Ich sehe Schatten, höre Geräusche, fühle Berührungen

    Ich habe im Laufe der Zeit viele Zuschriften von Menschen bekommen, die sich nicht sicher waren, ob sie verrückt sind, weil sie Schatten sehen, Visionen haben, Berührungen empfinden, Kälte oder Wärme spüren, Geräusche hören, oder bei denen es ganz offensichtlich "geistert". Diese Menschen wissen meist nicht, worum es sich handelt, zweifeln oft an sich selbst, und trauen sich meist nicht, mit anderen darüber zu sprechen, um nicht für "krank" gehalten zu werden.

    Vorab: diese Empfindungen sind NICHT ungewöhnlich, ja, sie sind sogar ziemlich häufig, nur will verständlicherweise keiner gerne darüber sprechen! Und es ist auch besser so, denn viele, die sich ihrem Arzt anvertraut hatten, sind schon in der Psychiatrie gelandet! Leider lehnt unsere Medizin paranormale Vorkommnisse noch immer grundsätzlich ab und betrachtet sie als Anzeichen einer Geisteskrankheit.

    Wir haben schon viele dieser Fälle bearbeitet, konnten auch immer helfen, und ich will hier einen ersten Überblick darüber geben, worum es sich möglicherweise handeln könnte. Die Materie ist aber für den Laien zu komplex, und qualifizierte Hilfe wird deshalb oft nötig sein.

    Viele Menschen sind sensitiv bzw. medial veranlagt, ohne es zu wissen. Die Medialität ist auch kein "abnormaler" Zustand, denn wir ALLE sind mehr oder weniger medial veranlagt! Wenn wir träumen, so befinden wir uns in der Astralebene, und wenn wir ein schlechtes Gewissen haben, oder wenn wir eine großartige Idee haben, so wurde uns die über den 6. Sinn von unserer eigenen Überseele übermittelt! Somit hat auch JEDER Mensch einen 6. Sinn, nur ist eben der Empfang bei einigen ausgeprägter als bei anderen! Menschen, die etwas fühlen können, z.B. dass gleich das Telefon läuten wird und dann eine bestimmte Person an der Leitung ist, oder die beim Gedanken an einen Verstorbenen ein warmes oder auch kaltes Gefühl empfinden, sind meist sensitiv. Und bei Menschen, deren Sensitivität derartig ausgeprägt ist, dass sie Schatten aus den Augenwinkeln heraus sehen können oder gar Visionen haben, z.B. ein Körperteil, ein Gesicht, das frei im Raum schwebt, die Anwesenheiten fühlen, Schritte hören, bestimmte Gebäude meiden, die verstorbene Angehörige im Zimmer sehen, z.B. an ihrer Bettkante sitzend, die sich mit ihnen gedanklich unterhalten, auch oft Kinder, die mit "niemandem" sprechen, die sind oft medial veranlagt.

    Medialität ist somit keine Krankheit, Medialität macht auch noch kein Medium, und Medialität ist weder eine Gabe, noch ein Fluch! Medialität ist eher eine Aufgabe. Wir haben sie uns selbst vor unserer Inkarnation auferlegt, und es geht jetzt darum zu lernen, mit dieser Medialität vernünftig umzugehen, damit sie nicht zum Fluch wird! Wir leben hier auf der Erde nicht für uns alleine! Die Erde ist nur eine Bewusstseinsebene, und es gibt viele Bewusstseinsebenen, und sie alle sind im selben geografischen Raum! Und somit ist auch der Geistergürtel hier bei uns, und ebenso das Jenseits! Wir sind von den Seelen der Verstorbenen nur durch unsere Schwingungen getrennt, nicht aber räumlich! Wenn also eine mediale Person einen Geist sieht, so hat sie NICHT unbedingt ein Problem mit einem Geist, sondern mit ihrer eigenen Medialität! Geister sind Seelen, und Seelen sind ÜBERALL, nur der "normale" Mensch kann sie weder sehen, noch hören oder fühlen, der mediale jedoch schon.

    Kommt es also zu Problemen, so müssen wir zwischen nichtmedialen und medialen Menschen unterscheiden.


    Nichtmediale Menschen

    Bei nichtmedialen Menschen ist es ziemlich einfach. Es gibt eigentlich nur drei Möglichkeiten:

    - Der Anruf von drüben:

    ein Angehöriger ist kürzlich verstorben, und er "meldet" sich von drüben, will also damit sagen, dass er gut angekommen ist und noch LEBT! Ist die Person etwas sensitiv, so hat sie dabei ein angenehmes Gefühl und gewöhnlich auch keine Angst. Dieser "Anruf" kann oft als luzider Traum erfolgen, und jeder, der einen luziden Traum hatte, weiß auch sofort, dass das kein normaler Traum war! Dieser "Anruf" kann aber auch durch Zeichen erfolgen, z.B. dass eine Uhr stehen bleibt, das Bild des Verstorbenen auf dem Regal oder im Schrank wandert, oder Gegenstände verschwinden und woanders auftauchen. Oft haben diese Gegenstände eine Beziehung zum Verstorbenen. Versteht der Hinterbliebene die "Botschaft", so kann er mit dem Verstorbenen sprechen, laut oder in Gedanken, und ihn bitten, mit der "Geisterei" aufzuhören.

