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Visionen über das Jenseits und die Ebene des Geistes

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Beitrag von Elias am 16 Oktober 2001 um 19:33:26:

Hallo Leute!

Dieser Beitrag erschien bereits unter dem Namen "Polsprung – ein Wechsel der Perspektive" vor ein paar Tagen in anderen Foren. Da er aber auch schwerpunktmäßig das Thema "Jenseits" beeinhaltet, gehört er sicher auch hierher. Es geht mir darum, daß immer wieder Offenbarungen über das Jenseits und die Ebene des Geistes fälschlicherweise für Zukunftsvisionen gehalten werden.

Falls jemand zu diesem Thema Hinweise, Ergänzungen, Fragen und sachliche Kritik hat, so bitte ich um eine Mail.

Eigentlich wollte ich in einer kurzen eMail nur einem Bekannten erklären, womit ich mich in den letzten Wochen beschäftigt habe. Aber um den Gesamtzusammenhang zu erklären, wurde es dann doch etwas länger und als ich so am Schreiben war, dachte ich mir „Wenn ich mir schon mal die Arbeit mache, dann wenigstens einmal richtig“. Obwohl es eigentlich kurz werden sollte, musste ich doch etwas ausholen. Sorry, aber es sind schließlich 17 A4-Seiten geworden., die mir aber notwendig erscheinen, da für viele Leser die grundlegenden Gedanken sicher vollkommen fremd sein dürften.

Immer wieder tauchen in Visionen ähnliche Motive auf. Doch was bedeuten sie? Sicher wäre es zu voreilig, alle Visionen generell als zukünftige Ereignisse zu bewerten, denn schließlich gibt es doch auch etliche andere Informationen, welche uns aus der geistigen Welt erreichen könnten.

Ich greife damit ein Thema nochmals etwas detaillierter auf, dass ich schon einmal vor ein paar Wochen im Forum „Prophezeiungen und aktuelles Weltgeschehen“ angesprochen habe. Dass einige Zukunftsvisionen eigentliche missverstandene Offenbarungen sind, habe ich bereits in meinem „Abschlußbericht Prophezeiungen“ dargestellt.

Seit diesem Beitrag habe ich weiter recherchiert und kann nun inzwischen eine gewisse Auswahl der visionären Motive tatsächlich einem anderen Themenkomplex zuordnen, der nichts mit der weltpolitischen Entwicklung und künftigen Katastrophen zu tun hat. Wo ich mich vor ein paar Wochen noch etwas allgemein ausgedrückt habe, kann ich heute hier schon etwas tiefer in die Einzelheiten gehen. Zu dieser Auswahl gehören u.a. folgende Motive:

- 3 Tage Finsternis
- Sternenfall
- Polsprung
- Kreuz am Himmel / Zeichen des Gekreuzigten
- der Planet der Götter

Dass ich diese konkreten Motive einem anderen Themenkomplex zuordnen kann, bedeutet aber nicht, dass wir nun völlig entspannt für die kommenden Jahre einer heilen Welt entgegen sehen können. Es gibt genügend irdische Probleme, die dieses mit Sicherheit verhindern werden. Es kann auch durchaus sein, dass die Seher bei der Wahrnehmungen ihrer Visionen die tatsächlichen Botschaften unbewusst an die archetypischen Grundmotive angepasst haben. Mein Interpretationsansatz erklärt den anderen Ursprung der visionären Motive, beweist aber nicht, dass wir deshalb ähnliche Ereignisse mit Sicherheit für die Zukunft ausschließen können.

Um diesen alternativen Interpretationsansatz für diese Motive zu verstehen, muss man sich etwas mit dem Wesen von Offenbarungen beschäftigen und hierfür zunächst mit dem Aufbau der Schöpfung, denn gerade dieser Aufbau in drei Ebenen ist der zentrale Inhalt ganz vieler Offenbarungen, auch wenn für die Details immer wieder verschiedene Begriffe und Vergleiche gewählt werden. Wenn man diese Grundstruktur einmal kennt, dann erkennt man sie auch in den Offenbarungen leichter wieder. Aber ich bin mir auch sicher, dass jeder, der sich in seinem Leben schon einmal mit Offenbarungen egal welcher Herkunft beschäftigt hat, einiges, von dem, was ich hier schreibe, wiedererkennen wird. Ich habe hier versucht, aus den unterschiedlichen Quellen und aus eigenen Erfahrungen ein in sich stimmiges Gesamtbild zu entwerfen, das mehr sein soll als nur ein unzusammenhängendes Nebeneinander der unterschiedlichen Quellen.

Sicher werde ich mich mit diesem Weltbild wieder einmal zwischen alle Stühle setzen. Dem atheistischen Rationalisten wird es als zu spekulativ erscheinen und für viele „Christen“ werde ich damit regelrecht die Welt auf den Kopf stellen, was sicher auch eine Form von Polsprung ist ;-)))) Und genau damit sind wir der Bedeutung des Polsprung-Motivs schon tatsächlich ziemlich nah. Vielleicht kriege ich aber diesmal wenigstens von der UFO-Fraktion Zustimmung, denn aus dem Zusammenhang ergibt sich das einzige mir bekannte sinnvolle Erklärungsmodell für das angebliche „Entführungsphänomen“.

DIE DREI EBENEN DER SCHÖPFUNG

Es gibt nach meinen philosophischen und religiösen Recherchen neben unserer materiellen Welt zwei unterschiedliche „höhere“ Welten, also komplett:

1.) Unsere materielle „Realität“
2.) Ein Jenseits, das auch als Paradies bezeichnet wird
3.) Eine abstrakte Welt des Geistes

Über unsere materielle Realität brauche ich wohl am wenigsten zu erzählen, denn diese erleben wir schließlich täglich. Aber gerade wenn man sie aus der Perspektive des Paradieses betrachtet, ergeben sich einige neue und ungewohnte Aspekte. Darum werde ich unsere scheinbare Realität einmal aus dieser Perspektive schildern.

DIE EBENE DES PARADIESES

Das Jenseits bzw. das Paradies wird von den Bewohnen wohl als ebenso materiell empfunden wie wir unsere Welt empfinden. Möglicherweise kann aber dort das Denken direkter auf die Materie einwirken als hier. Unklar ist für mich, ob wir alle aus dem gleichen Jenseits hier inkarnieren, oder ob auf der Erde mehrere unterschiedliche „Jenseitsgruppen“ vertreten sind.

Viele würden dieses Jenseits sicher als friedfertig und harmonisch bezeichnen, vielleicht sogar als ideal und erstrebenswert. Dieser Frieden hat aber einen Preis: Unfreiheit und Naivität. Hätten die Menschen auf dieser Ebene die gleichen Freiheiten wie auf der Erde, wäre dieser Frieden schnell vorbei. So schön wie dieser Friede auch sein mag, eine Entwicklung ist unter diesen Bedingungen kaum möglich, auf jeden Fall nicht so schnell und so effizient wie in unserer „Realität“. Die hierfür notwendigen Bedingungen haben wir hier auf der Erde. Hier haben wir etwas mehr Freiheiten, aber wie man an der Lage in der Welt sieht, führen diese Freiheiten auch zu massiven Konflikten. Wir haben nämlich hier auch die Freiheit, uns gegenseitig die Köpfe einzuschlagen und auch mit dieser Freiheit müssen wir hier lernen umzugehen.

Um den Mechanismus zwischen Paradies und Welt besser zu verdeutlichen, übertrage ich jetzt mal die Situation als Gleichnis um eine Stufe, also so, also würden wir hier ein Paradies erschaffen wollen.

