es nicht lange und wir hatten heimlich eine kurze, sexuell und auch sonst sehr erfüllende Affäre. Ich merkte aber dass das so nicht geht und beendete die Affäre mit X nach ein paar Wochen. Das Ganze flog dann auch auf und A war furchtbar wütend, X traurig. Mir fiel die Trennung auch nicht leicht, ich liebte X, damals sogar fast mehr als A, für den ich mich aber aus vielen verschiedenen Gründen entschied. Das Ganze beschäftigte mich emotional noch einige Jahre und Anfangs vermisste ich X sehr. Nachdem ich dort nicht mehr arbeitete und sowohl ich meinen A als auch X heirateten (er mit Kind im Anmarsch), beruhigte sich das irgendwann natürlich.

Ich war etwas enttäuscht wie ich von X behandelt wurde, meinem Ego machte die Sache mit dem schnellen Baby zu schaffen und X, mit dem ich über die 2 Jahre der noch folgenden Zusammenarbeit eng befreundet war, brach den Kontakt nach meinem Weggang überraschend aprupt ab. Nun gut aber mein Leben ging mit A weiter und über die Jahre wurden wir immer glücklicher, auch aufgrund der gemeinsamen spirituellen Entwicklung. Ich war selbst überrascht wie gut sich die Ehe nach den Anfangs doch starken Turbulenzen entwickelte. Eine tolle, erbauende Erfahrung. Wir haben uns in den ersten 5 Jahren unserer Ehe täglich von morgens bis Abends gesehen und das war kein Problem. Wie gesagt, das Körperliche spielte keine Rolle.

Die nächsten 5 Jahre war A beruflich viel unterwegs und auch ich veränderte mich in punkto Job. Man kann sagen Anfang 2017 war alles perfekt (Finanzen, spirituelle und geistige Zufriedenheit, Freizeit mit Freunden, Urlaub, Job, Haustier, Familie - alles super). Mit X hatte ich über die Jahre immer zum Geburtstag und zu Weihnachten nur noch geschrieben. Das fand ich aber halbherzig und schrieb dann in 2016 nichts mehr, das Thema war ja auch eine gefühlte Ewigkeit durch für mich. Leider löschte ich meine Mailadresse nicht. Ich sah dazu keine Veranlassung, X war ja glücklich mit Frau und inzwischen 2 Kindern und hasste mich ja sowieso und überhaupt vertraute ich ihm und dachte wenn der heiratet dann klappt das auch, so wie bei mir.

Mein Mann buchte Anfang des Jahres unsere Hochzeitsreise zu meinem Traumziel. Hat das in mir ein Selbstsabotageprogramm gestartet, war das mehr Glück als ich glaubte zu verdienen?

Jedenfalls kam eine Mail von X, frohes neues Jahr, ein paar Wochen vorher, und es nervte mich weil ich ja eigentlich damit abgeschlossen hatte. Bin leider oft zu nachgiebig und antwortete dann in alter Manier doch wieder, damit er sich keine Sorgen macht. Er wollte wissen wie es mir geht, was ich so mache und das schrieb ich ihm dann. Kurz nach der Reisebuchung kam dann eine total krasse Mail von ihm. Ihm fehlt irgendwas, wir haben doch damals so einen guten Austausch gehabt, er will wieder schreiben. X ist ein Mensch der sich an seine Partnerin klammert, sehr manipulativ, unselbständig, anhänglich ist. Mich haute die Mail total aus den Socken. Sie haute mich emotional in einen extrem angespannten Zustand. Ich war überrumpelt, überfordert, perlex, baff, Schockstarre.

Ihm fehlt was - er ist nicht glücklich geworden - ich bin glücklich -Schuldgefühle. Dann dass er überhaupt so ist und sowas schreibt. Und dass er mir wohl nicht verziehen hat bzw. mein Glück mit A nicht ok ist. Dann die ganzen Erinnerungen an die angespannte Situation von damals wieder hochgeschossen. Wieder der Konflikt, wieder die beiden Männer. Dann Angst - bei mir läuft alles perfekt - was soll das jetzt?

Ich erzählte A von der Mail, der explodierte, abweisend war und überzogene Beleidigungen und Drohungen gegen X aussprach. Noch mehr Angst und auch Verletzung, ich war doch nur ehrlich und hatte nichts gemacht - das Gefühl darüber mit A nicht mehr reden zu können.

Ich hätte spätestens jetzt die Mail einfach löschen und den Kontakt von X zu mir verbauen müssen! Nur die Angst und Überforderung in mir, ich konnte nicht klar denken, reagierte einfach nur, dachte naiv und zu gut von X, hatte totale Angst vor A's Ausbrüchen und Drohungen, was in mir irgendwie dazu führte X schützen zu wollen.

Jedenfalls ging ich sachlich auf die Mail ein und X wusste dann eigentlich dass ich mit meinem Mann glücklich bin und nicht mehr an damals dachte. Na ja das ging hin und her und nervte mich eigentlich und ich versuchte immer wieder abzublocken. War leider nicht konsequent genug, fühlte mich wohl auch zu sicher, ich hätte einfach abbrechen sollen. Er drückte dann irgendwann so richtig auf die Tränen- und Mitleidsdrüse (unbewusste Schuldgefühle erzeugen) dass ich doch wieder schrieb und dass die Zeit ja schon schön war aber dass ich da nichts aufwärmen will und überhaupt, meine Ehe, seine Familie etc.