    - Der Hilferuf von drüben:

    ein Angehöriger ist kürzlich verstorben, oft durch Suizid, und der Hinterbliebene hat ein ungutes Gefühl, Angstzustände, Frösteln, Unwohlsein, einen schlechten, unruhigen Schlaf, negative Träume vom Verstorbenen, oder Visionen, in denen der Verstorbene leidend und unglücklich aussieht. Hält diese Unruhe an, so besteht die Möglichkeit, dass die Seele des Verstorbenen Probleme hat. Das kann bedeuten, dass sie im Geistergürtel hängt, dass sie es also nicht "rüber" geschafft hat, dass sie nicht weiß, dass sie 'tot' ist, nicht tot sein will, oder sich einbildet, dass sie erst noch etwas auf der Erde zu erledigen hat. Besonders Seelen von Menschen, die NICHT an ein Leben nach dem Tod glaubten, haben oft Probleme, weil sie davon ausgehen, dass man nach dem Sterben "mausetot" ist, dass also alles "aus" ist, und sie meinen dann, dass sie doch nicht tot sein KÖNNEN, denn es hat sich ja nichts geändert, außer dass kein Lebender sie sieht, hört und versteht, obwohl sie ständig nach ihnen rufen!

    Diese Seelen brauchen professionelle Hilfe von einem qualifizierten Medium. Es reicht nicht, ihnen zu sagen, sie sollen rübergehen, oder für sie zu beten!

    - Poltergeist

    Wie der Name bereits sagt, handelt es sich um einen Geist, der ziemlich unfreundlich ist, Gegenstände bewegt, Bücher aus dem Regal wirft, Möbel umschmeißt, und so zur Plage wird.

    Auch diese Seele muss professionell entfernt werden. Gutes Zureden, Ausräucherungen, Beten oder Beschwörungen sind völlig sinnlos.



    Mediale Menschen

    Hier wird es wesentlich schwieriger. Der mediale Mensch muss verstehen, dass wir hier mit den Seelen der Verstorbenen zusammenleben, und dass er sie eben wegen seiner Medialität sehen und fühlen kann. Somit sind diese Seelen nicht ungewöhnlich und auch kein Problem, das Problem liegt nur darin, dass er vielleicht nur noch nicht weiß, dass er medial ist, und wie er mit seiner Medialität umzugehen hat!

    Medialität läuft meist in der Familie. Oft ist die Mutter, Oma oder Tante medial, legt Karten, fühlt Seelen, oder spricht oft übers Jenseits. Ein Mensch kann von Geburt an medial sein, oder erst später im Leben medial werden. Kinder sind häufig medial, unterdrücken diese Veranlagung dann aber meist, wenn sie deswegen oft genug geschimpft wurden ("der hat zuviel Fantasie"). Die Medialität kann auch erst später auftreten, z.B. durch eine schwere Erkrankung, oder durch Entbindungen. Die Entbindung ist dabei aber nicht die Ursache, sie ist nur der Auslöser! Die Ursache ist immer der Lebensplan dieses Menschen.

    In den meisten Fällen, die wir bearbeitet haben, war die Medialität nur ein "Weckruf". Es ging also nur darum, dass dieser Mensch fühlen sollte, dass es ein Jenseits gibt, dass es keinen Tod gibt, und dass das Leben nach dem irdischen Tod weitergeht. Ein Weckruf bedeutet nicht, dass die mediale Person jetzt ein Medium werden soll! Es gibt sehr viele mediale Menschen, aber nur relativ wenig qualifizierte und seriös ausgebildete Medien! Die meisten "Medien" sind nur medial, haben sich nie vernünftig über die jenseitigen Welten gebildet, verstehen oft den Sinn und Zweck, sowie den Lebensplan nicht, und ihre Jenseitsauffassung entspricht oft ihren persönlichen oder religiösen Vorstellungen. Wir hatten leider schon einige Klienten, denen von selbsternannten "Medien" sehr viel Angst eingejagt wurde, z.B. dass sich eine Seele rächen möchte, oder dass ein Fluch auf dieser Person lasten würde.