Wenn wir aus der Welt ein Paradies machen wollten, dann würden einige ganz elementare biologisch verankerte Funktionen dieses Schritt unmöglich machen. Der Mensch ist z.B. ein angeborener Egoist und schränkt dieses individuellen Egoismus nur ein, wenn es z.B. dem Egoismus der Arterhaltung bzw. Nachwuchspflege dient. Dieser Egoismus führt zu Konflikten um Land, Bodenschätze, u.v.m. Wollte man aus der Erde ein Paradies machen, müsste man derartige primitive Instinkte bzw. Emotionen abschalten können und einen Menschen züchten, der Frei ist von Neid, Hass, Habsucht und anderen Untugenden. Vielleicht müsste man auch etwas mit Drogen nachhelfen. Dann müsste man doch eigentlich einen paradiesischen Frieden haben.

Das Böse wäre verbannt. Der Preis hierfür wäre die Preisgabe unserer primitiven Instinkte bzw. Emotionen. Hätten wir dann aber die heile Welt?

Leider führt aber eine solche heile Welt zur Degeneration bzw. zur Verblödung. Die täglichen Probleme und Konflikte fördern unser Bewusstsein. Auch wenn sie noch so störend uns erscheinen mögen: Wir brauchen sie. Die starken Gefühle, die immer wieder große Probleme verursachen, sind auf der anderen Seite auch die größte Triebfeder für den geistigen Fortschritt.

Prinzipiell wäre zur Vorbeugung dieser Degeneration ein abgesicherte Umgebung sinnvoll, wo man seine primitiven Instinkte bzw. Emotionen ausleben könnte, ohne dass es einen Schaden anrichtet. Ein Simulator müsste her, eine virtuelle Realität, in der man geistig reifen kann ohne das Risiko, bei diesem Prozess einen zu großen Schaden zu erleiden. Im schlimmsten Fall wäre nur die Simulation zuende und man wäre zurück in der heilen Welt, fast so, als wenn man ein Telespiel beendet hat und nun den Blick wieder vom Monitor abwendet. (In diesem Detail würde sich dieses Szenario deutlich von dem bekannten Spielfilm „Matrix“ unterscheiden. Bei Matrix hat ein Tod in der Simulation auch den Tod in der Realität zur Folge, was eigentlich keinen Sinn macht.)

Das Wort Simulator mag jetzt etwas technisch klingen und entspricht der heute üblichen Denkweise, wie man mit Computer-Technik so eine Simulation aufbauen würde. Man könnte aber ebenso auch Welten simulieren durch Suggestion in Hypnose. Wie der große Simulator in der Realität nun tatsächlich beschaffen ist, darüber kann ich nur spekulieren, denn darüber habe ich bislang keinerlei gesicherten Hinweise.

Das Böse wäre somit in den Simulator verbannt und im Simulator würden wir mit unseren primitiven Gefühlen konfrontiert. (vgl. Offb: Satan ist auf die Erde verbannt) Nur hier würden wir auch wirklich erkennen, ob wir auch wirklich schon reif genug sind, um in der Realität etwas mehr Emotionen zulassen zu können. Der Simulator und das Böse im Simulator hätte somit auch die Funktion, uns zu prüfen,) wie wir mit diesen Emotionen umgehen können. (vgl Hiob: Satan als Prüfer der Menschen)

Wenn man im Simulator gerade auch in Stress-Situationen unter Beweis gestellt hat, dass man im Umgang mit den primitiven Emotionen keine Gefahr darstellt, so wäre durchaus auch eine Lockerung dieser Unterdrückung im normalen Leben außerhalb des Simulators möglich, weil nun von einem keine Gefahr mehr ausgehen dürfte. Aber dann müsste man sich schon wirklich sicher sein.

Mit dem Simulator gibt es natürlich auch die Möglichkeit gewisse „riskante“ Erfahrungen in den Simulator zu verlagern. Somit gäbe es eine Regel „Wer diese Erfahrungen machen will oder muss, der soll das aus Sicherheitsgründen nicht hier machen, sondern im Simulator.“

Wenn man in der Simulation wüsste, dass es eine Simulation ist, dann wäre die Situation aber nicht wirklich realistisch. Wie sollte man wirkliche Angst empfinden, wenn man die simulierte Welt aus der distanzierten Perspektive eines Tele-Spielers betrachten würde? Die Prüfung, wie man sich unter Angst verhält, wäre somit komplett unmöglich. Zur Simulation gehört es also, dieses Wissen um die Simulation um die höhere Realität auszuschalten. Man würde also die Simulation für die einzige mögliche Realität halten.

Wenn man diese elementaren Prüfungen bestanden hat und sich selbst gezielt neue Aufgaben sucht, kann evtl. ein Wissen um das Wesen des Simulators nicht so störend sein, vielleicht sogar nützlich, gerade wenn es Ziel der Erfahrungen ist, das Wesen des Simulators zu verstehen. Gerade die Tatsache, dass die Grundstruktur der Schöpfung immer wieder offenbart wird, scheint diese Vermutung zu bestätigen.

Sicher hätten die Menschen unterschiedlich viel Lust, in den Simulator zu gehen. Manche würden darauf ganz versessen sein, möglicherweise sich sogar mit der simulierten Wirklichkeit identifizieren und andere wären vielleicht sogar wiederwillig. Nach einer Simulation bis zur nächsten würde die Zeit dazu genutzt werden, die grundlegenden Probleme in der Simulation theoretisch zu erörtern. Falls jemand voller Enthusiasmus sich selbst Aufgaben sucht, würde man ihn sicher lassen und diese Aufgaben ermöglichen, sofern er die grundlegenden Lektionen beherrscht. (Der gute „Schüler“ kann sich die Bedingungen für das neue Leben selbst aussuchen.)

Der Mensch existiert damit quasi doppelt. Einmal in der Simulation und einmal in der Realität. Aber das Wissen um die Existenz in der Realität ist in der Simulation ausgelöscht. Trotzdem kann es notwendig werden, mal gelegentlich in der Realität gewisse Dinge zu erledigen, z.B. gesundheitlich betreut zu werden. Wenn aber die Abschottung des Wissens in diesem Moment nicht hundertprozentig klappt, dann wird man in der Simulation das Gefühl haben, aus der gewohnten Umgebung „entführt“ zu werden. Man wird in dieser Situation empfinden, dass man z.B. medizinisch untersucht würde. Diese nun ungewohnt wirkende Welt wäre im Verhältnis zur Simulation ungewöhnlich friedfertig und liebevoll.

Was würden diese Wesen antworten, wenn man ihnen die Fragen stellen würde, was los ist? Verkürzt würde das so klingen „Wir haben uns die Emotionen abgezüchtet und was Du machst, das dient dazu die Emotionen wieder zu erlangen.“ Dann würde sich wieder ein Schleier über das Wissen um die Realität legen und man wäre zurück in der Simulation Man würde diese Wesen als fremd empfinden, in der Unwissenheit, dass man tatsächlich einer von ihnen ist. Vielleicht hätte man sogar Angst vor ihnen und würde sie als Bedrohung empfinden. Man würde sich fragen „Was machen diese Wesen mit mir?“, „Was ist ihr Ziel?“. „Wollen sie die Welt beherrschen?“, .... Aber diese Fragen würden unbeantwortet bleiben und so würden sich in der Simulation allerlei seltsame Theorien um das Ziel dieser Entführer bilden: Sie wollen die Welt besiedeln, sich mit den Menschen kreuzen, wollen uns untersuchen, brauchen Zellen aus unserem Körper, kontrollieren unsere Evolution, u.v.m.