Ich konnte mit keinem darüber reden, war aber auch so gefangen dass ich gar nicht darauf kam das zu tun.

Jedenfalls so bescheuert und unglaublich es klingt, das Ganze schaukelte sich in Etappen hoch, heimlicher Kontakt, Lügen dem "bösen" A gegenüber aus Angst, mein Ego freute sich dass ich anscheinend doch besser war als Xs Frau. Ich weiß dass ich unglaublich dumm bin! Es gab dann ein heimliches Treffen, er wollte es unbedingt als hinge sein Leben davon ab. Wir hatten keinen GV aber es passierte trotzdem zuviel zwischen uns, körperlich und geistig. Ich versuchte zwischendurch immer wieder das ganze auszubremsen, zu stoppen, merkte auch dass X darauf gar nicht einging und nur an sich dachte. Ich war nervlich von Anfang an unter Höchstspannung, litt auch unter Gewissensbissen, das wusste X. Meine Kollegen merkten auch dass was nicht stimmt.

Jedenfalls nach dem Treffen sah ich meine "Schuld" als erledigt an und wollte nicht mehr dass das so weitergeht. A ist doch mein Mann! Ja wie hatte ich mir das vorgestellt? A weiß es nicht also belastet es mich nicht großartig?? Oh oh... ICH weiß es aber. Mir ging es immer schlechter, fühlte mich total abgeschnitten von A, schuldig. Hätte fast Selbstmord begangen, besann mich aber dass das nichts nutzt und auch A gegenüber total unfair wäre. Er wüsste ja nichtmal wieso, obwohl er eine leise Ahnung hatte wie ich jetzt weiß. Ich konnte damit nicht leben.

Mir wurde erst jetzt so richtig klar was ich getan, was ich weggeworfen hatte und dass A mir sowas nie antun würde. Und auch dass ich Ehebruch begangen hatte, obwohl es nicht zum Äußersten gekommen war. Als ich mit X einmal gechattet hatte kam es mir einmal vor als spürte ich die Anwesenheit von Dämonen. Also nach ein paar Wochen nicht trauen und nicht wissen ob und wo es A sagen (er würde ja laut werden und das wäre bei unserer derzeitigen Wohnsituation schlecht) wachte ich mitten in der Woche nachts auf, hatte unser Hochzeitsbild im Kopf und ein furchtbares Gefühl wie ein Blitz oder Dolchstoß im Herzen.

A war gerade im Ausland und ich rief ihn mitten in der Nacht an, vertraute und hoffte darauf dass er mir vergibt. Er war ganz besorgt, ich erzählte erstmal nicht alles, er sagte er verzeiht mir. Ich war erleichtert. Am nächsten Tag erzählte ich dann alles am Telefon was ich zu beichten hatte. Er war wütend, aber nicht so schlimm wie befürchtet. Er verzieh mir alles, es änderte nichts, wir würden zusammen bleiben. Der Kontakt zu X wurde unwiderruflich abgebrochen.

Das Beichten war wichtig für die Beziehung, aber mein seelischer Zustand änderte sich nicht. Ich schlief schlecht und konnte an nichts Anderes denken, hatte nur Schuldgefühle. Ich habe als Andenken an diese große Dummheit eine sehr schwere Depression sowie eine Angst- und Panikstörung. Inklusive Depersonalisierungs- und Derealisierungserfahrungen. Selbstmordgedanken. Zwischendurch immer mal auch ganz kurz davor gewesen es zu tun. Es ist wie ein Alptraum, ich kann nicht begreifen dass das alles wirklich passiert ist. Ich liege wegen der o.g. Symptome fast nur im Bett weil mir fast alles Angst macht. Seit ein paar Monaten bin ich arbeitsunfähig. Schlaf etwa 2h pro Nacht mit plötzlichem Hochschrecken in todespanischem Angst- und Schuldbewusstsein (dieser Dolchstoß ins Herz).

Ich habe das Gefühl, dass ich mich nie wieder freuen, glücklich sein oder entspannen kann. Ich kann das nicht vergessen, ich habe diese Angst und ich habe das Gefühl dass ich mir das niemals verzeihen kann. (Auch wenn das "auch anderen passiert" und man "sich einfach vergeben" soll.) Wie eine ganz furchtbare Gewissheit, nachdem ich direkt aus dem Himmel in die Hölle gestürzt bin.

Ich werde die zweite Hälfte meines Lebens dahinvegetieren. Vorbei das schöne Leben, vorbei das alte Ich. Fühle mich von allem abgetrennt. Ich bin froh wenn ich überlebe, dadurch dass es gewisse Erleichterungen (Medikamente) gibt die meinen Zustand halbwegs erträglich machen. Wenn ich sterbe... dann habe ich keine Medikamente mehr... dann wird diese furchtbare Angst und diese schrecklichen seelischen Schmerzen mich auf der anderen Seite einholen. Dann bin ich in der Hölle. Wie soll ich es nur schaffen da wieder herauszukommen? Wie lange wird das dauern? Ich habe so schreckliche Angst. Ich bin so verzweifelt, und ich habe Angst was ihr antwortet.

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