    Wer medial ist oder wurde, wird wohl oder übel lernen müssen, mit seiner Medialität vernünftig zu leben! Manche gehen zum Arzt und lassen sich Medikamente verschreiben. Es ist aber nicht gesund, Psychopharmaka über einen langen Zeitraum einzunehmen, und die Gefahr in der Psychiatrie zu landen, besteht dabei auch. Es ist also besser, sich zu bilden und die eigene Medialität unter Kontrolle zu bekommen!

    Je nach Ausgeprägtheit dieser Medialität, kann es sich nur um gelegentliche Schatten aus den Augenwinkeln heraus handeln, es kann aber auch so schlimm werden, dass Türen knallen, Teller durchs Zimmer fliegen, Herdplatten glühen, und der Betreffende angefasst oder gar angegriffen wird! Das größte Problem ist am Anfang immer die Angst, die der Mediale hat! Und diese Angst MUSS überwunden werden, denn sie ist die Ursache für seine Probleme, und auch der Schlüssel dazu, sie wieder los zu werden!

    Der Mediale muss verstehen, dass wir ALLE hier mit einem Heer von verlorenen Seelen im erdnahen Bereich zusammenleben, nur bemerkt der nichtmediale Mensch diese nicht. Der Mediale aber kann sie sehen, fühlen oder hören, und was noch schlimmer ist, diese Seelen merken es sofort, wenn sie auf ihrer Wanderung an eine mediale Person geraten sind, und versuchen sich dann natürlich auch bemerkbar zu machen! Man muss diese Seelen verstehen, sie irren oft schon jahrelang umher, wissen nicht wohin, keiner sieht und hört sie, und sie suchen einfach jemanden, der sie sehen KANN, und mit dem sie kommunizieren können! Der Mediale wird erkannt, weil seine Medialität aus seiner Aura abgelesen werden kann, und natürlich durch seine Reaktion auf diese Seelen! Man kann somit sagen, dass Mediale verlorene Seelen aus dem Geistergürtel anziehen, wie ein Leuchtturm das Boot in der Finsternis, und wenn der Mediale nicht lernt, mit seiner Medialität umzugehen, dann ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis er einen Scherzbold oder einen verbitterten Poltergeist im Haus hat!

    Wir unterscheiden diese Seelen in:

    - Seelen von kürzlich Verstorbenen, die im Geistergürtel gelandet sind. Diese sind meist harmlos und verwirrt. Sie wissen nicht, wo sie sind, und sie haben noch nicht gelernt, wie man "geistert", wie man also Gegenstände bewegt. Sie suchen nur nach Hilfe und sind überwiegend harmlos und gutmütig. Viele sitzen nur irgendwo herum, einige wandern bereits umher.

    - Ortsgebundene Seelen. Auch diese sind meist harmlos. Sie sind oft an ihre frühere Wohnung gebunden, d.h., sie leben in ihrer alten Umgebung. Einige leben in einer Art "Zeitkapsel", d.h., für sie ist die Zeit stehen geblieben. Sie sehen die heutigen Bewohner der Wohnung NICHT, sie sehen die Wohnung vielmehr so, wie sie zu ihrer Zeit aussah.

    - Wandernde Seelen. Auch diese sind meist gutmütig, sind aber oft schon längere Zeit drüben und unterwegs. Sie sehen Mediale und nehmen gerne Kontakt zu ihnen auf. Wir hatten schon Fälle, in denen sich eine wandernde Seele im Zimmer einer medialen Person eingenistet hatte. Sie suchte nur ein "Zuhause" und den Kontakt zu Menschen.

    - Foppgeister. Diese Seelen freuen sich, wenn sie Menschen verarschen können. Oft tauchen sie beim Gläserrücken auf, geben sich als die gerufene Seele aus, und die oft laienhaften Menschen können nicht zwischen der hochschwingenden Seele ihrer Oma (die sie wegen ihrer hohen Frequenz nicht empfinden können), und der niedrig schwingenden Seele eines Foppgeistes unterscheiden. Diese Seelen versuchen oft zuerst das Vertrauen der Gläserrücker zu gewinnen, um sich dann später einen Spaß zu erlauben.

    - Poltergeister. Diese Seelen sind oft sehr verbittert und auch bösartig. Sie lassen oft ihren Frust an Menschen aus. Poltergeister können einen Menschen nicht direkt angreifen, aber sehr wohl durch herumfliegende Gegenstände verletzen.


    Neben diesen niedrigen Seelen, hat der Mediale aber auch oft Kontakt zu Seelen im Licht, sei es zur Seele eines Angehörigen, die er durch ein Gefühl der Wärme und Liebe erkennen kann, oder zu seinem Guide! Guides, wenn sie nicht warm und freundlich mit dem Medialen kommunizieren, verhalten sich oft wie kleine Poltergeister, um den Medialen auf seine Medialität aufmerksam zu machen! Das ist dann immer ein "Weckruf"! Guides sind aber nie bösartig.