Manchmal würde man in diesem Zustand auch die Mitspieler dort auf der anderen Seite wiedererkennen, die man aus der Simulation kennt, z.B. wenn sie auch gerade beim Gesundheits-Check sind oder wenn sie die Simulation schon beendet haben.

Zurück wieder in der Simulation erscheinen diese fälschlicherweise nicht komplett ausgelöschte Wissens-Fragmente aus diesen Erfahrungen regelrecht unwirklich. Vielleicht sind diese Fragmente aber auch nicht wirklich „Fehler“, sondern werden ganz bewusst zugelassen, damit man sich in der Simulation nicht zu lange mit unwichtigen Nebensächlichkeiten beschäftigt. Mehr als diese Fragmente einer Andeutung sind aber offensichtlich nicht zulässig. Ein „Nichteinmischungsgebot“ regelt diesen Punkt. Eine Einmischung in die Simulation wäre so, als würde man bei einer Prüfung in der Schule dem Prüfling helfen. Dann hätte er zwar die Prüfung formal bestanden, aber er hätte nicht das notwendige Wissen.

Wenn sich bei jemand in einer Simulation gewisse Defizite gezeigt haben, dann wird dieses bei späteren Simulationen intensiver „trainiert“ um diese Defizite auszugleichen. Eines der häufigsten Probleme ist das mangelnde Verständnis für die Gegenseite. So macht es durchaus Sinn, nach einer Erfahrung als Verfolger auch mal die Gegenperspektive des Verfolgten kennenzulernen. Und auch umgekehrt. Der Ausgleich bedeutet nicht Strafe. Der „Aufstieg“ vom Verfolgten zum Verfolger ist hingegen auch kein Lohn für das ertragene Leid. Die Vorstellung von „Lohn“ und „Strafe“ entspricht nicht wirklich diesem Ausgleichsgesetz.

Damit hätten wir die wichtigsten Gesetze für das Zusammenspiel zwischen dieser „Heilen Welt“ und der Simulation beisammen:

1. In der Realität werden „riskante“ Emotionen ausgeschaltet. Wenn ein ausreichendes Maß an emotionaler Stabilität erreicht wurde, können schrittweise diese Emotionen wieder zugelassen werden, da von ihnen kein Risiko mehr ausgeht.
2. Riskante emotionelle Erfahrungen finden nur im Simulator statt
3. Leid und Angst wird in der Simulation zugelassen, ein Eingriff zum Schutz vor Leid erfolgt nicht.
4. Das Wissen um die Simulation und um die Realität wird in der Simulation ausgeschaltet, sofern die Elementar-Erfahrungen noch nicht bestanden sind.
5. Das Wissen um frühere Simulationen wird in der Simulation auch ausgeschaltet.
6. Erfahrungen werden in den Simulationen nacheinander zum Ausgleich aus unterschiedlichen Perspektiven gemacht

Nun habe ich hier das ganze aus unserer Perspektive geschildert, so als wollten wir eine solche Heile Welt und eine Simulation schaffen. Die Erkenntnis, die sich nun in ganz vielen Religionen, Mythen, Märchen, Todesnäheerlebnissen, außerkörperlichen Erfahrungen, Entführungsphänomenen, u.s.w. in vielen Bruchstücken wiederspiegelt, ist die, dass sich unsere scheinbare Realität gegenüber einer höheren Realität exakt wie die hier beschriebene Simulation verhält und dass es in der höheren Realität tatsächlich eine Unterdrückung der negativen/riskanten Emotionen gibt und unsere scheinbare Realität eine „Täuschung“ ist. Im Hinduismus wir z.B. unsere scheinbare Realität konkret als Täuschung bezeichnet.

Viele der religiösen/mythischen Geschichten werden tatsächlich aus der Perspektive dieser höheren Realität beschrieben. Dadurch erscheinen sie uns, die wir so sehr an die Simulation gewöhnt sind, regelrecht verkehrt herum. (Polsprung!) Immer wieder ergeben sich Missverständnisse aus Unwissen über diese andere Perspektive, weil man mythische Beschreibungen auf unsere Schein-Realität bezieht, die sich eigentlich auf die höhere Ebene beziehen. Man braucht z.B. keine Angst zu haben vor folgender Zeile aus der Offenbarung des Johannes „Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde“, denn Satan ist symbolisch gesehen bis zu diesem Zeitpunk exakt auf die Erde bzw. die Scheinrealität/Simulation verbannt, in der wir hier bereits leben. Noch schlimmer kann es also nicht kommen. Er wird also nicht AUF die Erde losgelassen, sondern VON der Erde ins Himmelreich. Wir hier auf der Erde haben da nichts zu befürchten. Das Loslassen von Satan ist letztendlich nichts anderes als das Zulassen der ursprünglich verbannten, gefährlichen Emotionen in der höheren Realität. Einen festen Zeitpunkt hierfür gibt es nicht, denn nicht alle Menschen haben die gleiche Reife hierfür. Die Offenbarung wird sich also bei jedem individuell zu einem anderen Zeitpunkt erfüllen und beschreibt KEINE globalen Prozesse, die alle Menschen gleichzeitig erfahren werden.

Mal ein populäres Beispiel für diese andere Sicht aus der Perspektive der höheren Realität.

Wenn wir als Beispiel das Märchen von Frau Holle betrachten, so erlebt das Mädchen in der scheinbaren „Totenwelt“ auf der anderen Seite des Brunnens die Prüfungen und Erfahrungen und wird schließlich bei der Rückkehr in das „Reich der Lebenden“ belohnt. Diese Perspektive erscheint doch genau entgegengesetzt zu der Idee der Karma-Lehre, wo es doch eigentlich um die Früchte des „irdischen Lebens“ geht. Den Zusammenhang zwischen der Symbolik der Spindel und dem Baum der Erkenntnis habe ich bereits in meiner Dornröschen-Interpretation dargestellt (siehe http://www.f23.parsimony.net/forum45852/messages/3080.htm). Auch bei Brau Holle spielt eine Spindel eine zentrale Rolle. Denn sie ist es, die in den Brunnen fällt und die das Mädchen auf der anderen Seite holen soll. Der Brunnen entspricht dabei durchaus dem sogenannten „Tunnel“ im Zusammenhang mit sogenannten Todesnäheerlebnissen, nur eben hier aus der anderen Richtung. Hier führt der Tunnel von der höheren Wirklichkeit in die Welt der Erfahrungen und Prüfungen. Der Tunnel wird hier regelrecht zum Geburtskanal.

Diesen Zusammenhang zwischen Paradies und unserer Welt findet man auch in der Bibel an unterschiedlichen Stellen, aber gerade dieser Zusammenhang scheint eines der „esoterischen“ Glaubensgeheimnisse zu sein, die fast nie klar und unmissverständlich gegenüber dem normalen Volk ausgesprochen werden. Natürlich ist dadurch jetzt keine Aussage über das Paradies bewiesen, nur weil man es in der Bibel irgendwo findet. Meine Argumentation geht eigentlich auch in die Gegenrichtung. Ich schließe nicht von der Bibel auf die höhere Wirklichkeit, sondern ich schließe von dem was ich inzwischen über die höhere Wirklichkeit erfahren konnte, zurück auf die Bibel und erkenne, dass es hier auch beschrieben wird.

Von der Bibel auf die höhere Wirklichkeit zu schließen ist gerade durch bei vielen seit Kindertagen sehr tief verwurzelten Vorstellungen und Vorurteile fast unmöglich, weil man immer wieder in die populären Fehl-Interpretationen abgleitet. So wird sicher manchem „Christen“ mein hier vorgestellter Interpretationsansatz zunächst etwas fremdartig und ungewohnt vorkommen, weil er ein Leben lang gelernt hat, die Bibel gemäß eines anderen anerzogenen Weltbildes zu interpretieren.

Doch nun zur Bibel:

Eva wurde für den Fall, dass sie vom Baum der Erkenntnis essen würde gesagt, sie müsse dann sterben. Aus Sicht des Paradieses ist das Leben in unserer Welt der Tod, auch wenn wir aus unserer Perspektive diesen Zustand selbst als Leben empfinden. Die Konsequenz lautet also: Um Erkenntnis zu erlangen, muss man das Paradies verlassen. Umgekehrt bedeutet das: Im Paradies bliebe man ohne Inkarnationen auf Dauer ohne Erkenntnis, also so naiv wie die Kinder. Daraus sollte man nun aber nicht folgern, dass es nun unser Ziel sei, so naiv wie die Kinder zu werden, um damit die Einlassbedingungen ins Paradies zu erfüllen. Damit würden wir das Gegenteil von dem machen, weshalb wir eigentlich hier sind. Manche fromme Menschen versuchen es aber trotzdem ;-)

Das Essen vom Baum der Erkenntnis hat in der christlichen Tradition immer einen sehr negativen Beigeschmack, so als wären die Menschen gegen den Willen Gottes hierzu verführt worden. Da mag man sich fragen: Warum hat Gott den Menschen denn diesen Weg nicht unmöglich gemacht? Wie so häufig bedient sich auch der biblische Schöpfungsmythos einer sehr drastischen Symbolik, die man nicht naiv-wörtlich interpretieren sollte. Das Essen vom Baum der Erkenntnis ist tatsächlich ein Teil des Schöpfungsplanes und keinesfalls ein Fehler. Der gegenüber Eva angedrohte „Tod“, die eigentlich nur eine Vertreibung aus dem Paradies für die Zeit eines Lebens ist, ist auch nicht als Strafe zu verstehen, sondern als notwendige Voraussetzung für den Entwicklungsplan.

Ausführlich habe ich die Symbolik des Todes um des Geistes Willen in folgendem Beitrag behandelt:

Buchkritik: Konrad Dietzfelbinger - Der spirituelle Weg des Christentums
http://f23.parsimony.net/forum45852/messages/5267.htm

Dass im Himmelsreich nun keinesfalls die totale Freiheit herrschen, sondern Unfreiheit deutet Jesus an einer Stelle kurz an: Mt 11,12 „Aber von den Tagen Johannes des Täufers bis heute leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewalttätigen reißen es an sich“ Leider steht dieser Satz sehr isoliert und wird nicht weiter erklärt. Aber sicher ist ein „gewalttätiges“ Himmelreich nun wirklich das Letzte, was man als Christ erwarten würde. Die Botschaften, die uns per Channeling und bei Todesnäheerlebnissen von dort erreichen, machen auch nicht unbedingt den Eindruck eines „gewalttätigen“ Himmelreiches. Sie erscheinen statt dessen als liebevoll, aber naiv, regelrecht weltfremd, so als sei es das leichteste der Welt, jeden zu lieben. Würde man aber den Begriff „Gewalt“ durch „Unfreiheit“ ersetzen im obigen Sinne, würde diese Stelle durchaus zur hier beschriebenen Situation passen.

In der schwer verständlichen Sprache der Offenbarung des Johannes wird dieses Ereignis etwas detaillierter beschrieben:

12,7 Und es entbrannte ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, 12,8 und sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. 12,9 Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen. 12,10 Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott. 12,11 Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod. 12,12 Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen!

Das Böse, was die Menschen verführt, wurde auf die Erde geworfen! So, jetzt hat man Ruhe im Himmelreich. So entsteht also das friedfertige Himmelsreich durch Unterdrückung von dem was man für Böse hält.

Wie wir am Beispiel vom verlorenen Sohn sehen, ist es nun der Weg des Menschen, sich von der heilen Welt des Vaters zu trennen, um nun durch unser Welt zu gehen. So trennt sich auch Adam und Eva vom Paradies und so trennt sich auch Jesus vom Vater um in die Welt zu gehen.

DIE EBENE DER ABSTRAKTEN IDEEN

Nun habe ich sehr intensiv unsere „Scheinrealität“ beschrieben, also die Erde und die höhere Realität, also das Himmelreich bzw. Paradies. Es gibt aber noch eine höhere Schicht. Die Schicht des reinen Geistes bzw. die abstakte Welt der Ideen. Wo unsere Welt noch deutliche Ähnlichkeiten zur paradiesischen Welt hat, so versagen hier sämtliche direkten Vergleiche. Wir sind hier noch eine Realitätsebene höher. Um sie mit unseren Begriffen zu erschließen, brauchen wir eine komplett andere Methode. Mancher Mystiker in vergangenen Zeiten, der mehr oder minder zufällig ein Empfinden dieser Ebene hatte, empfand sie sogar als prinzipiell mit Worten unbeschreibbar. Inzwischen sind einige Jahrhunderte vergangen und nun steht uns inzwischen auch ein geeigneteres Vokabular zur Verfügung, um abstrakte Dinge zu beschreiben.

Wenn ein Lehrer zu den Schülern sagt „malt ein Haus“, so wird sicher jedes gemalte Haus anders aussehen, denn zur abstrakten Idee eines Hauses gibt es viele unterschiedliche konkrete Realisierungen. Würde man nun die Vielfalt der gemalten Häuser sehen, so könnte man aus den vielen Häuser erkennen, dass es ein allgemeines Prinzip „Haus“ gibt. Das allgemeine Prinzip Haus kann man direkt nicht anfassen, sehen, bewohnen oder erfahren. (In der „objektorientierten“ Begrifflichkeit würde dieses als abstrakte Basis-Klasse bezeichnen. Man kann also durchaus auch mit dem methodischen Werkzeug eines Informatiker zu spirituellen Erkenntnissen gelangen) So lange ein Haus nur das allgemeine Prinzip ist, ist es unkonkret. In der Materie wird das Abbild des Hauses nun erfahrbar. Natürlich stellt jede Realisierung der abstrakten Idee des Hauses eine Reduzierung dar, denn sobald ich ein Haus mit 2 Türen schaffe, ist es keines mit 3 Türen. Die abstrakte Idee eines Hauses hat hingegen n Türen, aber man wird nie ein Haus mit n Türen realisieren können. Sobald man die abstrakte Idee realisiert wird aus dem n eine 2 oder eine 3 oder eine beliebige andere Zahl, aber immer eine konkrete Zahl.

So ist auch das Naturgesetz der Schwerkraft abstrakt. Wenn aber ein Apfel vom Baum fällt, so konkretisiert sich dieses Naturgesetz in diesem Ereignis. Aus dem abstrakten Naturgesetz wird ein konkretes Ereignis.

In der abstrakten Welt der Ideen gibt es natürlich wieder unterschiedliche Unterstufen mit einem unterschiedlichen Abstraktionsgrad. So ist ein Haus von der Idee her abstrakter als ein Bungalow. Ein Bungalow hat ein paar Freiheitsgrade weniger. Es ist etwas konkreter. Unsere konkrete physische Realität hat schließlich den geringsten Abstraktionsgrad.

Zwischen der absoluten Abstraktheit und der absoluten Konkretisierung gibt es natürlich als Zwischenstufen noch latente Wirklichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Jeder Mensch kennt sicher den Effekt, dass am Anfang mancher Planungen zunächst ein unkonkreter Gedanke steht, der sich bis hin zur Realisierung schrittweise immer mehr konkretisiert. Auf Zwischenstufen gibt es möglicherweise konkurrierende, latente Pläne mit unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten.