    Maßnahmen, Verhaltensweisen

    Vorab: Es gibt kein Mittel, keine Ausräucherung, um diese Seelen loszuwerden! Und alle Geisteraustreiber, die für ihre fragwürdige "Dienste" viel Geld verlangen, verstehen entweder nichts von der Materie, oder sind unseriös! Hier hilft nur die Selbsthilfe.

    Der Mediale MUSS zuerst seine Angst loswerden, denn diese macht alles nur noch schlimmer! Er muss verstehen, dass verlorene Seelen im Geistergürtel normal sind, dass er sie -im Gegensatz zum "normalen" Menschen- eben sehen und fühlen kann, und dass sie auch schon vorher da waren, bevor er medial wurde! Und man kann diese Seelen auch nicht alle einsammeln und rüberbringen, dazu sind es zu viele, und dafür gibt es nicht genügend qualifizierte Medien! Er muss also lernen, MIT ihnen zu leben! Der erste Schritt ist somit, die Angst zu überwinden.

    Als nächstes muss er feststellen, um welche Seele es sich handelt. Ist die Seele "warm", "hell" und freundlich, so ist es eine Seele aus dem Licht und ein Freund! Vor ihr braucht er keine Angst zu haben, und viele Mediale lernen dann auch, mit ihr gedanklich zu kommunizieren. Diese Seelen sind meist fürsorglich und beschützend. Oft sind es verstorbene Angehörige, die ein Auge auf ihre lieben Hinterbliebenen werfen.

    Fühlt sich die Seele "kalt" und "dunkel" an, so ist es eine niedrigschwingende Seele im Geistergürtel. Es ist nicht sinnvoll, mit ihr Kontakt aufzunehmen! Je mehr sich ein Medialer mit ihr einlässt, umso schwerer wird er sie wieder los! Und oft nistet sie sich dann ein und bringt noch ihre "Freunde" mit ins Haus...

    Als nächstes sollte der Mediale feststellen, ob es sich immer um die selbe Seele handelt, auch nur um eine, oder um verschiedene und mehrere. Ist es nur eine, so besteht die Möglichkeit, dass diese Seele ortsgebunden ist, und ortsgebundene Seelen sind oft hartnäckig und schwer zu entfernen. Dazu sollte er professionelle Hilfe durch ein qualifiziertes Medium anfordern.

    Sind es aber viele und verschiedene, so sind das oft Seelen auf Wanderschaft, die durch seine Medialität angezogen werden! In diesem Fall kann sich der Mediale selbst helfen, indem er seine Wohnung zu SEINEM Gebiet erklärt, und diese Seelen höflich aber bestimmt auffordert, seinen Bereich UMGEHEND zu verlassen! Das MUSS aber furchtlos und mit großer Überzeugung ausgedrückt werden, denn man kann Seelen nicht anlügen! Die Seele fühlt diese Überzeugung und respektiert sie dann auch! Hat der Mediale aber Angst dabei, so wird er nicht ernst genommen!

    Viele Mediale, die keine Hilfe hatten, litten so sehr und auch lange genug, bis sie schließlich so wütend wurden, dass sie dadurch ihre Angst überwunden hatten, und auch ihren Willen "zum Kampf" um ihre Wohnung unbewusst zum Ausdruck brachten. Erst nach dieser Wut wichen diese Seelen und blieben von da ab der Wohnung fern! Ein Medium kann erkennen, ob der Bewohner ängstlich oder furchtlos ist, da seine Wut und Furchtlosigkeit die Wohnung praktisch für Eindringlinge "versiegelt". Die Angst dagegen ist wie eine offene Tür.

    Handelt es sich aber um einen hartnäckingen Geist, sei es ein Foppgeist, ein Poltergeist oder eine ortsgebundene, friedliche Seele, so sollte professionelle Hilfe angefordert werden. Wir entfernen diese Seelen und bringen sie in die Astralebene. Wir machen das medial, ein Hausbesuch ist dazu nicht erforderlich, und wir helfen, damit diese Seelen endlich ins Licht gehen können. "Medien", die dazu ins Haus kommen, die Wohnung ausräuchern, oder sog. Geisterjäger, und die dafür auch noch viel Geld verlangen, verstehen entweder nichts von Seelen, oder sind unseriös.

    Im Forum stehen bereits einige Beiträge zu diesem Thema, die auch z.T. im Wegweiser durchs Forum aufgeführt sind. Unbedingt gelesen werden sollten:

    Zum Thema Angst: GEISTER allgemein

    Zum Thema Medialität: ERSCHEINUNGEN - GEISTER