Die abstrakteste und zugleich exakteste Wissenschaften ist die Mathematik. Die Regeln der Mathematik gelten in jeder vorstellbaren Realität völlig unabhängig von der konkreten Realisierung. Zwei und zwei ist eben immer vier, egal ob es sich um Äpfel oder Birnen handelt. Das dürfte sicher die Vorliebe einiger antiker Mysterienschulen (Pythagoräer) und Philosophen gerade für die Mathematik erklären. Heute wird das, was in den Schulen unter dem Begriff Mathematik gelehrt wird, oft nur als Werkzeug für praktische Ziele betrachtet, zum Rechnen z.B. zur Berechnung einer Statik für ein Haus. Die Philosophen der Antike sahen in einem erweiterten Mathematik-Begriff aber darüber hinaus auch einen Erkenntnisweg.

Wer sich mit den Hintergründen näher beschäftigen will, dem empfehle ich folgende Seite:
http://www.info-regenten.de/pyt_ref.htm

Hier wird u.a. auch der Unterschied zwischen den naturwissenschaftlichen Mathematikern und den eher geisteswissenschaftlichen und an Leitsprüchen orientierten Akusmatikern dargestellt.

Wo es schon einige Verständnisprobleme bei Informationen aus der Ebene des Paradieses gibt, so wird es bei der abstrakten Ebene der Idee bei Offenbarungen so richtig kompliziert. Konkrete Dinge kann man anfassen, sinnlich erfahren, zeichnen, ... aber wie macht man das mit „abstrakten“ Dingen? Wenn ich zwei Äpfel male, so ist es nicht die abstrakte „Zwei“, sondern es sind eben konkret zwei Äpfel.

Um abstrakte Dinge darzustellen, braucht man eine völlig neue Begrifflichkeit. Hier kommen die Symbole ins Spiel. Liebe ist z.B. etwas, was materiell nicht greifbar oder bildlich darstellbar ist. Liebe ist mehr und allgemeiner als nur das konkrete Liebespaar Helmut und Gerda. Heute nimmt man üblicherweise für die Liebe zwischen Mann und Frau die Symbole Herz und Rose. Durch die Überlagerung eines greifbaren Gegenstandes (der Rose) mit einer nicht-gegenständlichen Bedeutung (der Liebe) wird nun das Nicht-Materielle gegenständlich darstellbar. Symbole sind also ein ganz einfaches Werkzeug für den Menschen um die abstrakte Welt der Ideen erfahrbar und darstellbar zu machen. In diesem primitiven Beispiel mag das alles noch recht überschaubar sein. Aber bei dieser Methode besteht immer die Gefahr, dass jemand aus mangelndem Verständnis die bildliche Darstellung des Symbols für den eigentlichen Sinn hält, dass er also um beim Beispiel zu bleiben in der Rose nur die Rose sieht und nicht ihre symbolische Bedeutung als Liebe.

In der Antike wurden nun ganze Werke geschrieben, die komplett symbolisch zu interpretieren waren. Die Evangelien sind sicher neben den anderen großen Mythen der Antike die bekanntesten. Aber gerade bei den Evangelien sind sich viele dieser überlagerten symbolischen Bedeutung nicht mehr bewusst und so halten sie nun die Biographie von Jesus für den Inhalt, anstatt die überlagerte Bedeutung zu erkennen: Den Weg des Menschen zur Erkenntnis.

Auch die abstrakte Wissenschaft der Mathematik kommt mit jeder Menge Symbolen daher: Ziffern, Plus, Minus, Mal, Durch, Wurzel, Klammern, Integral. Ohne vergleichbare Symbole wären die Ideen der Mathematik überhaupt nicht darstellbar.

Ähnlich ist es nun mit anderen Dingen aus der abstrakten Welt der Ideen. Nur über Symbole kann der Mensch diese Ebene wahrnehmen und begreifen. Die Symbole sind ein Werkzeug zur Abstraktion. Zunächst erlebt der Mensch eine konkrete Realität. Wenn er in dieser konkreten Realität Strukturen und Prinzipien erkennt, die allgemeingültig sind, so kann er die konkreten Erfahrungen „abstrahieren“ und damit auf das „abstrakte“ Prinzip rückschließen um dieses Prinzip schließlich mit einem „abstrakten“ Symbol zu benennen.

Das Wissen um einige dieser „abstrakten“ Symbole bringt der Mensch bereits mit. Sie sind quasi von Geburt an vorhanden und müssen somit nicht erlernt werden. So sind sie in nahezu allen Kulturen auch gleich. C.G. Jung nannte diese kollektiven Symbole „Archetypen“. Ich vermute mal dass der Mensch durch seine Erfahrungen auf der Ebene des Paradieses bereits an dieses Symbole gewohnt ist und mit der Inkarnation dieses Wissen mitbringt.

DIE WICHTIGSTEN GRUNDTYPEN VON OFFENBARUNGEN

Vielleicht mag sich mancher fragen, ob es überhaupt notwendig ist, sich mit den unterschiedlichen Grundtypen auseinander zu setzen, wo doch jeder weiß, was Offenbarungen sind. Ich halte es tatsächlich aber für absolut notwendig, hier durch eine differenzierte Betrachtung für etwas Klarheit zu sorgen.

Bei Offenbarungen denken sicher die meisten spontan an ein visuelles Erscheinungen von Gott, Jesus, Maria, einem Engel oder einem Heiligen. Auch das Hören von Stimmen ohne ein optisches Bild wird dazu gerechnet. In den letzten Jahren wird diese Art von Offenbarungen noch um Channelings angeblicher Außerirdischer oder spiritueller Meister ergänzt. Es gibt viel Literatur über derartige Offenbarungen, doch hält der Inhalt zumeist nicht, was der große Name verspricht, der sich hier scheinbar offenbart. Oftmals enthalten die seitenlangen Abhandlungen nämlich keinerlei verwertbaren Inhalt und erinnern damit regelrecht an die Reden von Politikern, die zwar viel erzählen, aber letztendlich doch nichts konkretes sagen. Darüber hinaus enthalten diese Botschaften mitunter auch handfeste Fehler, oftmals gerade durch Übernahmen populärer religiöser Vorurteile oder bekannter Überlieferungsfehler. Wer hier erhofft, in die Geheimnisse der Schöpfung eingeweiht zu werden, der wird sicher enttäuscht sein, wenn er statt dessen nur mit religiösen Belanglosigkeiten und populären Irrtümern abgespeist wird.

Teilweise kommt trotz vieler Worte bei den religiösen Offenbarungen nicht viel mehr rüber als: Seid brav und betet viel den Rosenkranz. Offensichtlich ist Maria bei ihren Aufrufen zum Marathon-Beten auch völlig unbeeindruckt davon, dass in der Bergpredigt von diesem „Plappern wie die Heiden“ eigentlich abgeraten wird.

So sehr diese scheinbaren Offenbarungen im kath. Volksglauben auch hochgespielt werden, so wenig sind sie tatsächlich als Offenbarung zu gebrauchen.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie derartige „Offenbarungen“ zustande kommen:

Sind es Fälschungen?
Sind es Erfindungen religiöser Spinner?
Sind es manipulative (Massen-)Suggestionen?
Sind es unwissende Wichtigtuer aus dem Jenseits?
Sind die Bewohner des Jenseits vielleicht tatsächlich so unwissend, weil sie nicht die Freiheit haben, gewisse Fehler zu machen und deshalb unsere Schwierigkeiten überhaupt nicht beurteilen können?
Sind es psychologische Rückkopplungseffekte, dass man nur das hört, was man ohnehin schon glaubt oder zu wissen glaubt?
Sind es Persönlichkeitsabspaltungen der Seher, die als unabhängige Wesen empfunden werden?
Sind es massive Verständigungsprobleme, dass von einem freundlichen Vortrag über die Geheimnisse der Schöpfung am Schluss nur das freundliche Lächeln übrig bleibt, weil der Rest unverstanden bleibt?

Sicher mag es alle diese Fälle geben, vielleicht auch in Kombination. Eine methodische Untersuchung derartiger „Offenbarungen“ nach diesen Kriterien ist mir bislang aber nicht bekannt.

Nachdem ich auf die „schwarzen Schafe“ unter den Offenbarungen eingegangen bin, möchte ich mich nun den anderen Offenbarungswegen widmen, die zwar weitaus weniger spektakulär sind, aber letztendlich doch mehr bewirken.

Es wäre falsch, alle Offenbarungen in einen Topf zu werfen, denn es gibt hier tatsächlich enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Grundtypen.

1. Erfahrung

Die uns allen wohl bekannteste Form ist die „Erfahrung“. Vielleicht fragt sich nun mancher „Das soll Offenbarung sein?“ Genau das ist aber der Sinn der Materie: Sie ist unser Erfahrungsfeld. „learning by doing“ nennt man das heute ganz modern. Man sollte diese Form der Offenbarung aber nicht unterschätzen, denn sie schafft die stabilsten Weltbilder, hat aber ihre Grenzen wo unsere direkte Erfahrung bzw. Wahrnehmung endet. In der Wissenschaft sammelt man Erfahrungen durch Beobachtung und Experimente.

2. Erkenntnis / Abstraktion

Mit Erfahrung kann man durchaus noch einfache Häuser bauen, aber kaum Hochhäuser. Hierfür muss man schon rechnen können und benötigt hierfür die zweite Stufe der Offenbarung, die „Erkenntnis“ der allgemeinen Prinzipien, also die Fähigkeit Erfahrungen zu übertragen und zu abstrahieren. Erkenntnis basiert auf Erfahrung. In der Wissenschaft ist das die Erkenntnis eines Naturgesetzes.

3. Einweihung /Vermittlung von Wissen

Würde man in seinem Leben alle Erfahrungen und Erkenntnisse selber machen wollen, so käme man wohl kaum über das Stadium eines Steinzeitmenschen hinaus. Die „Vermittlung von Wissen“ in Schulen oder Büchern bzw. die „Einweihung“ durch einen Lehrer ist die nächste Stufe. Damit kann man Erfahrungen und Erkenntnisse enorm beschleunigen, denn man kann durch die Erfahrungen anderer profitieren. Gerade die erhöhte Verfügbarkeit von Information früher durch den Buchdruck und nun durch das Internet haben diesem Weg einen enormen Schub gegeben.

4. Geistige Führung

Aber um so weiter man sich nun von den direkten Erfahrungen trennt, um so mehr werden diese durch Interpretationen überlagert, die man selbst nicht mehr überprüfen kann. Vor diesem Problem steht die Menschheit gerade jetzt. Ohne „Führung“ besteht die Gefahr, sich auf diesem Offenbarungsweg in der Vielfalt der Interpretationen zu verzetteln.

Einige Irrwege selbst erprobt zu haben, ist sicher ganz nützlich, denn das schärft den Verstand, damit man nicht mehr auf jeden Unfug reinfällt. Aber auf Dauer führen Irrwege eben doch nicht zum Ziel. Alle Irrtümer kann man nicht methodisch ausschließen, denn es gibt zu viele. Auf dem Weg durch dieses Labyrinth wird nun die „Geistige Führung“ wichtig. Meist spürt man sie anfangs gar nicht und empfindet die Erfahrungen, die man macht für eher zufällig. Erst wenn sich die Zufälle sich so massiv häufen, dass man sie eben nicht mehr als Zufälle betrachten kann, merkt man gelegentlich, dass die Erfahrungen, die man machte „geführte Erfahrungen“ waren. Erfahrungen, in die man gezielt geführt wird sind aber auch somit prophezeibar. Die Frage, wie Wahrträume überhaupt funktionieren können, was in einem rein kausalen, mechanistischem Weltbild nicht zu erwarten wäre, findet hier eine einfach Antwort. Wenn es einen Plan gibt, so kann man anhand dieses Planes die Zukunft vorhersahen, so einfach wie man anhand eines Fahrplans das Eintreffen eines Zuges vorhersagen kann, sofern natürlich der Fahrplan eingehalten wird.

5. Selbsterkenntnis / Der Blick nach innen

Aber man wird nicht nur in Situationen geführt: AUCH DIE GEDANKEN WERDEN GEFÜHRT. Man bildet sich oftmals ein, man selbst würde denken. Wer das Denken für eine Tätigkeit hält, die man selbst verrichtet, der soll einfach mal versuchen, damit aufzuhören. Man wird feststellen: Das klappt nicht! Nicht man selbst denkt, sondern es denkt in einem. Die Gedanken kommen einfach von selbst. Hier beginnt nun der nächste große Offenbarungsabschnitt, die „Selbsterkenntnis“. Hier kann man z.B. lernen, den Gedankenfluß zu steuern (den Winden gebieten, Luft als Symbol der Gedanken).

6. Inspiration / Kreativität

Aus der Basis eigener Erfahrungen, in die man geführt wurde, mit der Fähigkeit zur Abstraktion und mit Hilfe von vermitteltem Wissen kann man nun die „Inspiration“ die man in sich spürt umsetzen und verstehen. Ohne die notwendigen Grundlagen würde die Inspiration hingegen ungenutzt und unverstanden verpuffen.

Wenn man die Inspiration kreativ umsetzt, kann man die Inspiration durchaus verstärken. So verrrückt wie es zunächst klingen mag: Feste Rhythmen und Rituale können den Fluss der Inspiration erhöhen. Die Rituale müssen gar nicht religiösen Charakter haben. Man kann ich auch ebenso ein Glas Wein einschenken und aus dem Fenster schauen. Wenn man das regelmäßig vor einer kreativen Tätigkeit macht, wird auch dieses den Fluss der Inspiration erhöhen.

7. Sensibilisierung / Erhöhte Wahrnehmung

Je mehr man kennt, um so mehr kann man auch wahrnehmen. Dieser Schritt ist die „Sensibilisierung“. Selbstverständlichkeiten, die einen umgeben und die man vorher nie beachtet hat, bekommen auf einmal einen Sinn. Das ist ähnlich wie beim Blick von hinten in einen Fernseher. Für den Laien ist das nur ein unverständliches Kabelgewirr. Mit dem richtigen Wissen bekommt dieses Kabelgewirr plötzlich einen Sinn. Auf dieser Stufe bekommt das Schicksal, was einem vorher so wirr und ziellos erscheint, einen Sinn.

8. Fragmente in Phantasien, Gedanken, Träumen und Halbschlafbildern

Es gibt Zustände, in denen man „offener“ für Informationen aus der geistigen Welt ist. Dazu gehören Momente der Stille aber auch Momente der Euphorie oder wenn man einen inneren Drang spürt. In diesen Zuständen tauchen immer wieder Informations-Fragmente auf. Es fällt aber schwer, diese immer von Ängsten und Hoffnungen sicher zu unterscheiden.

Die Erinnerungen an frühere Leben oder an sogenannte „Entführungen“ unter Hypnose sind ein Sonderfall dieser Form der Offenbarung.

9. Hellsichtigkeit, Channeling, Außerkörperliche Erfahrungen, Todesnäheerlebnisse und „Entführungen“ aus dem Körper, direkter Kontakt mit Geistwesen

Hier besteht die Möglichkeit zur direkten Wahrnehmung „höherer“ Realitäten. Hier muss man zwischen bewussten und unbewussten Erfahrungen unterscheiden. Zwar haben fast alle Menschen derartige Erfahrungen, aber zumeist sind sie im Tagesbewusstsein nicht zugänglich. So kommen hiervon oftmals eben nur Fragmente ins Bewusstsein.

Leider ist der direkte Kontakt mit Geistwesen oftmals nicht zu unterscheiden von einem ähnlichen wirkenden, aber grundverschiedenen Phänomen: der externen Projektion eigener Gedanken. Bei diesem Phänomen schafft man sich selbst ein Wesen in der Wahrnehmung. Dieses Wesen dient als Brücke zur Übermittlung unbewusster Informationen.

Grade auch zum Verständnis der Botschaften aus der geistigen Welt ist es wichtig, das notwendige Grundwissen zu haben, um diese Erlebnisse nicht falsch zu interpretieren. Ein Grundschüler würde sicher auch nichts verstehen, wenn ein Universitäts-Professor die größten Weisheiten erzählen würde. Um diese Art der Offenbarung nutzen zu können, bedarf es der vorhergehenden Stufen.

Ein typischer Fehler ist hier oftmals die Überschätzung der Geistwesen. Nicht alles was sie einem erzählen ist tatsächlich auch wahr. Weiter oben habe ich auch bereits angesprochen, dass auf der Ebene des Paradieses eine gewisse Naivität herrscht und ein Unverständnis für unsere irdischen Probleme. Manche Tipps aus dieser Ebene sollte man daher mit Vorsicht betrachten.

So wie die Wichtigkeit von Erfahrung und Erkenntnis oftmals unterschätzt wird, so wird die Relevanz direkter Kontakte mit Geistwesen oftmals deutlich überbewertet.

10. Die Kombination aller möglichen Offenbarungswege

Kurz gesagt: Sie können sich wunderbar ergänzen und gerade in der Kombination erreicht man eine viel höhere Informationsqualität, als bei isolierten Offenbarungswegen.

DIE WICHTIGSTEN SYMBOLE IN OFFENBARUNGEN

Auf nahezu allen dieser Offenbarungswege spielen Symbole eine Rolle. Auf der Stufe der Abstraktion kann der Mensch hiermit seine Erkenntnisse ausdrücken (z.B. Formeln für Naturgesetze / Modelle). Bei Einweihungen wird das Wissen in Form von Symbolen vermittelt und man wird in die Verwendung der Symbole eingeweiht. Beim Blick nach innen erkennt man die abstrakte Grundstruktur wieder, die man vorher an den Symbolen gelernt hat. Bei der Inspiration kommen die Ideen in einer nicht-verbalen bildhaft-symbolischen Weise. Wenn man gegenüber der Sprache des Schicksal sensibilisiert ist, entdeckt man hier die aus der Symbolik bekannten Grundelemente wieder. Das Unterbewusstsein teilt sich ohnehin über eine Traumsymbolik mit, die bruchstückhaft immer wieder ins Bewusstsein dringt. Bei der direkten Kommunikation mit Wesen der geistigen Welt benutzen diese auch immer wieder Gleichnisse und Symbole.

Man kommt also an der Symbolik nicht vorbei, wenn man das Thema ernst nimmt.

Weiterhin scheint das Wissen im kollektiven Weltgedächtnis (vgl. Akasha-Chronik) auch bildhaft bzw. symbolisch gespeichert zu sein.

Ideal wäre es natürlich wenn auf allen Offenbarungswegen eine einheitliche Symbolik verwendet würde, also wenn z.B. die Symbolik in Mythen mit der Traumsymbolik und dem Weltgedächtnis identisch wäre. Ist es leider aber nicht. Es gibt hier und da kulturell geprägte Symbole die sich von den archetypischen unterscheiden. Auch unterscheiden sich kulturell geprägte Symbole zwischen den Kulturen. Zur Vereinfachung werde ich nachfolgend die ursprünglichen Grundsymboliken aber nicht auch noch unterscheiden, sondern kulturell geprägte und archetypische Symbole in einen Topf werfen. Das ist zwar etwas unsauber, aber sonst wird es jetzt noch komplizierter. Ich halte es auch für möglich, dass sich kulturell geprägte Symbole so einprägen, dass sie für spätere Generationen archetypisch werden. Natürlich beeinflussen die archetypischen Symbole auch die kulturelle Prägung.

(C.G. Jung bezeichnete mit Archetypen die im kollektiven Unbewußten angesiedelten Urbilder menschlicher Vorstellungsmuster)

1.) Die drei Ebenen = Die Grundstruktur der Schöpfung (archetypisch)

Wenn man die drei Ebenen (Welt, Paradies, Geist) jeweils als waagerechte Striche übereinander zeichnet und einen Strich von oben nach unten diese drei Ebenen kreuzen lässt, so erhält man das Symbol des Dreifachkreuzes.

In einigen Forums-Beiträgen habe ich mich mit dieser Symbolik bereits auseinander gesetzt. Siehe unter:
Korrekturen zur Kreuzsymbolik:
http://www.f23.parsimony.net/forum45852/messages/3422.htm
Kreuzsymbolik in der Genesis:
http://www.f23.parsimony.net/forum45852/messages/3431.htm

Da der Mensch mit Körper, Seele und Geist ähnlich strukturierbar ist, wird dieses Symbol sowohl als Zeichen für die Schöpfung (=Makrokosmos) als auch den Menschen selbst (=Mikrokosmos) verwendet. Hierüber erklärt sich auch die Aussage, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes ist oder der esoterische Grundsatz wie oben so unten. Die Aussage „wie oben so unten“ bezieht sich auch auf die Tatsache, dass die konkrete, materielle Welt ein Abbild der abstrakten Welt der Ideen ist. Das Große spiegelt sich im Kleinen wieder, das Abstakte im Konkreten.

Dieses Dreifachkreuz findet man in den Religionen in den unterschiedlichsten Varianten. So wird beim klassischen Kruzifix der obere Balken durch das INRI-Schild ersetzt und der unterer Balken durch den Fußsockel. Im orthodoxen Kreuz und im Papststab sind die drei Balken deutlich sichtbar. Auf Golgatha stehen in den üblichen Darstellungen die drei Kreuze nebeneinander, ebenso wie im Goslarer Runenorakal. Der siebenarmige Leuchter der Juden ist nichts anderes als ein Dreifachkreuz, wo die Balken hochgebogen sind. Die Weltenesche kennt drei Ebenen. Der philosophische Baum der Alchimisten wird als Dreifachkreuz dargestellt, bei dem die 7 freien Äste den 7 Planeten entsprechen. Wenn man erst einmal für dieses Symbol sensibilisiert ist, dann erkennt man es immer wieder. Die Idee der Dreifaltigkeit hat hier auch ihren Ursprung.

Häufig wird dieses Symbol auch als Baum dargestellt (Grundstruktur: Wurzeln, Erdboden/Stamm, Äste). Überhaupt wird der Baum häufig mit dem Menschen und mit der Schöpfung gleichgesetzt. In unserer Sprache spiegelt sich dieses wieder, wenn man von Menschen redet, als ob sie Bäume wären. So sagt man z.B. jemand sei verwurzelt. Der Baum verdeutlicht die Polarität zwischen Geist und Materie. Er ist verwurzelt in der Erde und verästelt im Himmel.

Von der Symbolik der drei Ebenen gibt es auch reduzierte Formen ohne die mittlere, also nur mit Geist und Materie.

Auch der Baum der Erkenntnis im Paradies und der brennende Dornbusch entstammen dieser Symbolik. GOTT OFFENBART SICH IM BAUM BZW. IN DER SYNBOLIK DES BAUMS.

So ist es auch kein Wunder, dass Bäume in vielen Religionen heilig sind, hauptsächlich bei den Kelten und den Buddhisten.

Es wäre aber unangemessen den Baum nur symbolisch zu interpretieren, denn auch normale Bäume scheinen wie Antennen zur wirken und können uns Kraft geben.

2. Der Vorhang (kulturell geprägt)

Unserem Bewusstsein ist der Zugang zur geistigen Welt verschlossen. Oben schrieb ich, dass in der Simulation das Wissen um die Simulation und um die Existent der höheren Wirklichkeit ausgeschaltet ist. Diese Trennung wird als Vorhang symbolisiert. Es ist der Vorhang, der in der Kreuzigungsszene zerreißt.

3. Sterne und Leuchter (teilweise kulturell geprägt)

Der Vorhang ist aber nicht komplett dicht, sondern etwas Licht fällt in beide Richtungen durch. In der Offenbarung des Johannes ist von 7 Sternen und 7 Leuchtern die Rede. Die sieben Sterne scheinen von oben, somit empfängt der Mensch ihr Licht. Indem er handwerklich/kreativ/künstlerisch tätig wird scheint sein Licht symbolisiert durch die Leuchter zurück.

Diese Symbolik kommt später auch vor in den Sieben Freien Künsten: Grammatik, Rhetorik, Dialektik, Mathematik, Arithmetik/Geometrie, Musik, Astronomie/Astrologie.

Grundsätzlich gibt es zwei Informationsflüsse. Vom Geist fließt die Inspiration in die Materie (Sterne) und von der Materie fließt die Erfahrung hin zum Geist (Leuchter). Das ist ein Verhältnis wie von Saat (=Inspiration) und Ernte (=Erfahrung).

Licht ist übrigens das Symbol für Bewusstsein, nicht für Liebe wie oftmals zu lesen ist. Schließlich verliebt man sich nicht bei einer Erleuchtung oder wenn einem ein Licht auf

4. Der Sternenfall (archetypisch)

Das in der prophetischen Literatur mehrfach erwähnte Phänomen des Sternenfalls symbolisiert nichts anderes als eine Erhöhung der Inspiration und der Erkenntnis.

Das Symbol des Sternenfalls finden wir auch wieder im Märchen „Die Sterntaler“ von den Gebrüdern Grimm.

5. Das Kreuz am Himmel (archetypisch)

Das Dreifachkreuz steht für die drei Ebenen. So gibt es ein Kreuz der Erde, ein Kreuz des Paradieses und ein Kreuz am Himmel bzw. des Geistes. Auch hier handelt es sich nicht um ein astronomisches Phänomen, was die Seher erleben, sondern um ein symbolisches.

Bei der Aufteilung der astrologischen Sternzeichen in Feuer-, Wasser-, Luft- und Erd-Zeichen steht immer ein Luft-Zeichen einem Feuer-Zeichen gegenüber und ein Wasser-Zeichen einem Erd-Zeichen. Ein regelmäßiges Kreuz überdeckt somit immer alle 4 Zeichen.

6. Am Anfang war das Wort

Die Ebene der abstakten Ideen gilt als Ursprung der materiellen Ebene. Somit könnte man sagen: Am Anfang war die Idee. „Und das Wort ist Fleisch geworden“ wird somit zu „Und die Idee wurde konkret“ Die materielle Ebene ist somit das konkrete Spiegelbild einer abstrakten Wirklichkeit. (Im Spruch „Am Anfang war das Wort“ steckt noch eine Doppeldeutigkeit drin über die Entstehung der Evangelien)

7. Der Polsprung (archetypisch)

Die drei Ebenen sind zueinander fast wie Spiegelbilder. Diesen Begriff sollte man hier nicht zu streng geometrisch interpretieren. Gerade die „Symmetrie“ zwischen Diesseits und Jenseits hat schon bei den Mythen für etwas Verwirrung gesorgt, weil die Begriffe Tod und Leben in beiden Ebenen geradezu entgegengesetzt gebraucht werden. Das ist fast so wie mit dem Witz, wo jemand gefragt wird, wo die andere Straßenseite sei. Auf beide Seite der Straße zeigen beide jeweils auf die andere Seite. Würde man in Analogie dazu fragen: „Wo ist das Reich der Toten“, würden die Menschen in der materiellen Welt auf das Jenseits zeigen und die Menschen vom Jenseits auf unsere Welt. Jenseits ist halt immer die andere Seite. Deshalb bedeutet der „Tod um des Geistes Willen“ im Kontext der biblischen Symbolik eben nicht, dass man den physischen Körper und das irdische Leben hierfür aufgeben müsste. Ganz im Gegenteil. Aus der Perspektive des Paradieses tritt man dadurch in die physische Realität überhaupt erst ein.

So steht in der Symbolik aus der Ebene des Paradieses vieles scheinbar auf dem Kopf. Dieser Sachverhalt wird durch die Umkehrung der Erde symbolisiert.

Auch das umgedrehte „Petrus-Kreuz“ dürfte aus dieser Symbolik entstanden sein.

Auch in der Geschichte von Alice beginnt das Wunderland hinter dem „Spiegel“.

Dass ein Spiegel für den Zugang zu der „Spiegelwelt“, dem Jenseits auch ganz praktisch nutzbar ist, kann man in folgendem Buch nachlesen: Raymond Moody : Blick hinter den Spiegel


8. Drei Tage Finsternis (kulturell geprägt)

Diese Motiv taucht schon bei den biblischen Plagen in Ägypten auf. Es wiederholt sich in Abwandlung bei der Kreuzigung als 3 Tage tot (Karfreitag bis Ostersonntag). Weiterhin wird bei der Kreuzigung eine 3-stündige Finsternis erwähnt. Weihnachten ist schließlich drei Tage nach dem finstersten Tag, der Windersonnenwende am 21.12.

Aus der Perspektive des Paradieses ist unsere Welt der Materie die Finsternis. Die Drei ist die Zahl des Geistes. (vgl. Dreifaltigkeit). Es geht bei diesem Symbol um das Eindringen des Geistes als Mensch in die Materie um der Erkenntnis Willen bzw. um die Beschäftigung des Menschen mit der Materie um des Geistes willen.

Da aus der Perspektive des Paradieses unsere physische Welt das Reich der Toten ist, haben wir hier auch wieder den „Tod um des Geistes Willen“.

9. Der Planet der Götter (archetypisch)

Der Planet der Götter wird in der Prophezeiungsliteratur zumeist als Gefahr gesehen, so als würde er die Erdbahn stören oder den Polsprung auslösen.

In den Visionen taucht er aber aus einem anderen Grund auf: Es geht um die Schilderung eines längst vergangenen Ereignisses, noch bevor das Böse in die Simulation verbannt wurde bzw. Satan auf die Erde. Diese Sicherheitsmaßnahme wurde den Mythen und Channelingbotschaften nach zu schließen aufgrund gefährlicher Konflikte auf dem Planet der Götter eingeführt. In der christlichen Tradition kennt man dieses als „Rebellion der Engel“. Große Teile der Offenbarung des Johannes schildern diesen Konflikt. Es gibt also keinen Grund wegen dieser Schilderungen Ängste vor der Zukunft zu haben.

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